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Sportanlage Stacherholz, Arbon: 11.08.2017


Ostschweizer Duell im Schweizer Cup
Der FC Wil trifft im Schweizer Cup auf den FC Arbon
Gianluca Lombardi
Noch vor wenigen Jahren galt der FC Wil als Cup-Mannschaft und mischte immer wieder im Konzert der Grossen mit. Doch diesen Ruf hat man sich in den letzten Versuchen leider verspielt, zu oft ist man an unterklassigen Mannschaften gescheitert. Es gilt nun, sich wieder zu rehabilitieren und wieder zu alten Tugenden zurück zu kehren.

Eines ist am Samstag Gewiss, der FC Wil ist beim Gastspiel in Arbon der grosse Favorit. Alles andere als ein Sieg, wäre doch eine grosse Überraschung. Doch der Cup hat immer seine eigenen Gesetze, das ist eben mehr als nur eine alte Floskel. Nach den Pokal-Auftritten in den letzten Jahren, sollte die Mannschaft aus dem Wiler Südquartier gewarnt sein.

Gross war die Freude beim FC Arbon, als dieser sich mit 11:10 nach Elfmeterschiessen gegen Wängi durchgesetzt hat. Der FC Arbon steht in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups und darf auf grosse Namen hoffen. Mit dem FC Wil wurde sicher nicht das ganz grosse Los gezogen, aber es steht ein Derby an. Ein Umstand, der die Partie umso interessanter macht.

Cupspiel mit Derbycharakter

Wenn am Samstag die beiden Mannschaften auf der Sportanlage Stacherholz aufeinandertreffen, dann ist eines Gewiss: Der FC Wil wird gefordert sein! Konrad Fünstück hat mit seinem Trainerteam den FC Arbon bereits beobachtet und sieht eine Mannschaft die verdient in der ersten Cup-Runde steht und viele feine Fussballer in seinen Reihen hat.

Ähnlich wie bei den Gästen ist die Zusammensetzung des Kaders der Arboner. So verfügt auch das Team vom Bodensee über sehr viele junge Spieler, mit Ergänzung von einigen Routiniers. Der FC Wil zeigt aktuell, dass eine solche Zusammensetzung funktioniert und einen bissigen und willigen Fussball bieten kann. Man sollte also gewarnt sein und sich auf einen richtigen Cup-Fight einstellen.

Der Favoritenrolle gerecht werden

Für den FC Arbon muss am Samstag doch vieles zusammenpassen, wenn man die Gäste aus der Äbtestadt schlagen will. Die Unterschiede zwischen der 2. Liga regional und er Brack.ch Challenge League sind dann doch sehr gross. Es kommt erschwerend hinzu, dass das Heimteam in dieser Saison noch kein Pflichtspiel bestritten hat, während der FC Wil bereits vier Meisterschaftsspiele absolviert hat.

Es liegt wohl einzig und alleine an den Gästen wie das Spiel ausgehen wird. Im Duell David gegen Goliath wird ab der ersten Minute eine konzentrierte Leistung verlangt. Das Team von Trainer Fünfstück muss dem Gegner zeigen, wer hier der Favorit ist und den Kampf mit Leidenschaft annehmen. Nach den letzten Leistungen darf man aber davon ausgehen, dass die junge Mannschaft der Wiler genau verstanden hat, wie man mit Herzblut und Engagement spielt.