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Wil: 06.12.2017
Im „Turm“ an der Wiler Tonhallestrasse proben die Schauspieler die einzelnen Szenen, zumeist noch in Alltagskleidung.
Im „Turm“ an der Wiler Tonhallestrasse proben die Schauspieler die einzelnen Szenen, zumeist noch in Alltagskleidung.

Spielfreude ist an der Tagesordnung bei den Proben
Die intensive Probenzeit für die „Regimentstochter“ hat begonnen.
Carola Nadler
Das MUSIKTHEATER WIL bringt Donizettis „Die Regimentstochter“ auf die Tonhallen-Bühne. Die Probenarbeit im „Turm“ ist in vollem Gange und verspricht grosses Vergnügen - auf und vor der Bühne.

Nach Verdis „La Traviata“ hat das MUSIKTHEATER WIL mit seiner Regisseurin Regina Heer Gaetano Donizettis „Die Regimentstochter“ ausgewählt.

Spannungsfeld Adelshäuser und Militär
Die Handlung dieser komischen Oper wird oft als schlicht bezeichnet, als „kaum ernst zu nehmen“: Zwei Liebende, die nach einigen Tumulten doch noch zusammenfinden. Das Spannungsfeld zwischen Adelshäusern und Militär bot dem Komponisten jedoch eine Fülle von Möglichkeiten, die Solisten in den schönsten Belcanto-Arien schwelgen zu lassen.

Doch was so leicht und beschwingt klingt, ist Schwerstarbeit: Die beiden Hauptpartien der Marie und des Tonio gelten als extrem schwer, sodass dieses Werk heute nicht mehr zum Standardwerk der Opernliteratur gehört.

Augen- und Ohrenschmaus
Im „Turm“ an der Wiler Tonhallestrasse ist mittlerweile eine Probenbühne aufgestellt. Die schräge Fläche zieren Markierungsklebstreifen, angedeutete Gegenstände symbolisieren spätere Requisiten. Noch wird in Alltagskleidung geprobt, doch Hinweise von Regina Heer werden bereits umgesetzt: „Stell Dir Deinen engen Rock vor - da kannst Du nicht so breitbeinig hinsitzen“.

Ein Blick in den Nebenraum lässt ahnen, dass nicht nur ein Ohrenschmaus auf das Publikum zukommen wird: Sahnetörtchenkleider in Bonbonfarben, aber auch Militaria aller Couleur werden der Handlung ihren visuellen Stempel aufdrücken.

Viel Vergnügen bei szenischen Proben
Die Wiler Solistin Nicole Bosshard hat sich eingehend mit der Rolle der Marie auseinander gesetzt und diskutiert mit dem musikalischem Leiter Kurt Koller ihr Verständnis einer Textpassage. Auch Regina Heer weist immer wieder auf die differente Einstellung der Geschlechter zum Krieg hin.

Selbstverständlich bietet die Handlung aber auch Gelegenheit zu zahlreichen Slapsticks, die mit Begeisterung geprobt werden. So muss ein Darsteller von zwei Soldaten auf die Bühne getragen werden - da dies nicht gerade alltäglich ist, muss diese Situation eingehend geprobt werden, selbstverständlich zur grossen Freude aller Chorkollegen. Mit viel Vergnügen stürzen sich die Sängerinnen und Sänger des Musiktheater Wil-Chores in die szenischen Proben.

Spass an der Probenarbeit
Spielfreude ist an der Tagesordnung bei den Proben. „Haben wir nicht viel Spass bei den Proben?“, fragt Regina Heer während eines Interviews Remy Burnens. Dieser grinst und bestätigt: „Ohja!“. Dennoch, Krieg und das Soldatenleben sind Themen der Oper, deren Umsetzung die Regisseurin mit sensiblem Gespür nachgeht.

Die beiden Hauptpartien sind mit Nicole Bosshard und Flurina Ruoss als Marie, sowie Remy Burnens und Christoph Waltle als Tonio doppelt besetzt. Doch anders als bei „La Traviata“
singen diese Paare in beiden Konstellationen.
Die Premiere ist am Samstag, 6. Januar 2018, der Vorverkauf läuft über die Tonhalle.
Grosse Spielfreude ist an der Tagesordnung bei den Proben.
Grosse Spielfreude ist an der Tagesordnung bei den Proben.

Spass auch bei der Regisseurin Regina Heer bei der Probenarbeit. Krieg und das Soldatenleben sind Themen der Oper, deren Umsetzung die Regisseurin mit sensiblem Gespür nachgeht.
Spass auch bei der Regisseurin Regina Heer bei der Probenarbeit. Krieg und das Soldatenleben sind Themen der Oper, deren Umsetzung die Regisseurin mit sensiblem Gespür nachgeht.