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Wil/St. Gallen: 13.04.2018
Im Gespräch mit Flüchtlingen:  Rosalba Mendler, Community Affairs UBS Ostschweiz, Marco Reiser und Sandro Mazzariello, UBS Wil sowie Thomas Elber, Bereichsleiter tipiti (1. bis 4. von links)
Im Gespräch mit Flüchtlingen: Rosalba Mendler, Community Affairs UBS Ostschweiz, Marco Reiser und Sandro Mazzariello, UBS Wil sowie Thomas Elber, Bereichsleiter tipiti (1. bis 4. von links)

Praktikum für minderjährige Flüchtlinge
Das Projekt schaffe Grundlagen zur Integration und be­sitze schweizweit Vorzeigecharak­ter.
Michael Hug
Der Wiler Verein tipiti hat in St.Gallen ein Werkzentrum für sprachlichen und praktischen Unterricht für MNA-Flüchtlinge eröffnet. Die UBS Stiftung für Soziales und Ausbildung hat zur Unterstützung einen namhaften Beitrag geleistet.

Der Verein tipiti mit seinem Hauptsitz in Wil führt mehrere Tagesschulen in der Region für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen. Darunter fallen auch sogenannte MNA's - minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. tipiti hat nun in St.Gallen ein Werkzentrum mit 60 Plätzen eröffnet, wo minderjährige Migranten sprachlich und praktisch ausgebildet werden können. 55 Lernende, die meisten aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden, besuchen freiwillig das Bildungsangebot. Das Projekt schaffe Grundlagen zur Integration und be­sitze schweizweit Vorzeigecharak­ter, sagt sein Leiter, Thomas Elber.

Vormittags Deutsch, nachmittags Dieselmotor
Neben Deutschunterricht auf verschiedenen Niveaus besuchen die Migranten an fünf Vormittagen Mathematikunterricht sowie Kurse in Allgemeinwissen. Am Nachmittag bietet das tipiti-Werkzentrum Trainings in fünf Arbeitsgruppen an. Die Teilnehmenden erhalten praktisches Basiswissen in den Berufen Automechaniker, Maler, Schreiner, Koch und Coiffeur.

Thomas Elber: «Unsere Ausbildner sind Lehrpersonen und pensionierte Berufsleute.» Lernen und Arbeiten statt im Asylzentrum herumhängen - so könnte das Angebot auch bezeichnet werden. Nochmals Leiter Elber: «Ziel ist, dass die Teilnehmenden nach dem mehrmonatigen Praktikum bessere Einstiegsmöglichkeiten in die Berufswelt, z.B. in eine EBA- oder EFZ-Lehre erhalten.»

Von der Zweckmässigkeit überzeugt
An den Start-Up-Kosten hat sich auch die UBS Stiftung für Soziales und Ausbildung beteiligt und 40'000 Franken für den Aufbau des Maschinen- und Geräteparks eingeschossen. Diese Stiftung ist eine Institution des gemeinnützigen Programms der UBS und setzt sich in den Bereichen Beschäftigung und Integration sowie Förderung der Aus- und Weiterbildung von Menschen mit sozialen Benachteiligungen ein. Kürzlich liessen sich Vertretende der Stiftung von der Zweckmässigkeit der Einrichtungen überzeugen.

Marco Reiser Leiter GS Wil und Sandro Mazzariello, Leiter Wealth Management Wil , meinten an der Besichtigung: «Es freut uns sehr, hier stellvertretend für unsere Stiftung ein sinnvolles Engagement sehen zu dürfen. Dieses Projekt übernimmt wichtige Aufgaben zur Integration der Flüchtlinge. Es freut uns natürlich auch, dass unsere Stiftung in Zürich mit dieser Spende ein vielversprechendes Angebot «unseres» Wiler tipiti unterstützt.»