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Uzwil: 12.07.2017
Realitätsnah probten die Rettungsdienste die Zusammenarbeit auf der Autobahn. Beobachtet von Schaulustigen entfernt die Feuerwehr das Dach eines Unfallwagens, damit die  verletzte Person medizinisch versorgt werden kann.<br>Quelle: Bildform Henau, Peter Dotzauer
Realitätsnah probten die Rettungsdienste die Zusammenarbeit auf der Autobahn. Beobachtet von Schaulustigen entfernt die Feuerwehr das Dach eines Unfallwagens, damit die verletzte Person medizinisch versorgt werden kann.
Quelle: Bildform Henau, Peter Dotzauer

Die Feuerwehr hats im Griff
Nebst dem klassischen Feuerwehr-Handwerk waren die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und die eigene Sicherheit auf der Autobahn wichtige Themen der Übung.
gk
Wenns auf der Autobahn knallt, zählt jede Minute. Müssen die Handgriffe sitzen, muss die Zusammenarbeit der Rettungskräfte eingespielt funktionieren. Gleichzeitig ist jeder Einsatz auf der Autobahn eine Herausforderung, der Verkehr rollt nebendurch.

Üben, üben, üben. So sorgen die Rettungskräfte für die nötige Erfahrung. Ende Juni übten die vier Strassenrettungsstützpunkte Münchwilen, Wil, Gossau und Uzwil zusammen mit dem Rettungsdienst. Jede Feuerwehr hatte zweimal die Möglichkeit, mit wechselnden Feuerwehrleuten auf der Autobahn zu üben.

Die Ausgangslage: Ein Verkehrsunfall, verletzte Personen im Fahrzeug eingeklemmt. Aufgabe der Feuerwehren war, die eingeklemmten Personen fachgerecht und sicher aus den Fahrzeugen zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben. Dabei setzten die Feuerwehren schwere hydraulische Rettungsgeräte ein, um Autodächer abzutrennen und zu entfernen.

Neun Autos verschnitten
Nebst dem klassischen Feuerwehr-Handwerk waren die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und die eigene Sicherheit auf der Autobahn wichtige Themen der Übung. Das Kurzfazit des Uzwiler Feuerwehrkommandanten Mirco Miotto: «Wir haben unsere Übung mit Bravour absolviert.» Ein paar Zahlen zur besonderen Übung: Mit 100 Kilometern pro Stunde brauste der Verkehr an den Rettern vorbei. 11 Stunden waren die Einsatzkräfte insgesamt auf der Autobahn präsent, am Ende des Tages hatten die vier Feuerwehren neun Autos verschnitten.

Miliz
Die Feuerwehren sind klassische Milizorganisationen. Sie bauen darauf, dass Männer und Frauen einen Teil ihrer Zeit für andere einsetzen. Damit die Organisationen miliztauglich bleiben, brauchen sie professionellen Support. In Uzwil ist beispielsweise der Kommandant in einem Teilpensum tätig, der Materialwart ist ein Profi und die Feuerwehr wird administrativ von der Gemeindeverwaltung unterstützt. Aktuell rekrutiert die Feuerwehr einen zusätzlichen Mitarbeiter.

Verschiedene Aufgaben, die bisher Milizangehörige ausgeübt haben, werden zusammengefasst. Sie können auf Dauer im Milizsystem nicht sichergestellt werden. Gemeinderat Ruedi Müller, Präsident der Feuerschutzkommission, ergänzt: «Die Aufgaben der Feuerwehr werden laufend komplexer. Verschiedene Aufgaben verlangen zunehmend mehr Professionalität. Mit geeignetem Support wollen wir das Milizsystem so entlasten, dass es weiterhin funktioniert.»

Zum Kommentar Gemeindepräsident

WEITERE THEMEN
Karten neu gemischt

Ab 1. Oktober gilt das neue Planungs- und Baurecht im Kanton St. Gallen. Nun sind die Gemeinden gefordert.

Das Planungs- und Baurecht: Eine Verbundaufgabe aller drei staatlichen Ebenen. Der Bund gibt die grossen Leitlinien vor, der Kanton verfeinert und definiert sein eigenes Baurecht. Die Gemeinden vollziehen nicht nur, für sie ist die Raumplanung eines der wesentlichsten Steuerungsinstrumente. Richtplanung, Zonenplan, Baureglement: Vieles, was im Bau gilt, basiert auf diesen kommunalen Instrumenten.

Auflagen stehen bevor
Nun hat der Kanton sein neues Baugesetz auf anfangs Oktober in Kraft gesetzt. Einfach gesagt wird alles neu, müssen die Gemeinden ihre Ortsplanungsinstrumente mit Übergangsfristen total erneuern. Eine Aufgabe, die in den nächsten Jahren hohe personelle und finanzielle Ressourcen binden wird. Und gleichzeitig bedeutet das Inkrafttreten des neuen Baugesetzes für die Gemeinden auch: Verschiedene laufende Vorhaben müssen vorher noch einen Schritt weiter kommen, sonst sind sie blockiert.

Ein Beispiel: Umzonungen mit Teilzonenplänen sind den Gemeinden ab Oktober bis auf Weiteres verwehrt. Denn: Das neue Baugesetz definiert neue Zonenarten. In den kommunalen Baureglementen sind die Umsetzungsdetails dazu noch nicht definiert. Das bedeutet für die Gemeinden: In vielen Entwicklungsvorhaben sind sie zusammen mit Privaten seit längerer Zeit an Projektentwicklungen. Erfordern diese Anpassungen im Zonenplan, müssen sie jetzt – noch unter der heutigen Gesetzgebung – öffentlich aufgelegt werden. Und so werden auch wir im nächsten Uzwiler Blatt den Startschuss für verschiedene öffentliche Auflagen geben. Damit Entwicklungsvorhaben nicht durch das Inkrafttreten des neuen Baugesetzes für Jahre blockiert werden.

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Vorgestellt
Die Jugi, Kitu und Muki STV Uzwil bieten den Kindern von 4 bis 12 Jahren ein polysportives Programm. Egal, ob gespielt, Leichtathletik oder Geräteturnen betrieben wird, kommt der Spass nicht zu kurz. Am Jugitag können sich die Kinder unserer Riegen in verschiedenen Disziplinen miteinander messen. Eine Jugireise gehört jedes Jahr ins Programm. Auch das Muki-Turnen für die Kleinen mit den Mamis ist sehr abwechslungsreich. Haben wir dein Interesse geweckt? Schau doch einfach mal im Training vorbei oder melde dich bei unseren Kontaktpersonen. Weitere Auskünfte auf www.stvuzwil.ch oder direkt bei Susanne Traxler, 071 951 51 62.
Infos zur IG Sport und Aktuelles zu den Mitgliedervereinen finden Sie im Internet: www.ig-sport-uzwil.ch.

Die Region Uzwil bewegt – lassen auch Sie sich bewegen. Auch für Sie ist ein passendes Angebot dabei. Garantiert! | Thomas Dudli


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Elektroautos im Vormarsch
Am 9. September zeigen wir Ihnen, was sich in Sachen Elektroautos tut. Vorbereitend für diesen Anlass trafen sich die Aussteller. Der CEO von Advanced Materials bei Bühler zeigte spannend auf, wo in der Elektromobilität schon jetzt überall Bühler-Komponenten im Einsatz sind.

Die Automobilindustrie steht vor grossen Entwicklungen. Verschiedene Automarken kündigten einen Schwenker hin zur Elektromobilität an. Zeit also, sich damit auseinanderzusetzen. Und – nach einer Probefahrt – schlicht festzustellen: Auch elektrisch betriebene Autos haben vier Räder und bringen von A nach B. Genau diese Erfahrung können Sie am 9. September auf dem Raiffeisenplatz machen, probefahren.

Vorfreude auf den 9. September
Am Branchentreff bereiteten sich die verschiedenen Aussteller vom September auf den Anlass vor und tauschten ihre Erfahrungen aus. Samuel Schär, CEO von Advanced Materials von Bühler, zeigte detailliert und verständlich auf, wo sich das Uzwiler Unternehmen in Schlüsseltechnologien engagiert. Ob Solarpanels, Fahrzeugkomponente oder in der Batterieherstellung: Bühler ist mit seinen Technologien im Wandel hin zur Energiewende engagiert. Selbst für die Teilnehmenden des Branchentreffs waren Ausmass und Breite des Uzwiler Technologiekonzerns in dieser Thematik überraschend. Und so freuen sich die Verantwortlichen des Anlasses vom 9. September, dass dort nebst Elektroautos, Photovoltaikanlagen, Speichermöglichkeiten und Steuerungstechnologie auch Bühler für die breite Öffentlichkeit präsent ist.

Die Liste der Aussteller und Fahrzeuge sowie weitere Infos finden Sie unter www.e-mobile.ch und dort unter Elektromobilität und Solarstrom > Agenda .

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Augenblick
Kennenlernen, austauschen, sportliche Betätigung: Auf dem Oberuzwiler Tennisplatz wurden asylsuchende Kinder durch die Trainer Jana Kozakova, Jaromir Kozak und Kuba Kusner empfangen. Nach dem Einlaufen standen verschiedene sportliche Aktivitäten auf dem Programm. Anschliessend durften die Kinder zusammen mit dem Trainerteam zu Mittag essen. Am nächsten Tag lud die Begeitgruppe für Asylsuchende zum Ausflug ein. Ein Spaziergang von Niederuzwil über den Begegnungsplatz zur Thur, nach Henau, zum Bettenauerweiher und zurück brachte den Asylsuchenden die Gegend näher. Zur grossen Freude der Asylsuchenden. Gemeinde, Kids und Asylsuchende bedanken sich bei allen, die dabei waren und das möglich gemacht haben. | Julia Gsell

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Einbürgerungsgesuch liegt öffentlich auf
Der Einbürgerungsrat hat am 17. Januar 2017 folgendem Einbürgerungsgesuch zugestimmt: Kozakova Karolina, geb. 12. April 2005, Staatsangehörige der Tschechischen Republik, Zahnershueb 6, 9240 Uzwil | Das Dossier liegt vom 17. Juli bis 16 August 2017 beim Sozialamt Uzwil, Bahnhofstrasse 115, öffentlich auf. Wer in der Gemeinde Uzwil stimmberechtigt ist, kann während der Auflagefrist Einsicht in die Auflagedossiers nehmen (BRG. Art. 22) und gegen den Einbürgerungsbeschluss schriftlich und begründet Einsprache beim Einbürgerungsrat Uzwil, Bahnhofstrasse 115, 9240 Uzwil erheben (BRG. Art. 24). Die Einsprache darf keine Auskünfte enthalten, die gegen das Verbot der Diskriminierung verstossen (BRG. Art. 25).

Am Branchentreff vernetzten sich die Teilnehmenden rund um Themen wie Elektromobilität, Lade-infrastruktur, eigenen Sonnenstrom für die Mobilität verwenden und zwischenspeichern.<br>Quelle: Urs Schwegler
Am Branchentreff vernetzten sich die Teilnehmenden rund um Themen wie Elektromobilität, Lade-infrastruktur, eigenen Sonnenstrom für die Mobilität verwenden und zwischenspeichern.
Quelle: Urs Schwegler

Die Jugi, Kitu und Muki STV Uzwil bieten den Kindern von 4 bis 12 Jahren ein polysportives Programm. Bild: Jugendriege STV Uzwil
Die Jugi, Kitu und Muki STV Uzwil bieten den Kindern von 4 bis 12 Jahren ein polysportives Programm. Bild: Jugendriege STV Uzwil

Kennenlernen, austauschen, sportliche Betätigung: Auf dem Oberuzwiler Tennisplatz wurden asylsuchende Kinder durch die Trainer Jana Kozakova, Jaromir Kozak und Kuba Kusner empfangen.
Kennenlernen, austauschen, sportliche Betätigung: Auf dem Oberuzwiler Tennisplatz wurden asylsuchende Kinder durch die Trainer Jana Kozakova, Jaromir Kozak und Kuba Kusner empfangen.