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IGP Arena, Wil: 15.04.2017
Die ausbleibenden Resultate haben auch Einfluss auf die Zuschauerzahlen. Nicht ganz 800 Zuschauer kamen zum Spiel gegen Servette.
Die ausbleibenden Resultate haben auch Einfluss auf die Zuschauerzahlen. Nicht ganz 800 Zuschauer kamen zum Spiel gegen Servette.

Jacobacci sah eine ansprechende erste Halbzeit seiner Mannschaft. Trotzdem lagen die Wiler zur Pause 0:1 hinten.
Jacobacci sah eine ansprechende erste Halbzeit seiner Mannschaft. Trotzdem lagen die Wiler zur Pause 0:1 hinten.



Wiler Negativserie will nicht enden
Der FC Wil 1900 verliert sein Heimspiel gegen Servette Genf mit 0:3.
Jan Wegmann
Der Bergholz-Club zeigt gegen Servette Genf zu Beginn zwar gute Ansätze, muss sich am Schluss aber trotzdem mit 0:3 geschlagen geben. Alphonse brachte die Gäste früh in Führung und erhöhte diese kurz nach dem Seitenwechsel auf 0:2. Nach 65 Minuten traf Liga Topscorer Nsame in Unterzahl zur 0:3 Entscheidung.

Schon vor der Partie war klar, dass es gegen Servette Genf kein einfaches Unterfangen wird. Holten die Gäste in diesem Jahr bereits 23 Punkte, sind es bei den Wilern gerademal deren zwei. Zusätzlich mussten die Ostschweizer auch noch auf zwei Stammkräfte verzichten. War der Ausfall von Sandro Lombardi nach dessen Kreuzbandriss schon einige Tage zuvor klar, mussten die Wiler kurzfristig auch noch auf Mattia Bottani verzichten. Der Offensivallrounder erlitt am Ende der Woche im Training eine Muskelverhärtung. Somit war Trainer Jacobacci für das Spiel gegen die Genfer zu einigen Änderungen gezwungen. Basil Stillhart rückte zurück ins defensive Mittelfeld, Shaho Maroufi ersetzte Bottani und Keller verteidigte nach seiner Verletzungspause wieder auf der Aussenbahn. Ebenfalls neu in der Startelf fungierte Pascal Huber, welcher mit guten Trainingsleistungen Dylan Stadelmann zu verdrängen wusste.

Gute Leistung der «Neuen»

Vor allem mit den beiden Neulingen Huber und Keller war Jacobacci nach der Partie zufrieden, «die beiden haben eine gute, ansprechende Leistung gezeigt und wenig zugelassen. Das war sicherlich ein Lichtblick heute». Ansprechend war auch der Beginn der Partie, hatten die Hausherren in dieser Phase gar etwas mehr von der Partie. Nach einer Viertelstunde scheiterte Vonlanthen alleine vor Frick, der die Wiler Führung mit seiner Parade verhinderte. Statt 1:0 stand es wenige Minuten später 0:1. Ein unglücklicher Befreiungsschlag der Äbtestädter Defensive landete bei den Genfern, welche direkt den Gegenangriff lancieren konnten. Nach einem Vitkieviez Rückpass von der Grundlinie traf Alphonse aus kurzer Distanz mit der ersten Chance zur Führung. In der Folge flachte das Geschehen zunehmend ab. Die Wiler kontrollierten die Partie zwar über weite Strecken, rannten aber wie so oft in dieser Saison wieder einem Rückstand hinterher. «Wir konnten die erste Halbzeit über weite Strecken ausgeglichen gestalten. Wenn wir mit der ersten Chance in Führung gehen, wäre die Partie bestimmt anders verlaufen. Beim Gegentor müssen wir uns jedoch an die eigene Nase fassen», so das Fazit zur ersten Halbzeit von Wil Trainer Jacobacci. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck auf das Heimteam und kamen nach fünf Minuten bereits zur ersten Möglichkeit. Sauthier genoss auf der rechten Seite zu viele Freiheiten und konnte so eine butterweiche Flanke zur Mitte schlagen. Routinier Alphonse nahm die Einladung dankend an und nickte zum 0:2 ein.

Mangelhafte Defensivarbeit

Nur wenige Zeigerumdrehungen später wurde der Genfer Torhüter frühzeitig unter die Dusche geschickt. Auf eine Balleroberung im Mittelfeld folgte der direkte Angriff durch Maroufi, welcher von Frick leicht ausserhalb des Strafraums von den Beinen geholt wurde. Den fällige Freistoss knallte Yilmaz in die Mauer. Vorbei war die Wiler Chance, doch nochmals zurück in die Partie zu finden. Es kam gar noch schlimmer. Nur Momente später umspielte Liga Topscorer Jean-Pierre Nsame Wil Keeper Deana und schob zur 0:3 Vorentscheidung ein. Über 30 Minuten agierten die Wiler mit einem Mann mehr und brachten es dennoch nicht fertig, daraus Kapital zu schlagen. Dies attestierte auch Jacobacci nach dem Schlusspfiff. «Wir haben es in Überzahl nicht geschafft, genügend Druck auf den Gegner aufzubauen». Weil nach 75 Minuten zuerst Maroufi mit einer Grosschance scheiterte und Fazli nur Sekunden später eine Direktabnahme nicht im Tor unterbringen konnte, blieb es bis zum Schluss beim 0:3 aus Sicht des Heimteams. Die Wiler tun gut daran, diese Niederlage nun schnell zu verdauen und sich auf die anstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Mit Chiasso und Le Mont stehen in den kommenden Wochen zwei äusserst wichtige und wegweisende Auswärtspartien auf dem Programm. Wollen die Wiler im Abstiegskampf bestehen, müssen nun auf fremdem Terrain zwingend Punkte her.

FC Wil 1900 – Servette FC 0:3 (0:1)

IGP Arena – 780 Zuschauer – SR: David Schärli

Tore: 22. Alphonse 0:1, 51. Alphonse 0:2, 63. Nsamé 0:3.

Wil: Deana; Huber, Bühler (77. Mlinar), Ajeti, Keller; Scholz, Stillhart; Maroufi, Yilmaz (57. Rahimi), Vonlanthen (84. Schiavano); Fazli.

Servette: Frick; Sauthier, Mfuyi, Cadamuro, Le Pogam; Castro, Cespedes; Vitkieviez (83. Berisha), Alphonse (54. Gonzalez), Maouche (68. Faug-Porret); Nsame.

Bemerkungen: Wil ohne Gomis, Bottani, Lombardi, Schäppi, Ozokwo, Gjoshi (alle verletzt), Freid und Breitenmoser (beide nicht im Aufgebot). Servette ohne Delley (gesperrt), Doumbia (verletzt), Fargues und Yagan (beide nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 20. Alphonse (Foul), 44. Stillhart (Foul), 49. Keller (Foul), 72. Vitkieviez (Foul), 93. Scholz (Foul).

Platzverweis: 53. Frick (Notbremse).

Shaho Maroufi kompensierte den kurzfristigen Ausfall von Mattia Bottani. Gross aufgefallen war er jedoch nicht.
Shaho Maroufi kompensierte den kurzfristigen Ausfall von Mattia Bottani. Gross aufgefallen war er jedoch nicht.

Etienne Scholz zählt mitlerweile zum Stammpersonal im Mittelfeld und gibt das Vertrauen mit guten Leistungen zurück.
Etienne Scholz zählt mitlerweile zum Stammpersonal im Mittelfeld und gibt das Vertrauen mit guten Leistungen zurück.

Zu Beginn der Rückrunde war Pascal Huber als Linksverteidiger gesetzt. Nach 3 Partien ohne Einsatz, stand Huber wieder in der Startelf.
Zu Beginn der Rückrunde war Pascal Huber als Linksverteidiger gesetzt. Nach 3 Partien ohne Einsatz, stand Huber wieder in der Startelf.