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Oberuzwil: 20.03.2017
<br>Verwaltungsratspräsident Christoph Brunner konnte gute Nachrichten von der Bankenseite überbringen.

Verwaltungsratspräsident Christoph Brunner konnte gute Nachrichten von der Bankenseite überbringen.

<br>Diese urchigen, kräftigen, weltmeisterlichen Männer heizten vor dem geschäftlichen Teil den Mitgliedern zünftig ein, kamen aber selber doch am meisten ins Schwitzen.

Diese urchigen, kräftigen, weltmeisterlichen Männer heizten vor dem geschäftlichen Teil den Mitgliedern zünftig ein, kamen aber selber doch am meisten ins Schwitzen.

Den Stürmen getrotzt
Ordentliche 83. Generalversammlung der Raiffeisenbank Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil
Annelies Seelhofer-Brunner
Mit Windrädern ist die diesjährige Einladung zur GV der hiesigen Raiffeisenbank bebildert, in Anspielung auf das chinesische Sprichwort, welches VR-Präsident Christoph Brunner zu Beginn seiner VR-Tätigkeit vor acht Jahren an den Anfang stellte: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die andern Windmühlen“.
Die Raiffeisenbank hat sich für Windmühlen entschieden, also ein sanftes Verändern ihrer Geschäftsfelder hin zu mehr Dienstleistungen. Sie ist auch im vergangenen Jahr moderat gewachsen und hat sowohl Mitgliederzahl wie auch Bilanzsumme erhöhen können. Die GV wurde – wie schon die letzten Jahre – in der MZA Breite in Oberuzwil und der MZA Steinegg in Degersheim gleichzeitig mit rund 2‘000 Mitgliedern durchgeführt.

„Boygroup“ am Barren
Bescheiden sind sie ja nicht gerade, die jungen Männer, die sich als „Seppä“ anpreisen, als „die besten, urchigsten und stärksten Männer, mit Körpern wie Gladiatoren im alten Rom“. Und „Männer“ ist angesichts ihrer Jugend – schliesslich mussten die überdimensionierten Schnäuze ja angeklebt werden! – vielleicht auch noch etwas übertrieben. Aber dass sie stark sind, keinen Schmerz kennen und auch schauspielerische Qualitäten haben, das wurde schon in den ersten Sekunden ihres schweisstreibenden Auftritts am Barren klar. Man konnte nur so staunen, was für Armgelenke diese Kerle haben müssen, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken eine 360°-Drehung machen können, wie wenn das alltäglich wäre.

Der Atem stockte mehr als einmal beim Zuschauen, denn öfters ging etwas – natürlich absolut gewollt und bestimmt hundertfach geübt – schmerzhaft daneben. Fetzige Musik unterstützte ihre Darbietungen, so etwa „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“ oder „YMC“, aber auch „Gangnam-Stylie“ oder „Anton aus Tirol“ heizten ein. Die ganze Oberuzwiler Halle bebte, der Applaus beinahe ein Orkan.

In Degersheim unterhielt zu Beginn das schusselige Duo Lapsus die dortigen Mitglieder.

Gut unterwegs
VR-Präsident Christoph Brunner freute sich, einmal mehr ein gutes Betriebsergebnis verkünden zu können. Der Jahresgewinn stieg um 7,1 % auf 688‘481.00 Franken, die Bilanzsumme ritzte schon fast die Milliardengrenze mit ihren 934‘741‘463 Franken. Verluste mussten kaum hingenommen werden. Auch das Hypothekengeschäft lief sehr erfreulich auf gut 800 Millionen Franken. Dabei wurden die Kunden sorgfältig beraten.

Weh tut es dem VR-Präsidenten, zu sehen, wie die Wirtschaft laufend an Kredit bei Bürgerinnen und Bürgern verliert, wie vieles schlecht geredet wird, wie wenn Wirtschaft und Politik Freunde der Staatsbürger wären. Wer sich für die genauen Geschäftszahlen interessiert, verlangt am besten den ausführlichen Jahresbericht der Bank oder lädt ihn sich von der Homepage herunter – siehe Link im Kasten.

Eckpfeiler der Raiffeisenphilosophie
Es gibt zwei wichtige Pfeiler, die eine Bank stabil halten. Das sind erstens die Kunden, mit denen gute Beziehungen gepflegt werden müssen, seien dies nun Privatpersonen oder KMUs, diese wichtigen Pfeiler der schweizerischen Wirtschaft. Zweitens sind kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das A und O einer jeden Firma. Die Bank setzt beträchtliche Mittel ein, um ihre Mitarbeitenden weiterzubilden. Zudem gestaltet sie ein Umfeld, welches es auch Familienfrauen ermöglicht, in Teilzeit eine anspruchsvolle Arbeit bei der Bank ausführen zu können. Auch die Ausbildung von jungen Personen zu Bankfachleuten liegt den Bankverantwortlichen sehr am Herzen.

Die Werte der Raiffeisenphilosophie wurden in einem Bild gezeigt. Acht Adjektive – cool, attraktiv, lokal, kompetent, verbindlich, verlässlich, fordernd, innovativ – und drei Begriffe „Balance, Spitzenleistung und Kultur pflegen“ zeigen auf, was die Bank ausmacht. Nachhaltigkeit gehört da auch dazu. Viele Angestellte leisten auch Freiwilligenarbeit in Vereinen und Institutionen, was von Bankseite her sehr gerne gesehen wird.

Risiken kennen
Für die Bank ist es wichtig, bei jedem Geschäft Risiken und Vorteile gegeneinander abzuwägen. Das interne Kontrollsystem (IKS) hält jederzeit ein Auge auf die Geschäftsbeziehungen. Die Marge muss stimmen, sonst kann ein Geschäft nicht abgeschlossen werden. Deshalb werden die Dienstleistungen ausgebaut. Der Kostendruck wird weiter zunehmen, ist sich die Geschäftsleitung einig. Neue Vorschriften der FINMA können immer wieder für Überraschungen sorgen.

Neue Ertragsfelder
Das Zinsgeschäft verdient seinen Namen im Augenblick kaum. Noch sind für Private keine Negativzinsen in Sicht, aber auch kaum Zinserträge auf den Konten. Die Banken selber müssen für parkierte Gelder gar Negativzinsen bezahlen, was ebenfalls auf das Geschäftsergebnis durchschlagen kann. Die Bankleitung möchte vermehrt auf indifferente Geschäfte setzen, das heisst, weniger von der Zinsentwicklung abhängig sein. Marc Ruch , Leiter Finanzberatung, rief den Mitgliedern in Erinnerung, dass die Bank für Geldanlagen in jeder Lebensphase die richtige Adresse sei, sei dies ein spezielles Anlagevorhaben, eine kompetente Pensionierungsplanung oder sonst ein Geldgeschäft.

Wermutstropfen
Hatte die Raiffeisenbank 2014 noch vier Standorte – Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil -, so musste ein Jahr später Mogelsberg leider die Schliessung der eingesessenen Filiale an der Dorfstrasse hinnehmen. Verändertes Kundenverhalten liess deren Weiterbetrieb leider nicht mehr zu. Die Liegenschaft wurde bereits verkauft. Es gibt aber immerhin einen Bankomaten beim Gemeindehaus im Dorf.

Vorstellung des Geschäftsberichts
Bankleiter-Stellvertreter Michael Turi erläuterte kurz die Geschäftszahlen. Er wies darauf hin, dass jede Geschäftsbeziehung gut angeschaut werde. Bei Ausleihungen wird vor allem darauf geschaut, ob ein Kredit – vor allem für den Wohnungserwerb – für einen Kunden, eine Kundin auch tragbar ist. Schliesslich sollen nicht nur HEUTE, sondern auch künftig gute Betriebsergebnisse erzielt werden können. Die Erträge aus dem Handelsgeschäft sowie aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft haben erfreulich zugelegt.

Turi zeigte auch auf, wie wichtig gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind. Es wurden rund 117‘000 Franken für externe Aus- und Weiterbildungen eingesetzt, eine äusserst sinnvolle Investition, die den Teamgeist stärkt und die Fluktuation gering hält. Stolz wies er auch darauf hin, dass die Anstellungsbedingungen der Bank auch Müttern einen familienfreundlichen Wiedereinstieg ermöglichten.

Für die jungen Mitglieder.
Zum ersten Mal bot die Bank nach der diesjährigen Versammlung eine Young-Member-Night (Junge-Mitglieder-Nacht) mit Unterhaltung, DJ und Speis und Trank an. Der Anlass kam gut an, wie der Tagespresse zu entnehmen war. Junge Menschen haben andere Bedürfnisse, mögen zudem die Verknüpfung von Unterhaltendem mit nützlichen Informationen. Im letzten Frühling wurde ausserdem der „Sumsi-Club“ ins Leben gerufen, welcher bereits 237 Kinder als Mitglieder hat. Zweimal jährlich werden diese zu einem besonderen Anlass eingeladen. Natürlich gehört auch ein Sumsi-Sparkässeli dazu, welches die Kinder dazu animieren soll, nicht gleich alles Sackgeld zu „verputzen“, sondern auch Sumsi zu füttern und den Inhalt bei Gelegenheit auf ein Raiffeisenkonto zu legen.

Zudem gab es – ebenfalls zum ersten Mal – nach dem Essen in den verschiedenen Restaurants die einmalige Gelegenheit, an der „Après-GV-Bar“ im Flawiler Lindensaal den Abend noch gesellig ausklingen zu lassen.

Magnet gemeinsames Essen
Traditionell kann nach dem geschäftlichen Teil in einem der dorfeigenen Restaurants ein feines Nachtessen genossen werden. Da gibt es Jahr für Jahr Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und im Gespräch möglicherweise andere Sichtweisen auf gesellschaftliche Phänomene zu gewinnen. Raiffeisen ist eine eigentliche Volksbewegung, verbindet die unterschiedlichsten Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten und Berufsfeldern. Damit wird auch das örtliche Gastgewerbe unterstützt, denn so voll wie an diesem Abend sind die Gaststuben sonst selten. Natürlich werden auch die Gutscheine für verbilligtes Reisen in einen der schönen Schweizer Landesteile sehr geschätzt. Raiffeisen hat für alle etwas…


EINIGE ECKDATEN AUS DER JAHRESRECHNUNG 2016

Kundeneinlagen 680‘949‘082 Franken / + 0,7 % (machen 82,8 % der Kundenausleihungen aus)

Total Aktiven 934‘741‘463 Franken / + 4,0 %

Jahresgewinn 2016 - 688‘481 Franken / + 7,1 %

Eigenkapital per 31.12.2016 29‘063‘530 Franken / + 14,5 %¨

Bezahlte Steuern im ganzen Geschäftsgebiet 675‘813 Franken / 20,4 % mehr als im Vorjahr

Genossenschafts-Mitglieder per 31.12.2016 9‘533 Personen / + 0,5 %

Genossenschaftskapital per 31.12.2016 16‘570‘000 Franken – um 23,1 % gewachsen, nachdem jetzt die Möglichkeit besteht, mehrere Anteilscheine zu zeichnen.

Stimmberechtigte an der GV 2017 in Oberuzwil und Degersheim: rund 2‘200 Personen

Auch im vergangenen Geschäftsjahr wurden verschiedene Anlässe der Region unterstützt.


Raiffeisenbank Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil

Ausführlicher Geschäftsbericht Raiffeisen Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil

Unter dem Stichwort LOKALHELDEN gibt es neu eine Plattform für „Crowdfunding“, um ungewöhnliche Projekte leichter finanzieren zu können, gerade für junge Leute bestimmt eine reizvolle Möglichkeit, Unmögliches möglich zu machen.

Lokalhelden

Seppä.ch

Y.C.M.A. auf Youtube

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt


<br>Seit 1997 hat Gallus Müller sich für die Belange der Bank eingesetzt, ursprünglich  als Aufsichtsrat in der ehemaligen Raiffeisenbank Bichwil-Oberuzwil und seit 2005 im Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil.  Mit grossem Applaus und einem feinen Tropfen wurde er nun  verabschiedet.

Seit 1997 hat Gallus Müller sich für die Belange der Bank eingesetzt, ursprünglich als Aufsichtsrat in der ehemaligen Raiffeisenbank Bichwil-Oberuzwil und seit 2005 im Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil. Mit grossem Applaus und einem feinen Tropfen wurde er nun verabschiedet.

<br>VR-Präsident Christoph Brunner hatte zu Beginn der Versammlung nicht zu viel versprochen, als er die "Seppä" als Attraktion ankündigte.

VR-Präsident Christoph Brunner hatte zu Beginn der Versammlung nicht zu viel versprochen, als er die "Seppä" als Attraktion ankündigte.

<br>Bankleiter-Stellvertreter Michael Turi freute sich sichtlich, der Versammlung einen guten Geschäftsabschluss vorstellen zu dürfen.

Bankleiter-Stellvertreter Michael Turi freute sich sichtlich, der Versammlung einen guten Geschäftsabschluss vorstellen zu dürfen.

<br>Marc Ruch, Leiter Finanzen, pflegt mit seinem Team die Kundenbeziehungen und berät in allen Fragen zur persönlichen finanziellen Strategie.

Marc Ruch, Leiter Finanzen, pflegt mit seinem Team die Kundenbeziehungen und berät in allen Fragen zur persönlichen finanziellen Strategie.

<br>SUMSI, das kleine Fabeltier, hat Platz für ganz viele Sparbätzeli. Es hat dem Kinderclub seinen Namen geliehen, der Sumsi-Club kommt bei den Jüngsten bestens an.

SUMSI, das kleine Fabeltier, hat Platz für ganz viele Sparbätzeli. Es hat dem Kinderclub seinen Namen geliehen, der Sumsi-Club kommt bei den Jüngsten bestens an.

<br>Auch Breakdance gehört zu den Kunststücken der "Seppä".

Auch Breakdance gehört zu den Kunststücken der "Seppä".

<br>Hin und her, hin und her - während die Holmen sich ganz bedenklich durchbogen. Mal so...

Hin und her, hin und her - während die Holmen sich ganz bedenklich durchbogen. Mal so...

<br>...oder auch so - die jungen Männer verblüfften und begeisterten mit ihrem männlichen Charme und den starken Bizeps...

...oder auch so - die jungen Männer verblüfften und begeisterten mit ihrem männlichen Charme und den starken Bizeps...

<br>Lange vor Beginn der Versammlung war die Halle schon fast voll, denn die Raiffeisen-GV ist längst zu einem Volksfest geworden.

Lange vor Beginn der Versammlung war die Halle schon fast voll, denn die Raiffeisen-GV ist längst zu einem Volksfest geworden.