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Die Würfel sind geschwommen
Täglich eine Runde Monopoly sorgte für Unterhaltung, Unterhaltung besonderer Art bot der sintflutartige Regen.
Silvan Heuberger / Matthias Mahler
In der ersten Ferienwoche erlebten die Jungscharen Quelle und Oase der Evangelisch-methodistischen Kirche Niederuzwil-Flawil zusammen ein spielerisches und erlebnisreiches Sommerlager. Die Sintflut der Regentage in der zweiten Woche sorgten für besonderen Einsatz.
Vier Zugstunden weit führte die Reise der Jungscharen sie ins Innere der Schweiz bis sie den Lagerplatz des Sommerlagers im Emmental nahe Emmenmatt erreichten. Das diesjährige Lagerthema war Monopoly, wobei sich die 40 tüchtigen Spielerinnen und Spieler – anstatt Hotels zu errichten – zuerst an den Aufbau einer Lagerinfrastruktur machen mussten.
So wurden noch am ersten Tag sanitäre Anlagen, Küche, Gemeinschaftszelt und natürlich ein Monopolyfeld, welches von den Schlafzelten eingerahmt wurde, errichtet. Schon am Abend konnte das feine Nachtessen vom offenen Feuer im fast fertigen Zeltdorf genossen werden.
Monopoly deluxe Auf dem grossen Spielfeld wurde jeden Tag eine Runde Monopoly der besonderen Art gespielt. Die Teams Kuh, Pferd, Schwein, Huhn und Hund mussten sich Ortschaften aus verschiedenen Regionen der Schweiz erwerben und bewirtschaften. Auf jedem Landgut konnten verschiede Gemüsearten geerntet werden, wobei der Ertrag mittels Erweiterungen wie z.B. einer Bewässerungsanlage gesteigert werden konnte.
Das Geld dafür konnten sich die Teammitglieder an verschiedenen Posten verdienen, unter anderem beim Hindernislauf, Black Jack spielen oder – für die risikofreudigen und unbelehrbaren Spieler – beim Aktienhandel. Zusätzlich gab es jeden Tag eine zum Tagesthema passende Aufgabe zu lösen. Dieses Spiel zog sich als roter Faden durch den gesamten Lagerverlauf.
Nach den Besuchern kam die Sintflut Nachdem am Sonntag einige Besucher empfangen werden konnten, startete endlich die erste Runde Monopoly. Leider musste das Spiel schon nach wenigen Minuten abgebrochen werden. Die ersten Tropfen waren schon bei Spielbeginn gefallen und wenig später regnete es in Strömen. Während die Teilnehmer im Gemeinschaftszelt alte Gassenhauer zum Besten gaben, weitete sich das Sommergewitter zu einer regelrechten Sintflut aus. Die Leiter versuchten nun im hoffnungslosen Kampf gegen das Oberflächenwasser, zu retten, was noch zu retten war.
Während der Regen eine Verschnaufpause einlegte, sammelten die Spielerinnen und Spieler ihre wichtigsten Sachen zusammen und begaben sich in die Scheune des Bauern, wo man die Nacht im Trockenen verbrachte. Schon am nächsten Morgen wurde der Lagerplatz unter mildem Sonnenschein wieder bezogen. Neben einem gefallenen Fahnenmasten und einem defekten Leiterzelt waren glücklicherweise keine Schäden zu beklagen. Auch auf die Stimmung der Lagergemeinschaft hatten die Sintflut und ihre Folgen keinen negativen Einfluss.
La Chaux de Fonds bis Zürich Paradeplatz Die übrige Woche hielt sich das Wetter wechselhaft. Man wagte einen Neuanfang im Lagermonopoly und tobte sich in Geländespielen und Sportblöcken aus. Jeder Tag stand dabei unter dem Thema eines Monopoly-Spielfedes, beispielsweise Elektrizitätswerk oder La Chaux de Fonds. Ein Höhepunkt bildete der Tagesausflug, bei dem der Weg durch die düsteren Windungen des urchigen Emmentals nach Langnau i. E. führte, wo das Hallenbad besucht werden konnte.
In Technikworkshops konnten die Spieler sich in Erste Hilfe, Orientieren oder Übermitteln üben, in Bastelworkshops konnten Pfeil und Bogen oder diverse Gegenstände aus Speckstein hergestellt werden. Neben den aktiven Teilen wurde zudem jeden Tag in Altersgruppen verschiedene Themen zu Bibel, Glaube und Alltag vertieft und diskutiert. Auch in kulinarischer Hinsicht konnten sich die Spieler einiger Höhenflüge erfreuen, sei es nun beim Raclette, Sweet’n’Sour-Reis oder beim Poulet am Abschlussabend.
Game over Durch den Abschlussabend, der ganz im Zeichen des Monopoly-Feldes „Zürich Paradeplatz“ stand, leiteten die Schweizer Prominenten Globi, Heidi und Schellenursli. Die Zünfte der Räuber, Köche, Gipfelibüüger, Disc Jockeys, Arbeitslosen und der Rattenfänger mussten in diversen Vorstellungen ihr Können unter Beweis stellen. Zum Abschluss wurde dann traditionell der Böög verbrannt und Caramelcreme gegesssen.
Am nächsten Tag hiess es dann bereits wieder, die Rucksäcke zu packen, die Zelte zusammenzulegen und die errichteten Lagerbauten abzubauen. So bestiegen die Spieler am Nachmittag den Zug in Emmenmatt in Richtung Ostschweiz, erschöpft, glücklich und einen Rucksack voller vielleicht noch nicht ganz trockener Kleider auf dem Rücken tragend. Weitere Infos über die Jungscharen und Bilder vom Lager finden Sie unter www. jsquelle.jemk.ch und www.jsoase.jemk.ch
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