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Wil: 15.08.2011
Peter Suffel zelebrierte den Gottesdienst in St. Nikolaus.
Peter Suffel zelebrierte den Gottesdienst in St. Nikolaus.

Viele Schulkinder waren mit ihren Eltern gekommen.
Viele Schulkinder waren mit ihren Eltern gekommen.

Der Kerzenstrauss symbolisierte die persönlichen Wünsche und Bitten.
Der Kerzenstrauss symbolisierte die persönlichen Wünsche und Bitten.

Sandra Hüppi sprach Kinder und Erwachsene gleichermassen an.<br>
Sandra Hüppi sprach Kinder und Erwachsene gleichermassen an.


Gottesdienst zu Beginn des neuen Schuljahres
In den kath. Kirchen St. Nikolaus und St. Peter fanden zum Beginn des neuen Schuljahres Gottesdienste statt, die besonders die Kinder ansprachen
Gerhard Kasper
„Den Blickwinkel ändern, den Blickwinkel ausrichten auf das wirklich Wichtige“, war das Hauptthema für die Kinder (und Eltern) im Sonntagsgottesdienst in der Stadtkirche St. Nikolaus

Geleitet von zwölf Ministranten zogen der Priester Peter Suffel und Sandra Hüppi, zuständig für Jugendarbeit, in die Kirche ein. Dies schuf einen eindrücklichen, festlichen Rahmen für die folgenden kirchlichen und weltlichen Rituale.

Herzliches Willkomm
In der sympathischen Begrüssung sprach Sandra Hüppi von der Jugendarbeit sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen an und definierte das Hauptthema: „Blickwinkel – ist er richtig, oder sollte ich ihn ändern?“ Im Hinblick auf das neue Schuljahr, das vielleicht mit neuen Mitschülern*) in einer anderen Klasse beginnt, stellt sich immer die Frage „Wie gehe ich mit der neuen Klasse um? Wie sehe ich die anderen, und wie sehen sie mich?“ Die Versuchung ist doch einfach zu verlockend, sich erstmal von Äusserlichkeiten blenden zu lassen

Peter Suffel erklärte das Evangelium
Auf das Thema wie zugeschnitten war das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner. Während der Pharisäer selbstgerecht und überheblich auftritt („Danke, Herr, dass ich nicht bin wie jener Zöllner“), bittet der Zöllner Gott demütig darum, ihm, dem Sünder, gnädig zu sein. Peter Suffel kritisiert ganz deutlich das notorische Besserwissen und die Verachtung gegenüber anderen, die nicht einer vermeintlichen Norm entsprechen. Und hier sieht Hüppi die ganz grosse Chance, hier setzt der veränderte Blickwinkel ein: "Versuche den anderen als Mensch, als Mensch ohne äussere Zutaten, zu sehen und schätzen zu lernen....habe von dir aus den Mut, auf den anderen Mitschüler zuzugehen - nicht gefühllos wie ein Dampfhammner, sondern langsam und behutsam, mit Augenmass,

Sandra Hüppi übertrug die Situation auf die Schule: Superstar versus graue Ente – die einen zeigen alles, um vordergründig gross da zu stehen (die neuesten Spiele auf Gameboy und Playstation, Designer Klamotten, usw.)... und dann gibt es die, die „um de Egge güggsled“, die mehr an ihren Klassenkameraden sehen als nur den vordergründigen Tand und Schein.

Mit einem kleinen optischen Spielzeug, dem „Um-de-Egge-Gügglser“, einem Winkelspiegel, ermuntert Sandra Hüppi die Kinder, den Blickwinkel von sich selbst und auf andere zu öffnen.

Da sicher jedes Kind eine Hoffnung oder einen Wunsch zum neuen Schuljahr hat, konnten, die sich trauten, ihre Bitten vortragen. Als symbolische unausgesprochene Bitten entzündete jedes Kind eine Kerze und steckte sie in eine Schale zu einem feierlichen, leuchtenden Kerzenstrauss vor dem Altar.

Zum Schluss des Gottesdienstes versammelte der Priester alle Kinder auf den Stufen vor dem Alter und sprach den Segen: „Komme Herr, segne uns; Jesus, unser Bruder und Freund, begleite euch alle Tage im neuen Schuljahr.“

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*) Die Verwendung der männlichen Form erfolgt der Einfachheit wegen und umfasst auch die weiblichen Bezeichnungen.
Gemeinsames Beten des Vaterunser.
Gemeinsames Beten des Vaterunser.

Ganz versunken...
Ganz versunken...

Friedensgruss.
Friedensgruss.

Spannendes „Um-de-Egge-Güggsle“ mit dem Winkelspiegel, den alle Kinder mitnehmen konnten.
Spannendes „Um-de-Egge-Güggsle“ mit dem Winkelspiegel, den alle Kinder mitnehmen konnten.