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Stadion Niedermatten, Wohlen: 13.04.2018


Tückische Aufgabe
Der FC Wil gastiert beim Schlusslicht der Liga
Gianluca Lombardi
Es geht Schlag auf Schlag in der Brack.ch Challenge League. Nachdem die Äbtestädter am Donnerstag noch in Rapperswil-Jona gastierten, geht die Reise diesen Sonntag nach Wohlen. Ein Gegner für den es eigentlich um nichts mehr geht. Doch gerade das macht die Freiämter unberechenbar und gefährlich.

Der Aufschrei war laut als der FC Wohlen verkündete, dass er auf eine Lizenz für die Challenge League verzichten werde. Vielerorts wurde gespottet, dass sich der FC Wil wieder am grünen Tisch rettet. Doch nur wenige Wochen später belehrten die Ostschweizer ihre Kritiker eines Besseren. Man hat das Tabellenende verlassen und ist auf Rang sieben geklettert.

Der Vorsprung auf den letzten Platz beträgt bereits 12 Punkte. Notabene hat diesen aktuell der FC Wohlen inne. Möchte er diesen, trotz des ohnehin anstehenden Abstiegs, nochmals verlassen, müssen langsam Punkte her. Es scheint dafür aber derzeit sicher einfachere Gegner als den FC Wil zu geben. Aber aufgepasst, gerade diese Unbekümmertheit macht Wohlen gefährlich.

Defensive Anfälligkeit

Ein Blick auf die nackten Zahlen macht den FC Wil zum klaren Favoriten für dieses Spiel. So haben die Freiämter fast doppelt so viele Gegentore erhalten. Aus den ersten neun Spielen im Fussballjahr 2018 resultierte für die Ostschweizer nur eine Niederlage. Deren sieben sind es bereits für die Gastgeber. Keines der bisherigen drei Duelle dieser Saison konnten die Aargauer für sich entscheiden.

Insgesamt wartet der FC Wohlen bereits seit 17 Spielen auf einen Sieg. In dieser Zeit setzte es 12 Niederlagen ab, nur fünf Mal erkämpfte man sich wenigstens einen Punkt. Insofern spricht aktuell tatsächlich nur wenig für einen Vollerfolg gegen aufstrebende Wiler. Es wird dies vorerst das letzte Duell im Stadion Niedermatten. Die Freiämter treten nächstes Jahr in der Promotion League an.

Englische Wochen

Aufgrund des Nachtragsspiels in Rapperswil bestreitet der FC Wil fünf Partien binnen 14 Tagen. Es bleibt in dieser Phase kaum Kapazität für taktische Feinschliffe, da sich zwischen den Partien fast nur Zeit für Regenration anbietet. Gerade in solchen Phasen ist es wichtig, über eine homogene und funktionierende Truppe zu verfügen.

Das Spiel am Sonntag wird durch Luca Cibelli geleitet. Assistiert wird er von Jan Köbeli und Guillaume Maire, der vierte Offizielle ist Mirel Turkes. Die Gastgeber müssen auf den gesperrten Sandro Foschini und den verletzten Muhamed Seferi verzichten. Beim FC Wil scheint nur der ebenfalls verletzte Andelko Savic nicht einsatzfähig zu sein. Die Gäste scheinen also bereit für den nächsten Punktgewinn.