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| Dr med Urs Trümpler, Chefarzt Innere Medizin informiert über Zeckenstiche und deren Behandlung, wie auch vorbeugende Massnahmen. |
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Zeckenstiche, wie schützt man sich
Mit einem aktuellen Thema, den Zeckenstichen, bietet die Spitalleitung in Wil Informationen über Behandlung und Krankheitsbilder.
31.03.05, Heidi Zimmermann
Am Spital Wil informiert kommenden 5. April um 19.30 Uhr Dr. med Urs Trümpler, Cheffarzt Innere Medizin über Zeckenstiche. Zwar ist die Zecke nur so gross wie ein Stecknadelkopf, sorgt aber jeden Frühling für regen Gesprächsstoff. Denn durch Zeckenstiche können Krankheiten auf uns Menschen übertragen werden. Wie kann man sich vor einem Zeckenstich optimal schützen, und welche Behandlungsmöglichkeiten für übertragene Krankheiten existieren?
Zecken sind vor allem in den Monaten März bis Oktober äusserst aktiv. Sie gehören zur Klasse der Spinnentiere und halten sich vorwiegend im Unterholz der Laubwälder und Waldlichtungen mit hochgewachsenen Gräsern auf.
Dort lassen sie sich von einem so genannten Wirt (Nagetiere, Hunde, Menschen, etc.) abstreifen und suchen sich einen warmen Ort auf der ungeschützten Haut. Bei Menschen bevorzugen sie die Kniekehlen, die Achselhöhlen, den Haaransatz oder auch die Schamgegend.
Der Zeckenstich Mit Hilfe ihres Stech-Saug-Apparats gelangen Zecken an das Blut ihres Wirts. Beim Stich gibt die Zecke betäubende Stoffe über den Speichel ab. Dadurch wird der Stich meist nicht gespürt, womit vermutlich ca. 80 % der Zeckenstiche nicht erkannt werden.
Zecken sollten so rasch als möglich entfernt werden. Dazu eine feine Pinzette direkt oberhalb der Haut ansetzten und die Zecke mit langsamem Zug entfernen.
Übertragbare Krankheiten Durch den Speichel können Zecken virale (z. B. Frühsommermeningoenzephalitis, kurz FSME) oder bakterielle (z. B. Borreliose) Krankheiten übertragen. Das Krankheitsbild der FSME ist deutlich seltener als jenes der Borreliose. Die FSME verursacht häufig nur einen grippalen Effekt und befällt in seltenen Fällen das Nervensystem. Im Gegensatz dazu kann die Borreliose zahlreiche Organe befallen und sich damit durch verschiedenste Symptome bemerkbar machen.
Am öffentlichen Vortrag wird Dr. med. Urs Trümpler die beiden Krankheitsbilder detailliert vorstellen und auch auf die wesentlichen Unterschiede hinweisen.
Einfache Prävention Durch Zeckenstiche übertragene Krankheiten müssen sehr individuell therapiert werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass betroffene Patienten so rasch als möglich den Arzt aufsuchen, damit die Symptome - welche äusserst vielseitig ausfallen können - detailliert untersucht und diagnostiziert werden können. Als wirksamste Prävention vor Zeckenstichen gilt: beim Waldspaziergang - gut abschliessende, helle Kleidung tragen - Schutzmittel (Repellentien) verwenden und regelmässig auftragen (gemäss Produktebeschrieb) - Unterholz meiden - nach dem Spatziergang Kleidung und Körper nach Zecken absuchen - Zecken möglichst rasch entfernen - Desinfektion der Hautstelle nach Entfernung
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