iwp logo infowilplus.ch  
Orte
Spezial
IGP Arena, Wil: 12.09.2017
Kenzo Schällibaum zeigte eine gute Leistung.
Kenzo Schällibaum zeigte eine gute Leistung.

Auch Kapitän Marko Muslin war fassungslos über Art und Weise der Niederlage.
Auch Kapitän Marko Muslin war fassungslos über Art und Weise der Niederlage.

Die Fans trotzen dem Regen und unterstützten die Mannschaft lautstark.
Die Fans trotzen dem Regen und unterstützten die Mannschaft lautstark.

Unverdiente Niederlage in Unterzahl
Der FC Wil verliert gegen Neuchâtel Xamax FCS mit 0:1
Gianluca Lombardi
Auch gegen das zweitplatzierte Xamax muss sich der FC Wil geschlagen geben. Trotz doppelter Überzahl tun sich die Gäste gegen ein starkes Heimteam schwer. Zu reden gaben vor allem die die zwei Platzverweise gegen die Wiler.

Vor dem Spiel waren die Rollen klar verteilt, die Gäste aus Neuenburg waren die klaren Favoriten. Doch die Äbtestädter traten keineswegs wie ein Aussenseiter auf, ganz im Gegenteil. Einmal mehr agierte die Truppe von Konrad Fünfstück mit viel Leidenschaft und Wille. Bereits in den Startminuten kristallisierte sich heraus, dass die Karten wohl nochmals neu gemischt werden.

Der Arbeitstag von Andelko Savic endete bereits nach 12 Spielminuten, nach zwei eher fragwürdigen gelben Karten innert einer Minute. Doch es sollte dies nicht die letzte Szene sein, die zu sprechen gab. Wie schon gegen Winterthur, war Wil auch gegen Xamax, trotz Unterzahl, die Spielbestimmende Mannschaft. Die erste grosse Torchance gehörte in der 20. Minute dementsprechend dem Heimteam.

Gute Chancen, keine Tore

Auch in der Folge war von den Neuenburgern nichts zu sehen. Erst nach mehr als einer halben Stunde gaben diese ihren ersten Torschuss ab. Ansonsten waren es die jungen Wilden aus Wil, welche für die Unterhaltung sorgten. Doch neben Keller scheiterte auch Muslin an der letzten Präzision. Ein wunderschöner Freistoss von Cortelezzi war der Schlusspunkt einer guten ersten Halbzeit.

Der zweite Durchgang startete mit einem Paukenschlag. Auch Basil Stillhart wurde mit einer gelb-roten Karte des Feldes verwiesen. Wer nun dachte, dass Xamax in doppelter Überzahl das Zepter an sich reisst, der wurde eines Besseren belehrt. Zwar resultierte eine optische Überlegenheit der Gäste, die willigere und agilere Mannschaft war aber jene aus Wil.

Ein Tor macht den Unterschied

Den spielentscheidenden Treffer erzielte in der 51. Spielminute Karlen, auf Zuspiel von Tréand. Es ist aber positiv zu erwähnen, dass die Wiler auch nach diesem Treffer nicht aufgaben. Zu neunt haben Sie alles in die Waagschale geworfen um doch noch irgendwie zum Ausgleich zu kommen. Die Hypothek war mit den zwei Platzverweisen dann aber doch zu gross.

Trainer Konrad Fünfstück war mit der Leistung seiner Spieler trotzdem zufrieden. Man muss der Mannschaft hoch anrechnen, dass Sie jederzeit an sich geglaubt hat. Das zeugt von grosser Qualität und einer starken Mentalität. Mit diesen Qualitäten dürfen sich die Spieler gegen Thun gute Chancen ausrechnen. Mit ein wenig Wettkampfglück kann der FC Wil eine Überraschung schaffen.

FC Wil 1900 – Neuchâtel Xamax FCS 0:1 (0:0)

IGP Arena, Wil: 920 Zuschauer. – SR: Jancevski

Tore: 51. Karlen 0:1.

FC Wil 1900: Baumann; Goncalves, Lekaj, Muslin, Schällibaum; Scholz (54. Zé Eduardo), Stillhart, Latifi; Cortelezzi (51. Maroufi), Savic, Keller (73. Kucani).

Neuchâtel Xamax FCS: Jacot; Gomes, Sejmenovic, Djuric, Obexer; Di Nardo, Corbaz (71. Ramizi); Nuzzolo, Doudin, Tréand (89. Veloso); Karlen (58. Nimani).

Bemerkungen: Wil ohne Vonlanthen, Lombardi, Sacirovic, Huber (alle Verletzt), Atila (gesperrt), Ilazi, Pugliese, Rahimi, Schiavano, Gjoshi, Rösler und Miesch (alle nicht im Aufgebot). Neuchâtel ohne Qela und Walthert (beide verletzt), Farine, Escalano, Alic, Xhemajli, Mulaj und Kilezi (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 11. Savic (Foul), 17. Stillhart (Foul), 19. Corbaz (Foul), 53. Lekaj (Foul), 62. Obexer (Foul), 69. Zé Eduardo (Foul)

Ausschlüsse: 12. Savic (Foul, Gelb-Rot), 47. Stillhart (Foul, Gelb-Rot)

Nicolas Jancevcski, seine Entscheidungen sorgten für hitzige Diskussionen.
Nicolas Jancevcski, seine Entscheidungen sorgten für hitzige Diskussionen.

Etienne Scholz auf dem Weg Richtung Tor.
Etienne Scholz auf dem Weg Richtung Tor.

Granit Lekaj spielte für den gesperrten Atila in der Innenverteidigung.
Granit Lekaj spielte für den gesperrten Atila in der Innenverteidigung.