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Henau: 09.10.2017
Noch gibt es ein paar wenige Leute, die Gemüse, Früchte, Blumen und Brote für die Dekoration vor dem Altar in der Kirche zur Verfügung stellen. Dank dieser Gaben bekommt das Erntedankfest einen würdigen Rahmen.
Noch gibt es ein paar wenige Leute, die Gemüse, Früchte, Blumen und Brote für die Dekoration vor dem Altar in der Kirche zur Verfügung stellen. Dank dieser Gaben bekommt das Erntedankfest einen würdigen Rahmen.

Gisela Loser und fleissige Helfende haben vor dem Altar einen schönen Aufbau mit den Früchten aus Garten und Feld gemacht.
Gisela Loser und fleissige Helfende haben vor dem Altar einen schönen Aufbau mit den Früchten aus Garten und Feld gemacht.

Erntedank: Von den Bienen lernen
Die St.Sebastianspfarrei Henau pflegt den Brauch des Erntedankes mit einem Gottesdienst.
Cecilia Hess
Noch gibt es ein paar wenige Leute, die Gemüse, Früchte, Blumen und Brote für die Dekoration vor dem Altar in der Kirche zur Verfügung stellen. Dank dieser Gaben bekommt das Erntedankfest einen würdigen Rahmen. Eine tragende Rolle spielte am Sonntag auch der Jodlerclub Uzwil. Liturg Kari Bürgler wählte die Biene als Symbol für den Umgang mit Ressourcen.

Dank Jost Marty, dem ersten Komponisten einer Jodlermesse, spielt der Jodlerclub Uzwil Jahr für Jahr am Erntedankfest eine wichtige Rolle. Was vorne vor dem Altar von Gisela Loser und ihrem Helferteam an Produkten aus Feld und Garten aufgebaut worden war, nahm der Jodlerclub im Sonntagsgottesdienst in seinen Gesängen auf. Er betonte die Wichtigkeit des Bodens, sang «Dir Herr gilt der Dank» und verband so Himmel und Erde. Gerade in diesem Jahr, in dem Frost und Trockenheit auf die Ernte einen Einfluss haben, wird bewusst, dass Nahrung nicht selbstverständlich ist.

Blüten brauchen die Bienen
«Geh zur Biene, lerne Weisheit, lerne von ihr Arbeit, Glück…», so steht es an diesem oder jenem Bienenhaus geschrieben. Die Biene, ihr System, Nektar zu gewinnen, ohne die Blumen zu zerstören, ja, dabei sogar die Bestäubungsarbeit zu übernehmen, nahm Liturg Kari Bürgler als Thema auf, das sich durch den ganzen Gottesdienst zog und auch in den Gebeten eine Rolle spielte. Die Biene diente als Vorbild für massvolles Handeln, Leben und Verbrauchen und – das Leben in Gemeinschaft.

Wie ein Weckruf wirkte die kleine Geschichte anstelle der Lesung. Ein Sturm hat die Blumen weggefegt und die Erde verwüstet. «Was soll ich noch fliegen», klagt die eine Biene. «Blumen sind stärker als der Sturm», ist die andere überzeugt. «Irgendwo müssen noch Blumen sein und sie brauchen unseren Besuch. Ich fliege los», siegen die Hoffnung und das Vertrauen.

Gemeinschaftliches Wirken
«Mit Blick in die Welt könnte es uns ergehen wie der ersten Biene», meinte Kari Bürgler in seiner Predigt. Er nahm jedoch die Stärke der zweiten auf und die Stärke der Bienen als Verband. So, wie die Bienen von einer Blumenpracht zur anderen fliegen, könne auch der Mensch lernen, achtsam die schönen Seiten des Lebens wahrzunehmen. Die Biene habe alles in sich, um aus dem Nektar Honig zu machen und so sei es auch bei den Menschen. Bürgler lud ein, die Fähigkeiten und Talente einzusetzen, nach aussen zu tragen und in der Gemeinschaft einzubringen.

Bienen hätten im Winter eine ausgeklügelte Methode, um Wärme für die sogenannte Wintertraube zu erzeugen. Ihr Leben und das der Königin hängten von der Gemeinschaftsarbeit ab. Gemeinschaft wurde auch nach dem Gottesdienst hinten in der Kirche gefeiert – bei einem Apéro und während weiteren Gesängen des Jodlerclubs Uzwil.

Kari Bürgler nahm als Symbol das Thema Biene mit ihrem intelligenten System auf. Es zog sich durch den ganzen Gottesdienst.
Kari Bürgler nahm als Symbol das Thema Biene mit ihrem intelligenten System auf. Es zog sich durch den ganzen Gottesdienst.

Während des Gottesdienstes sang der Jodlerclub Uzwil auf der Empore die Jodlermesse von Jost Marty.
Während des Gottesdienstes sang der Jodlerclub Uzwil auf der Empore die Jodlermesse von Jost Marty.

Die Gaben wurden vom Tabernakel auf den Altar gebracht. Der Jodlerclub sang derweil «Hesch du einisch Sorge».
Die Gaben wurden vom Tabernakel auf den Altar gebracht. Der Jodlerclub sang derweil «Hesch du einisch Sorge».

Und weil die Biene im Gottesdienst eine rolle spielte fanden auch ein Bienenstock und Honig den Weg in die Kirche.
Und weil die Biene im Gottesdienst eine rolle spielte fanden auch ein Bienenstock und Honig den Weg in die Kirche.

Auch das ist in der Kirche möglich. Nach dem Gottesdienst gab es einen Apéro und regen Austausch untereinander.
Auch das ist in der Kirche möglich. Nach dem Gottesdienst gab es einen Apéro und regen Austausch untereinander.

Der Jodlerclub Uzwil sang auch nach dem Gottesdienst während des Apéros hinten in der Kirche und erfreute die Herzen.
Der Jodlerclub Uzwil sang auch nach dem Gottesdienst während des Apéros hinten in der Kirche und erfreute die Herzen.