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Zuzwil: 11.08.2017
Sie stellten das Projekt des Netzbaus für Zuzwil vor. v.l. Rudolf Peter, Projektleiter Gemeinde; Richard Ziegler und Markus Schlatter, beide Leucom Stafag AG; Steffen Zinke, Leucom Stafag AG; Reto Deuber und Beat Klaey, beide Swisscom AG und Gemeindepräsident Roland Hardegger.
Sie stellten das Projekt des Netzbaus für Zuzwil vor. v.l. Rudolf Peter, Projektleiter Gemeinde; Richard Ziegler und Markus Schlatter, beide Leucom Stafag AG; Steffen Zinke, Leucom Stafag AG; Reto Deuber und Beat Klaey, beide Swisscom AG und Gemeindepräsident Roland Hardegger.

FTTH für erste 120 Teilnehmer bis Ende Jahr
Erst nach Fertigstellung des Netzes startet die Werbung, ob für die Datenlieferung Leucom Stafag oder Swisscom, oder gar ein Dritter zum Zug kommt.
Niklaus Jung
Für den im Juli 2016 beschlossenen Bau eines Glasfasernetzes für die Gemeinde Zuzwil folgt nun für den ersten Sektor A der aktive Aufbau des Glasfasernetzes. Im Bereich der Unterdorfstrasse und der Herbergstrasse werden Ende Jahr 120 Teilnehmer aus dem Sektor A bis ins Haus erschlossen sein. Der Bau des Netzes erfolgt in Zusammenarbeit der Firmen Leucom Stafag und Swisscom. Die Verträge mit den Hauseigentümern stehen, nur gleich drei Teilnehmer verzichten auf einen Anschluss.

Die Zuzwiler Bürgerschaft stimmte im 2016 bekanntlich einem Kredit von 6,476 Mio. Franken für den Bau eines Glasfasernetzes in der Gemeinde zu. Der Gemeindeanteil beträgt 2,416 Mio. Franken, den Rest teilen sich Swisscom und Leucom Stafag AG. Für die Umsetzung des Projektes gründete die Gemeinde mit Leucom Stafag AG eine Einfache Gesellschaft „zuzwil.net“

An der Medieninformation vom Dienstag informierte die Gemeinde zusammen mit Leucom Stafag und Swisscom über den Baustart des Netzes im ersten Sektor A. Gleichzeitig wurde über die Details der Netzverlegung und die Details der Hausanschlüsse informiert.

Erste 120 Teilnehmer vertraglich gesichert
Die ersten 120 Teilnehmer im Sektor A (Grünring und Sunnepark) wurden mittels vertraglicher Vereinbarung über den Anschluss informiert. Bis auf wenige Eigentümer stimmten alle der Installation des Hausanschlusses mittels Glasfaser zu. Das Glasfasernetz wird im ersten Sektor zuerst vollständig fertig gestellt, bis die Freigabe für die Teilnehmer erfolgen kann. Bis Ende Jahr soll der Zugang über Glasfaser für die 120 Teilnehmer im Sektor A in Betrieb sein. Im 2018 folgt der Anschluss für die weiteren 400 Teilnehmer im Sektor A. Bis zur vollen Erschliessung der ganzen Gemeinde wird es bis zum Jahr 2022 dauern.

Die Leucom Stafag AG Frauenfeld ist für die Planung und Projektleitung sowie für den Netzbau und die Kabelarbeiten ab den Verteilpunkten vor den Liegenschaften verantwortlich. Swisscom baut die Glasfaserzuleitungen auf längeren Strecken aus. Die Bauarbeiten für Rohranlagen werden durch das für Zuzwil zuständige Ing. Büro Graf beauftragt. Tiefbauarbeiten werden durch das Bauunternehmen BrunnerFelix ausgeführt. Ansprechperson bei der Gemeinde ist Bauverwalter Marco Länzlinger.

Beim Datenabo endigt die Zusammenarbeit
Nach der Fertigstellung des Glasfasernetzes startet der Verkauf des Datenabo. Nach der zwar sinnvollen Zusammenarbeit beim Netzbau gehen Leucom Stafag und Swisscom beim Datenabo-Verkauf eigene Wege. Eine Absprache zwischen den beiden Anbietern ist gemäss Vorgaben der Wettbewerbskommission Schweiz nicht erlaubt. Mittels Flyer und Gesprächen werden die Teilnehmer von den beiden Firmen auf das Datenabo angesprochen, um eine vertragliche Vereinbarung zu erreichen.

Es bestehen keine Vereinbarungen bei den Kostenträgern beim Netzbau auch entsprechend Datenabos zu erreichen. Die Wahl ist vollumfänglich dem Teilnehmer überlassen. Allerdings hat der Teilnehmer auch die Wahl einen weiteren Anbieter z.B. Sunrise zu wählen. Für die Wahl des Anbieters der Technischen Betriebe Wil laufen noch Gespräche.

Vier Adern in jedes Haus
Der Glasfaseranschluss ins Haus wird durch die Firma Leucom Stafag AG bis ins Haus erstellt. Wer schon bisher Kabelnetzteilnehmer war, erhält diesen Anschluss bekanntlich kostenlos. Für die Nutzung des Glasfasernetzes ist grundsätzlich eine Ader notwendig. Eine zweite Ader steht für den Kunden in Reserve. Die weiteren beiden Adern ist für die Gemeinde reserviert für spätere Bedürfnisse wie smart meetering etc.

Für die Nutzung des Glasfaserkabels muss der Kunde im Haus zumeist nichts ändern. Einzig eine Anschlussbox muss für die Umwandlung der Daten für die Nutzung im Internet und TV installiert werden.

Feinarbeit bei den Kabelanschlüssen
An Hand einer Kabelspleissung der haarfeinen Glasfaseradern wurde an der Medieninformation die nicht einfache Arbeit vorgestellt. Für die zuverlässige Datenübertragung müssen die Verbindungen absolut sicher ausgeführt sein. Der sichere Verbindungsablauf kann am Gerät mittels Bildschirm beobachtet werden. Ist die Verbindung abgeschlossen und mittels Metallschale wasserdicht gemacht, wird die Verbindung sozusagen reissfest.

Steffen Zinke von Leucom Stafag AG stellte die Spleissung von Glasfaseradern vor.
Steffen Zinke von Leucom Stafag AG stellte die Spleissung von Glasfaseradern vor.

Die Installationstafel informiert über den Kabelverlauf bis ins Haus. Die Anschlussdose ist Endpunkt der Leucom-Stafag-Lieferung. Die Installation im Haus ist Sache des Eigentümers. Eine vorhandene Installation mittels bisherigem Kabelanschluss bedarf keiner Änderung.
Die Installationstafel informiert über den Kabelverlauf bis ins Haus. Die Anschlussdose ist Endpunkt der Leucom-Stafag-Lieferung. Die Installation im Haus ist Sache des Eigentümers. Eine vorhandene Installation mittels bisherigem Kabelanschluss bedarf keiner Änderung.

Der Sektor A in Zuzwil erhält als Erster den Glasfaseranschluss. Allerdings werden erst 120 von total über 500 Teilnehmern bis Ende Jahr den Anschluss nutzen können.
Der Sektor A in Zuzwil erhält als Erster den Glasfaseranschluss. Allerdings werden erst 120 von total über 500 Teilnehmern bis Ende Jahr den Anschluss nutzen können.