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Flawil: 05.10.2017
Die Bauarbeiten in der Gemeindebibliothek befinden sich auf der Zielgeraden. "Es ist gelungen, das Alte mit dem Modernen zu kombinieren".
Die Bauarbeiten in der Gemeindebibliothek befinden sich auf der Zielgeraden. "Es ist gelungen, das Alte mit dem Modernen zu kombinieren".

Gemeindebibliothek Flawil: Der grosse Umbau steht vor dem Abschluss
Am Dienstag, 17. Oktober 2017, öffnet die Gemeindebibliothek wieder ihre Türen.
rkf
Bald präsentiert sich die Gemeindebibliothek Flawil in ihrem neuen Kleid. Denn der Umbau und die Sanierung befinden sich auf der Zielgeraden. Ende September liess sich der Gemeinderat bei einer Baustellenbesichtigung durch die neu gestalteten Bibliotheksräume führen.

1974 war‘s, als die Gemeindebibliothek von den Räumen unter der Turnhalle Grund an die Bahnhofstrasse ins Bezirksgebäude zog.

Umfassende Sanierung beschlossen
Seither wurde in der Bibliothek praktisch nichts mehr verändert. Die Räumlichkeiten entsprachen in verschiedenen Belangen nicht mehr den heutigen Anforderungen. So fehlte zum Beispiel ein hindernisfreier Zugang, namentlich für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator. Zudem drängte sich unter anderem neben der Optimierung der gesamten Beleuchtung auch eine Neu- und Umgestaltung der Möblierung auf.

Um die Gemeindebibliothek zu modernisieren, genehmigte der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 24. Januar 2017 ein umfassendes Sanierungskonzept. Die geplanten Kosten des Gesamtprojektes belaufen sich auf 1,1 Millionen Franken. Fast 75 Prozent der Aufträge wurden an Flawiler Unternehmen vergeben.

Modernes, schönes Kleid
In einer ersten Etappe wurden die brandschutztechnischen Anpassungen sowie der Ausbau des Archivs/Sitzungszimmers im Untergeschoss durchgeführt. Die Hauptarbeiten begannen am 10. Juli 2017. Inzwischen befinden sich der Umbau und die Sanierung in der Schlussphase. Am Dienstag, 17. Oktober 2017, öffnet die Gemeindebibliothek wieder ihre Türen. Sie wird sich dann in einem modernen, zeitgemässen und schönen Kleid präsentieren. Dabei ist es gelungen, das Alte mit dem Modernen zu kombinieren. Davon konnte sich der Gemeinderat Ende September bei einer Baustellenbesichtigung überzeugen.

Transparenter Eingang
Für die zweite Bauetappe musste die Gemeindebibliothek geschlossen werden. Die zweite Sanierungsetappe wurde genutzt, um die Eingangsbereich neu zu gestalten, die Beleuchtung, Fenster und Böden zu ersetzen, die Wände und Decken zu streichen, die sanitären Einrichtungen zu erneuern, eine Teeküche zu installieren und alle Räume zu möblieren.

Der Eingang ist nun transparent. Es ist gleich zu sehen, wer die Gemeindebibliothek betritt. Die Medienrückgabe-Stelle ist im Zentrum des Raumes. Bei der Ausgabetheke befindet sich auch die Arbeitstheke und in unmittelbarer Nähe die Teeküche. Aus dem Teppich ist ein Parkett geworden, der widerstandsfähig ist. Die WC-Anlagen sind behindertengerecht. Und bis zur Eröffnung wird unter anderem noch der behindertengerechte Zugang zur Gemeindebibliothek fertiggestellt.

Tag der offenen Tür
Bis am 17. Oktober, dem Tag der Eröffnung, wird alles fertig und eingerichtet sein. Auch wenn Schulferien sind, wird die Gemeindebibliothek am Samstag, 21. Oktober, geöffnet sein, ehe am Samstag, 4. November, der Tag der offenen Tür auf dem Programm steht. Und da bis dahin noch einiges zu tun ist, wünschte Gemeindepräsident Elmar Metzger den Beteiligten «einen guten Endspurt». Und: «Wir freuen uns auf die Eröffnung.»

WEITERE THEMEN
Stickerquartier: Start des Mitwirkungsverfahrens

Das bahnhofnahe Stickerquartier besticht noch heute durch seine einheitliche, prägnante ortsbauliche Struktur. Der Gemeinderat möchte, dass der Charakter des Stickerquartiers erhalten bleibt. Es soll aber auch möglich sein, dieses sensibel weiterzuentwickeln. Der Rat hat nun den Quartierrichtplan für das öffentliche Mitwirkungsverfahren freigegeben.

Die bestehenden Bauten im Gebiet zwischen Rössli-, Oberdorf-, Enzenbühl- und Wilerstrasse, früher Alt-Flawil genannt, sind noch weitgehend im Stil der Stickerhäuser aus der Bauperiode um 1870 bis 1915 gehalten. Das gibt dem Quartier und damit Flawil einen besonderen, identitätsstiftenden Charakter. Mit dem vorliegenden Quartierrichtplan «Stickerquartier» möchte der Gemeinderat die prägenden Elemente des Quartiers sichern und den öffentlichen Raum aufwerten. Sensibel konzipierte und qualitativ hochwertige Ersatzbauten und Renovationen werden weiterhin möglich sein.

Quartierinterne Vernehmlassung
Im März 2014 und April 2016 fanden im Lindensaal Informationsveranstaltungen für die Grundeigentümer und Anwohner zum Thema «Quartierentwicklung Stickerquartier» statt. Im Anschluss daran erfolgte eine quartierinterne Vernehmlassung. Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 5. September 2017 die eingegangenen Rückmeldungen der Anwohner zur Kenntnis genommen und in der Folge Anpassungen im Richtplantext vorgenommen. Nun hat der Rat den Quartierrichtplan für das öffentliche Mitwirkungsverfahren freigegeben.

Quartierrichtplan liegt auf
Der Quartierrichtplan «Stickerquartier» liegt nun im Gemeindehaus Flawil, Bahnhofstrasse 6, im 3. Stock beim Anschlagbrett des Geschäftsfelds Bau und Infrastruktur auf. Die Unterlagen sind zudem auf www.flawil.ch unter der Rubrik «Aktuelles ? Projekte» aufgeschaltet. Das Mitwirkungsverfahren dauert vom 9. Oktober 2017 bis 7. November 2017. Anregungen sind an folgende Adresse zu richten: Gemeinde Flawil, Geschäftsfeld Bau und Infrastruktur, Bahnhofstrasse 6, 9230 Flawil oder per E-Mail an bau-infrastruktur@flawil.ch.
Im Anschluss an das Mitwirkungsverfahren wird der Quartierrichtplan vom Gemeinderat genehmigt und den zuständigen kantonalen Behörden zur Kenntnisnahme unterbreitet.

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Flawiler «Strassenmusikanten» begeistern in St.Gallens Gassen
Wer am Samstagnachmittag, 23. September 2017, in den Gassen St.Gallens unterwegs war, hat bestimmt das Gitarrenensemble der Musikschule Flawil als Strassenmusikanten erlebt. Das Projekt wurde zu einem grossen Erfolg.

Das Strassenmusikprojekt wurde von Peter Maklar, dem Gitarrenlehrer der Musikschule Flawil, zusammen mit der Flawiler Sängerin Miriam Sutter und ihren Schülerinnen ins Leben gerufen. Vor dem Auftritt in den Gassen St.Gallens wurde emsig geprobt. Die Spannung und die Vorfreude auf diesen besonderen Auftritt waren gross. Werden die Leute überhaupt zuhören? Spielt das Wetter mit? Werden auch Münzen in den aufgestellten Gitarrenkoffer fallen? Diese Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler.

Grosser Erfolg
Die Fragen konnten hinterher alle mit Ja beantwortet werden. Das Strassenmusikprojekt wurde zu einem grossen Erfolg. Die Sonne schien, die Atmosphäre in den Gassen wirkte sich auf die Musikanten und das zahlreiche Publikum beflügelnd aus. Die Menschen, die durch die Gassen flanierten, liessen sich von der Musizierfreude der Kinder begeistern. Immer wieder bildeten sich grosse Zuschauer- und Zuhörergruppen. Die Flawiler Musikantinnen und Musikanten spielten und sangen aus Herzenslust, dass es eine Freude war. Und: Der Instrumentenkoffer füllte sich schnell mit vielen Batzen. Eine Zuhörerin engagierte das Ensemble sozusagen «von der Gasse weg» für einen Konzertnachmittag im Dezember. Und so treten die Flawiler «Strassenmusikanten» am Sonntag, 3. Dezember 2017, um 14.30 Uhr im Kirchhoferhaus an der Museumsstrasse 27 in St.Gallen auf.

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Ablesen – das war mal!
Die «Ableser» kommen, hiess es einst. Und heute? Es ist nur noch ein «Ableser» der Technischen Betriebe Flawil während einer Woche unterwegs. Doch auch das wird bald Vergangenheit sein. Trotzdem werden die Strom-, Gas- und Wasserzähler nach wie vor abgelesen.

Es war ein Aufruf der Technischen Betriebe Flawil (TBF), der bis vor einigen Jahren mit schöner Regelmässigkeit kam. Im Herbst machten die TBF die Bevölkerung jeweils darauf aufmerksam, dass die «Ableser» wieder unterwegs seien und sämtliche Strom-, Gas- und Wasserzähler ablesen würden. Diese halbjährlichen Ablesungen seien mit enormen Aufwendungen verbunden, da der Zugang zu den verschiedenen Objekten immer schwieriger werde, hiess es. Und diese Feststellung wurde mit der Bitte verbunden, doch für einen freien Zugang zu den Zählern zu sorgen. Damit bliebe den «Ablesern» viel Zeit erspart.

Eindrückliche Zahlen
Heute bleiben solche Aufrufe und Hinweise der TBF aus. Das will aber nicht heissen, dass nicht mehr abgelesen wird. Auch heute werden die Strom-, Gas- und Wasserzähler abgelesen, doch die Zeiten haben sich eben frappant geändert. Oder wie Werner Knöpfel von den TBF sagte: «Wir haben nach wie vor Zähler. Doch diese lesen sich selber ab.» Ein Satz, der so einiges über die Entwicklung auf diesem Gebiet aussagt. Anhand von Zahlen lassen sich die grossen Fortschritte der vergangenen fünf Jahre eindrücklich aufzeigen. Wurden im September 2012 noch 8400 Zähler manuell abgelesen, sind es im September 2017 noch deren 70. 2012 gab es erst 350 Zähler in der Fernauslesung. Und heute, fünf Jahre später, sind bereits 8100 Zähler in der Fernauslesung, und 600 Zähler werden per Funk ausgelesen.

Ein Blick auf vergangene Zeiten
Gerade noch 70 Zähler müssen also manuell abgelesen werden – in den Aussenweilern, auf entlegenen Höfen und bei der Dorfkooperation Wolfertswil. Dafür ist ein «Ableser» nur noch während einer Woche unterwegs. Und da auch diese Zähler bald ersetzt sein werden, lud die TBF zu einem kleinen Anlass unter dem Titel «Ablesen war mal».

Mit ehemaligen «Ablesern» blickte Werner Knöpfel auf vergangene Zeiten zurück. Es waren Erinnerungen an Zeiten, als die «Ableser» noch mit Büchern unterwegs waren. Einer von ihnen war Godi Rhyner, der befand, das Buch sei schon auch ein Vorteil gewesen. Man habe es dort wirksam einsetzen können, wo es einen bösen Hund gab. Oder, als es noch den Gaszähler gab, den man mit 20-Räpplern füttern musste. Irgendwann kamen die ersten elektronischen Ablesegeräte, «die hin und wieder nicht funktionierten», so Ruedi Leuenberger. Nicht alle hätten sich mit dem «Absaugen» dieser elektronischen Ablesegeräte anfreunden können. Denen habe man halt ein Papier mitgegeben. Und schliesslich folgte der Echelon-Zähler. Er führte dazu, dass man nicht mehr ins Haus gehen musste. Bei ihm lässt sich der Zählerstand per Knopfdruck abrufen.

Godi Rhyner (links) erzählt Werner Knöpfel, wie es damals war, als er als «Ableser» noch mit den Büchern unterwegs war.
Godi Rhyner (links) erzählt Werner Knöpfel, wie es damals war, als er als «Ableser» noch mit den Büchern unterwegs war.

Ruedi Leuenberger (links) erklärt Werner Knöpfel, wie das «Absaugen» der elektronischen Ablesegeräte funktioniert.
Ruedi Leuenberger (links) erklärt Werner Knöpfel, wie das «Absaugen» der elektronischen Ablesegeräte funktioniert.

Musizieren in den Gassen: Das Strassenmusikprojekt der Musikschule Flawil wurde zu einem grossen Erfolg.
Musizieren in den Gassen: Das Strassenmusikprojekt der Musikschule Flawil wurde zu einem grossen Erfolg.

Photovoltaikanlage auf dem Dach der Alterssiedlung: <br>Die Technischen Betriebe Flawil (TBF) möchten auf dem Dach der Alterssiedlung Feld eine Photovoltaikanlage bauen. Die Gesamtfläche der Anlage beträgt 263 Quadratmeter.
Photovoltaikanlage auf dem Dach der Alterssiedlung:
Die Technischen Betriebe Flawil (TBF) möchten auf dem Dach der Alterssiedlung Feld eine Photovoltaikanlage bauen. Die Gesamtfläche der Anlage beträgt 263 Quadratmeter.