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Flawil: 12.04.2018
Die Erweiterte Blaue Zone (EBZ) wird auf die Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 ausgedehnt.
Die Erweiterte Blaue Zone (EBZ) wird auf die Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 ausgedehnt.

Flawiler Parkplatzkonzept wird optimiert
Mit der Einführung der Erweiterten Blauen Zone (EBZ) darf in diesen Sektoren nur noch auf den blau markierten Feldern parkiert werden.
rkf
Seit dem 1. Oktober 2016 ist das Flawiler Parkierungsreglement samt Gebührentarif in Kraft. Nach bald eineinhalb Jahren war es aus der Sicht des Gemeinderats angezeigt, Optimierungen zu prüfen. Der Gemeinderat schlug der Bevölkerung vier Kernmassnahmen vor und führte dazu eine öffentliche Vernehmlassung durch. Nun sind die Rückmeldungen ausgewertet. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse hat der Gemeinderat verschiedene grössere und kleinere Massnahmen beschlossen. Der Rat ist davon überzeugt, dass diese in der Bevölkerung auf breite Akzeptanz stossen.

Der Gemeinderat hat das Parkierungsreglement mit Gebührentarif per 1. Oktober 2016 in Kraft gesetzt. Mittlerweile haben sich die Flawilerinnen und Flawiler an die Bewirtschaftung der Parkplätze gewöhnt. Die Überprüfung des vor bald eineinhalb Jahren umgesetzten Parkplatzkonzepts beziehungsweise die Prüfung von Anpassungen ist aus der Sicht des Gemeinderates nun angezeigt. Die Kernmassnahmen unterbreitete der Rat der Bevölkerung zur Stellungnahme. Der Gemeinderat freut sich über eine rege Teilnahme an der Vernehmlassung und bedankt sich für alle Rückmeldungen. Die Vernehmlassungsteilnehmenden werden eine schriftliche Antwort erhalten.

Ausdehnung der Erweiterten Blauen Zone (EBZ)
Heute erstreckt sich die EBZ auf die zentrumsnahen Sektoren 1 bis 3. Der Gemeinderat schlug vor, die EBZ auf die Sektoren 4 bis 9 und damit auf das ganze Gemeindegebiet (ohne Obere Gegend und Oberglatt) auszudehnen. Diesem Vorhaben ist aus einzelnen Quartieren Widerstand erwachsen. Deshalb wird die EBZ vorerst nur auf die Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 ausgedehnt. Die Einführung der EBZ in Sektor 6 (Gebiet südlich der Wilerstrasse, östlich der Unterstrasse und westlich der Weideggstrasse) wird bis zur Bereinigung der Einsprachen zur Tempo-30-Zone aufgeschoben. Ausserdem werden im Sektorenplan diverse Anpassungen vorgenommen.

Der südliche Teil der Landbergstrasse, die Lärchenstrasse und der südliche Teil der Oberbotsbergstrasse werden vorerst aus dem Sektorenplan entlassen und somit nicht Teil der EBZ. Anderseits wird das Gebiet der Tell-, Bad- und Weidegghaldenstrasse neu dem Sektor 1 zugeschieden und damit Teil der EBZ. Der angepasste Sektorenplan ist auf www.flawil.ch unter der Rubrik «Aktuelles ? Projekte ? Parkieren in Flawil» aufgeschaltet.

Schaffung von Parkplätzen in der EBZ
Mit der Einführung der EBZ darf in diesen Sektoren nur noch auf den blau markierten Feldern parkiert werden. Damit wird das immer öfter beklagte «wilde Parkieren» verhindert. Es gelten die Bestimmungen für das Parkieren mit der Parkscheibe. Das länger dauernde Abstellen von Fahrzeugen ist kostenpflichtig. Anwohner und Gewerbebetriebe erhalten Vergünstigungen. Damit in den Quartieren genügend Parkflächen zur Verfügung stehen, werden in Absprache mit der Kantonspolizei in den EBZ-Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 möglichst viele blau markierte EBZ-Parkplätze geschaffen. Allerdings können Parkfelder nur dort markiert werden, wo sie der Strassengesetzgebung entsprechen.

Unterstützung für Gewerbebetriebe in der EBZ
Im Rahmen der Vernehmlassung haben die Gewerbebetriebe darauf hingewiesen, dass es ihnen nach Einführung der EBZ kaum mehr möglich ist, ihr Geschäftsfahrzeug zur Ausführung von Aufträgen in den Quartieren abzustellen. Auch darauf hat der Gemeinderat reagiert. Neu erhalten Gewerbebetriebe mit einer Jahresbewilligung für die EBZ zusätzlich und kostenlos eine Bewilligung für gesteigerten Gemeingebrauch, welche das Parkieren ausserhalb der markierten Parkfelder während den Geschäftszeiten mit Auflagen in der EBZ zulässt.

Zwei Stunden Höchstparkzeit auf der Bahnhofstrasse
Die Parkplätze auf der Bahnhofstrasse sollen vor allem den Kundinnen und Kunden der Flawiler Fachgeschäfte zur Verfügung stehen und nicht durch Dauerparkier besetzt sein, selbst wenn diese die entsprechenden Parkgebühren entrichten. Fast alle Teilnehmenden der Vernehmlassung unterstützen die Absicht des Gemeinderates, die Höchstparkzeit auf der Bahnhofstrasse auf zwei Stunden zu beschränken, weshalb diese Massnahme umgesetzt wird.

Nachtparkverbot wird ersetzt
Eine weitere durch den Gemeinderat vorgeschlagene Kernmassnahme wird ebenfalls allseits begrüsst. Nämlich die Aufhebung des Nachtparkverbots auf Strassen und Plätzen mit weiss markierten, bewirtschafteten Parkplätzen. Ziel des Nachtparkverbots war, die Parkierer ausserhalb der Bewirtschaftungszeit von den Plätzen fernzuhalten, damit diese für Veranstaltungen und Trainings von Vereinen zur Verfügung stehen. Damit dieses Ziel auch ohne Nachtparkverbot erreicht werden kann, hat der Gemeinderat eine generelle Gebührenpflicht auf weiss markierten, bewirtschafteten Parkplätzen ab 3 Uhr morgens beschlossen.

Viele weitere, kleinere Massnahmen
Die Umsetzung des Parkierungsreglements hat in den vergangenen eineinhalb Jahren weiteren Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen aufgezeigt. Dazu gehören die verständlichere Beschriftung der Parkplätze und der Parkuhren genauso wie deren Nachrüstung mit einem Leuchtmittel. Einzelne Parkplätze erhalten zusätzliche Parkuhren. Andere Flächen, auf welchen heute «wild» parkiert wird, werden entweder als EBZ-Parkplätze verfügt oder als Strassenfläche klassiert, sodass dort nicht mehr parkiert werden darf. Schliesslich werden die Signalisationen und Markierungen im ganzen Gemeindegebiet überprüft. Die Hinweistafeln sollen einfacher und verständlicher werden.

Weiteres Vorgehen
Der neue Gebührentarif zum Parkierungsreglement tritt am 1. Mai 2018 in Kraft. Danach werden die Parkuhren schrittweise umgestellt und die Hinweistafeln ersetzt. Zur Einführung der EBZ in den Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 wird die Kantonspolizei die notwendigen Verkehrsanordnungen noch vor den Sommerferien erlassen. Anschliessend werden nach und nach Markierungen und Signalisationen angebracht und damit das neue Konzept umgesetzt.

WEITERE THEMEN
Liegenschaft Neugasse 10 steht zum Verkauf

Die Gemeinde Flawil ist Eigentümerin des Grundstücks Nummer 409 an der Neugasse 10 in Flawil. Auf dem Grundstück befindet sich ein typisches Stickerhaus. Der Gemeinderat beabsichtigt nun, das Grundstück mit Bedingungen im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu verkaufen.

Der Gemeinde Flawil hat sich 2015 die Gelegenheit geboten, die Liegenschaft Neugasse 10 zu kaufen. Das Grundstück liegt mitten im Stickerquartier, das zentral gelegen und von einer einheitlichen Baustruktur geprägt ist. Die Baustruktur stammt noch aus der Zeit der Industrialisierung (Bauperiode von circa 1870 bis 1915). Der Gemeinderat beabsichtigte mit dem Erwerb der Liegenschaft, diese entweder fachgerecht zu sanieren oder aber wieder zu verkaufen, sofern der Käufer bereit ist, die Liegenschaft im Sinne des Quartierrichtplans zu sanieren.

Historische Baustruktur erhalten
Der Rat beabsichtigt nun, das Grundstück mit Bedingungen im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu verkaufen. Der Mindestverkaufspreis beträgt 415‘000 Franken. Für die Gemeinde Flawil als Eigentümerin und Verkäuferin steht aber vor allem das öffentliche Interesse im Mittelpunkt, das Stickerhaus in seiner historischen Baustruktur zu erhalten und gleichsam mit den anstehenden Sanierungs- und Umbaumassnahmen eine zeitgemässe Nutzung zu ermöglichen.

Machbarkeitsstudie
Der Gemeinderat hat eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung der Liegenschaft nach den Vorgaben und Ideen des Richtplans Stickerquartier in Auftrag gegeben. Diese wird den Kaufinteressenten als richtungsweisendes Umbau- und Sanierungsprojekt zur Verfügung gestellt. Die Studie enthält eine Bestandesaufnahme sowie drei Nutzungsvarianten.

Unterlagen online abrufbar
Die Kaufangebote müssen bis spätestens am Donnerstag, 31. Mai 2018, an die Gemeinde Flawil, Bau und Infrastruktur, Bahnhofstrasse 6, 9230 Flawil eingereicht werden. Sämtliche Unterlagen wie die Ausschreibungsdokumentation, die Studie des Architekturbüros und der Richtplan Stickerquartier sind auf www.flawil.ch unter der Rubrik «Aktuelles ? Projekte ? Neugasse 10» abrufbar.

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Reglement tritt in Kraft
Das vom Gemeinderat verabschiedete Reglement über die Delegation von Kompetenzen auf dem Gebiet des Zivilrechts tritt per 1. Mai 2018 in Kraft.

Vom 5. Februar bis 16. März 2018 unterstand das Reglement dem fakultativen Referendum. Innert der Referendumsfrist wurde keine Urnenabstimmung verlangt. Deshalb tritt das Reglement über die Delegation von Kompetenzen auf dem Gebiet des Zivilrechts per 1. Mai 2018 in Kraft.
Das Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch regelt die Zuständigkeit des Gemeindepräsidenten, des Gemeinderates und weiterer Amtsstellen. Von Gesetzes wegen sind dem Gemeindepräsidenten verschiedene Aufgaben übertragen. So beispielsweise das Beglaubigen von Unterschriften, die Entgegennahme hinterlegter Mietzinsen und Mieterausweisungen. Verschiedene Aufgaben wurden bereits durch einen Gemeinderatsbeschluss respektive durch organisatorische Bestimmungen delegiert. Aus formellen Gründen ist jedoch ein rechtsetzendes Reglement erforderlich. Damit in Zukunft die Aufgaben durch Mitarbeitende bearbeitet werden können, hat der Gemeinderat das Reglement über die Delegation von Kompetenzen auf dem Gebiet des Zivilrechts erlassen.

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Bioabfuhr: Von Einzelmarken und einem Tag der offenen Tür
Seit Ende März wird die Bioabfuhr in Flawil wöchentlich durchgeführt. Aufgrund von Rückmeldungen aus der Bevölkerung wird die Übersicht über die Verkaufsstellen, welche Einzel- und Jahresmarken im Angebot haben, präzisiert.

Auf Anfang Jahr wurde in Flawil die Bioabfuhr eingeführt. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass das Angebot der Verkaufsstellen von Gebührenmarken präzisiert werden muss. Denn viele der Verkaufsstellen führen unter der Bezeichnung «Einzelmarken» einen Zehnerbogen mit Einzelmarken im Angebot. Nur bei der Landi Niederglatt und der O. + N. Eigenmann AG an der Wilerstrasse 19 sind tatsächlich auch Einzelmarken erhältlich. Nachstehend die aktualisierte Übersicht über das Angebot der Verkaufsstellen:

Biogene Abfälle
Seit dem 29. März 2018 wird die Bioabfuhr in Flawil wöchentlich durchgeführt. Gesammelt werden die biogenen Abfälle durch die Flawiler Firma Brunner Umweltservice AG im Auftrag des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB). Verwertet werden sie in der Biogasanlage der Axpo in Niederuzwil. Wer sehen will, wie diese Anlage funktioniert, hat dazu am Samstag, 14. April 2018, die Gelegenheit. An diesem Tag führt die Axpo in Niederuzwil von 10 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür durch. Dabei wird unter anderem auch die neue Biogasaufbereitungsanlage gezeigt.

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Erfolgreiche Premiere am Berufsbildungszentrum
FLAWIL Mitte März haben drei Landwirtschaftsklassen des Berufsbildungszentrums in Flawil an der interkantonalen Velochallenge «Defi Velo» teilgenommen. Sie qualifizierten sich für den Final vom 20. Juni 2018 auf dem Berner Bundeshausplatz. Das Projekt konnte auch dank der Unterstützung der Energiestadt Flawil zum ersten Mal am Berufs- und Weiterbildungszentrum in Flawil durchgeführt werden.

Die etwa 60 Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftsklassen stellten sich, unter der Anleitung der ausgebildeten Leiterinnen und Leiter, mehreren Aufgaben. Auf dem Veloparcours übten sich die Klassen in Geschicklichkeit und Velomechanik, lernten ihren Platz im Verkehr einzunehmen und erhielten einen Einblick in den Alltag eines Velokuriers. An den verschiedenen Posten sammelten die Berufsschüler für ihre Klasse Punkte, um sich für den interkantonalen Final zu qualifizieren. Die Ausscheidungen in Flawil waren gleichzeitig der Start in die Frühlingssaison der Aktion «Defi Velo 2017/18». Die für den Final qualifizierten Klassen werden am 20. Juni 2018 auf dem Bundeshausplatz in Bern gegeneinander antreten und um den «Defi Velo»-Pokal kämpfen.

Zweitbestes Qualifikationsergebnis
Die Landwirte stellten sich den Herausforderungen mit Bravour und hatten vor allem an den Posten «VeloPolo» und «Begegnung» (mit dem Velokurier) ihren Spass. Mit dem bisher zweitbesten Qualifikationsergebnis der Schulen beziehungsweise dem viertbesten Klassenergebnis an der Austragung 2017/18 bestehen auch berechtigte Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden am Final in Bern.

Energiestadt Flawil unterstützt das Projekt
Die Challenge fand im Rahmen des Sportunterrichts statt und bereitete die Jugendlichen auf die kommende Velosaison vor. Die interkantonale Challenge will die 15- bis 20-Jährigen auch motivieren, vermehrt das Velo als Transportmittel im Alltag zu benutzen. «Wir sprechen die Jugendlichen auf Augenhöhe an und bringen sie dazu, das Velo als cooles, trendiges und praktisches Fortbewegungsmittel zu erleben», sagt Michael Städler, Projektleiter bei Pro Velo St.Gallen Appenzell.

Das Projekt konnte dank der Unterstützung der Energiestadt Flawil, der Initiative «clever mobil» der Region Appenzell St.Gallen und des Kantons St.Gallen erstmals am Berufs- und Weiterbildungszentrum in Flawil durchgeführt werden.



An der Neugasse 10 steht ein typisches Stickerhaus zum Verkauf.
An der Neugasse 10 steht ein typisches Stickerhaus zum Verkauf.

Bei diesem Posten war der Spassfaktor besonders gross: «VeloPolo».
Bei diesem Posten war der Spassfaktor besonders gross: «VeloPolo».