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Wil: 15.02.2017
Die Stadt Wil gehört zu den ersten Gemeinden, welche die Charta für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor unterzeichnet haben.
Die Stadt Wil gehört zu den ersten Gemeinden, welche die Charta für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor unterzeichnet haben.

Entlöhnung ohne Unterschied ob Mann oder Frau
Stadt Wil als eine der Erstunterzeichner der Charta «Lohngleichheit im öffentlichen Sektor»
sk
Der Bund sowie zehn Kantone und 15 Gemeinden – unter ihnen die Stadt Wil – gehören zu den Erstunterzeichnern der Charta «Lohngleichheit im öffentlichen Sektor». Sie verpflichten sich damit, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich umzusetzen.

Bundesrat Alain Berset hatte im Herbst 2016 im Rahmen des zweiten nationalen Treffens zur Förderung der Lohngleichheit in der öffentlichen Verwaltung eine Charta für die Gleichstellung in den Löhnen lanciert. «Die öffentliche Hand hat eine Vorbildfunktion», sagte der Vorsteher des Departements des Innern an diesem Anlass – das Streben nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit bleibe ein aktuelles Thema.
 
Für Vereinbarkeit Beruf und Familie
Rund 350 Personen sind bei der Stadt Wil angestellt, davon sind 49 Prozent Frauen und 51 Prozent Männer – das bildet ziemlich genau das Geschlechterverhältnis in der Schweiz ab, das 51,4 Prozent Männer zu 48,6 Prozent Frauen beträgt.

Von den 350 Mitarbeitenden sind gut die Hälfte in einem Teilpensum angestellt, wobei die Mehrheit dieser Teilzeitstellen, nämlich 133 von 172, von Frauen besetzt werden. Dies ist ein Indiz dafür, dass sich die Stadt Wil als Arbeitgeberin auch für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzt und beispielsweise gerne bereit ist, Frauen nach der Geburt eines Kindes auch in einem Teilpensum weiter zu beschäftigen, wenn es betrieblich möglich ist und vom Team her aufgeht.

Entlöhnung ohne Unterschied beim Geschlecht
Bei der Entlöhnung von Mitarbeitenden wird bei der Stadt Wil nicht zwischen Mann und Frau unterschieden, sondern jede Stelle wird ausschliesslich nach ihren Anforderungen beurteilt und nach einem fixen Schlüssel bewertet, gemäss dem sie dann in eine Klasse und Stufe eingeteilt wird – ganz ohne Unterschied zwischen Mitarbeiterin oder Mitarbeiter.

Das Gleiche gilt auch bei den Anstellungen ganz allgemein: Wenn eine Stelle ausgeschrieben wird, werden die eingehenden Bewerbungen nicht nach dem Geschlecht sortiert, sondern alleine danach, ob die sich bewerbenden Personen die notwendigen Qualifikationen und Erfahrungen mitbringen, die in diesem Anforderungsschlüssel für die jeweilige Stelle festgelegt sind. Dabei gilt der Grundsatz: «Die richtigen Kompetenzen an der richtigen Stelle» – das Geschlecht spielt hier keine Rolle.
 
Die Forderuingen der Charta:
Die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann ist ein Grundprinzip der Bundesverfassung und ein Grundwert unserer Gesellschaft. Dem öffentlichen Sektor kommt in der Förderung der beruflichen Gleichstellung und der Bekämpfung jeder Form der Diskriminierung eine Vorbildfunktion zu.

Die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor bekräftigt die Entschlossenheit, den verfassungsmässigen Grundsatz des gleichen Lohns für gleichwertige Arbeit umzusetzen. Sie manifestiert den Willen von Bund, Kantonen und Gemeinden, sich als Arbeitgebende, bei Ausschreibungen im öffentlichen Beschaffungswesen oder als Subventionsorgane für die Lohngleichheit einzusetzen.

Gestützt auf diese Charta setzen sich die Unterzeichnenden für folgende Anliegen ein:
1. Sensibilisierung für das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG) bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für die Lohnfestsetzung und Funktionsbewertung, die Rekrutierung, Ausbildung und berufliche Förderung zuständig sind.
2. Regelmässige Überprüfung der Einhaltung der Lohngleichheit in der öffentlichen Verwaltung nach anerkannten Standards.
3. Förderung einer regelmässigen Überprüfung der Einhaltung der Lohngleichheit nach anerkannten Standards in den der öffentlichen Hand nahestehenden Körperschaften.
4. Einhaltung der Lohngleichheit im Rahmen des öffentlichen Beschaffungs- und/oder Subventionswesens durch die Einführung von Kontrollmechanismen.
5. Information über die konkreten Ergebnisse dieses Engagements, insbesondere durch die Teilnahme am Monitoring des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann.

Um das Engagement zu vereinfachen, stellt das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG den Unterzeichnenden dieser Charta unter www.gleichstellung-schweiz.ch eine Internetplattform bereit, auf der allen Verwaltungen Informationen und Instrumente zur Verfügung stehen: Statistiken, rechtliche Grundlagen, Analyse-Tool Logib, Tutorials, Helpline, Hinweise auf Workshops, Selbstdeklaration der Anbieterin/des Anbieters, Liste mit Fachpersonen usw.

WEITERE THEMEN
Stellungnahme des Stadtrats zur Anpassung Buskonzept 2019
 
Der Bahnfahrplan wird per 9. Dezember 2018 geändert. Dies hat auch Auswirkungen auf den Bahnhof Wil, weshalb das hiesige Stadt- und Regionalbuskonzept angepasst werden muss. Der Kanton St.Gallen als Besteller der öV-Angebote hat ein entsprechendes Buskonzept für diesen Zeitpunkt erarbeiten und den Stadtrat Wil zur Vernehmlassung eingeladen. Das vorgeschlagene Buskonzept kann teilweise auf den geänderten Bahnfahrplan reagieren wobei aus finanziellen Überlegungen leider nicht alle Anschlüsse mit kurzen Umsteigezeiten am Bahnhof angeboten werden können.
 
Auf den Fahrplan 2019 (Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018) ändert das Bahnangebot auf der Achse St.Gallen–Wil–Winterthur. Aufgrund der voll ausgelasteten Bahntrassen zwischen Wil und St.Gallen können S-Bahn und Rex nicht wie bisher (Abfahrt Wil 01/32) trassiert werden, weshalb der Vollknoten Wil auseinanderfällt. Damit wird die Anschlusssituation am Bahnhof Wil zwischen Bus und Bahn sowie auch zwischen Bahn und Bahn verschlechtert. Die Stadt und die Region Wil haben sich seit Bekanntwerden dieser negativen Änderung anfangs 2016 beim Kanton sehr aktiv um Alternativen bemüht und unter anderem für die notwendige Breitenwirkung zusammen mit der IG öV Wil auch eine Petition «Ausbau statt Abbau / 17min.ch» lanciert, die dem Kanton im Dezember 2016 mit insgesamt 11‘445 Unterschriften überreicht werden konnte. Das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr (AöV) wiederum hat bei Bund und SBB Anträge für Verbesserungen gestellt – bisher aufgrund der intensiven Trassennutzung durch zusätzliche Schnellzüge sowie Güterzüge leider ohne Erfolg. Gemäss aktuellem Stand muss akzeptiert werden, dass der Vollknoten Wil mit dem Fahrplan 2019 auseinanderfällt – der Stadtrat Wil bedauert dies sehr, nicht nur für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Wil, sondern auch für die Bevölkerung der umliegenden Regionsgemeinden.
 
Vor dem Hintergrund dieser Vollknoten-Aufhebung hat der Kanton St.Gallen ein neues, auf den dannzumal geltenden Zugfahrplan angepasstes Buskonzept erarbeitet. Dieses wurde allen Gemeinden der Region zur Vernehmlassung gegeben. Der Stadtrat hat an seiner Sitzung vom 8. Februar 2017 wie folgt zu den geplanten Änderungen auf dem Stadtgebiet Stellung genommen.
 
Stadtbus Wil: Schliessen der Taktlücken Werktags
Der Stadtrat begrüsst die vom Kanton vorgeschlagene Lückenschliessung der Linien 701-704 zu einem durchgehenden Viertelstundentakt in der Zeit von Montag bis Freitag, jeweils 6.00 bis 20.00 Uhr. Aufgrund der finanziellen Richtlinien des Kantons müssen die zusätzlichen Kurse allerdings als Versuchsbetrieb für zwei Jahre bestellt werden. Die Stadt Wil kann daher erst mit dem Budget 2018 abschliessend dazu Stellung nehmen.
 
Die Stadtbuslinien 701, 703 und 704 verkehren derzeit am Vormittag und Nachmittag zu jeweils unterschiedlichen Zeiten. Diese sind abgestimmt auf die sogenannte Hauptlastrichtung, also am Vormittag zum Bahnhof und am Nachmittag vom Bahnhof hinaus in die Quartiere, nach Hause. Der Lastrichtungsfahrplan aller Stadtbuslinien wird per Fahrplan 2019 aufgehoben, so dass ein über den ganzen Tag einheitlicher und damit gut merkbarer Taktfahrplan entsteht. Die Anschlusssituation der Stadtbuslinien 701-704 wird sich am Samstag und Sonntag verschlechtern, da die Buslinien zu diesen Zeiten im 30/60min-Takt verkehren. Dadurch kann jeweils nur ein Anschluss nach Zürich, Wattwil, Weinfelden oder nach St.Gallen hergestellt werden, nicht mehr in beide Richtungen wie bisher.
 
In den Quartieren Rossrüti, Bildfeld, Himmelrich und Maugwil verkehren die Buslinien 705, 706 und 722 im 30/60min-Takt, weshalb auch hier nicht alle Anschlüsse am Bahnhof Wil hergestellt werden können. Die Stadtbuslinien 705 und 706 werden aufgrund der veränderten Anschlusssituation so getaktet, dass vom Gemeindehaus Bronschhofen hin zum Bahnhof Wil ein 15min-Takt entsteht.
 
Regionalbusse: Zeitliche Versetzung bringt gute Erschliessungsqualität
Was für die Stadtbusse am Samstag und Sonntag gilt, ist für die Regionalbusse von Montag bis Sonntag der Fall: Die Buslinien ermöglichen entweder einen guten Anschluss nach Zürich, Wattwil und Weinfelden oder nach St.Gallen. Im Rahmen des Möglichen überlagert das neue Konzept die Linien soweit, dass von den Haltestellen innerhalb der Stadt beide Anschlussrichtungen erreicht werden können. Dies gilt beispielswiese für die Toggenburgerstrasse (Haltestellen Rapp, Lindenhof). Für die Erschliessung der Fürstenlandstrasse an beide Anschlussrichtungen besteht aus Sicht des Stadtrates noch Optimierungspotential im Konzept. Zur besseren Erschliessung des Stadtgebiets ist vorgesehen, dass mittelfristig die Linie 732 teilweise über die Glärnischstrasse verkehrt. Diese Änderung ist jedoch von den baulichen Massnahmen an der Bahnunterführung Rickenbach abhängig.
 
Definitiver Entscheid durch Kanton
Gemäss kantonaler Gesetzgebung entscheidet das Kantonale Amt für öffentlichen Verkehr anschliessend an die Vernehmlassung bis im Sommer 2017 definitiv über das Busangebot. Dieses wird dann bei den Busbetrieben bestellt und kann ab Frühling 2018 dem Fahrplanentwurf entnommen werden.
 
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Gemeinsam die regionale kulturelle Vielfalt zeigen 
Im Frühling 2018 findet in der Region der Thurkultur eine Woche der Kultur statt: Alle Kulturschaffenden der 22 Gemeinden aus dem Thurkultur-Gebiet sind eingeladen, hier ihre Werke und Leistungen einem breiten Publikum zu präsentieren. «Kulturbühne 2018 – gemeinsam vielfältig» heisst der Grossanlass. Interessierten wird dieses umfassende Projekt an der Startveranstaltung vom 14. März 2017 um 19 Uhr im Stadtsaal Wil detailliert vorgestellt.
 
Man darf das Kind ruhig beim Namen nennen: Die Region von Aadorf bis Zuzwil, kurz von A bis Z, ist reich an kultureller Vielfalt. Diesen Reichtum wollen die Organisatoren der «Kulturbühne 2018» sichtbar machen und laden daher alle Kulturschaffenden der Thurkultur-Gemeinden ein, Teil dieser Kulturbühne zu sein und ihr Tun und ihr Wirken zu zeigen. «Gemeinsam vielfältig» ist der rote Faden, der sich durch die Kulturbühne 2018 zieht. Egal, ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lieber einzeln ihre Werke zur Schau stellen oder ob sich Kooperationen bilden, die Musikgesellschaft mit dem Männerchor einen Sing-Abend gestaltet, bildende Künstler gemeinsam ausstellen oder ein Schriftsteller an einer Stubete aus seinem neuen Roman vorliest –  «Gemeinsam vielfältig» kann frei umgesetzt werden und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Weitere Informationen sind auf www.kulturbuehne2018.ch einsehbar.
 
Einladung zum Informations- und Kick-off-Abend:
Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Kulturbühne 2018 ist der 31. Mai 2017. Wer mehr erfahren will: Die Kick-off-Veranstaltung zur Kulturbühne 2018 findet am Dienstag, 14. März 2017, um 19 Uhr im Stadtsaal Wil statt.
 

Mit dem Lohnmobil des Kantons frand vergangenen September die Vorstellung der Charta am Bahnhof Wil statt.
Mit dem Lohnmobil des Kantons frand vergangenen September die Vorstellung der Charta am Bahnhof Wil statt.