Weindegustation im kneipp hof Der degustierte Wein kommt aus den Reben im südlichen Teil Frankreichs, aus dem Weingut „La Grange de Quatre Sous“.
08.06.2006, Monika Wirz Am Samstag, 10. Juni ab 16 Uhr lädt der kneipp hof Dussnang – wahrscheinlich zum ersten Mal in seiner Geschichte – zu einer Weindegustation ein. Das Besondere: Die Winzerin Hildegard Horat stellt ihre Weine selber vor. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet sie im Languedoc, genauer in Assignan, und stellt einen Wein her, der sogar in der „Schweizer Illustrierten“ und im Fernsehen Beachtung fand.
Erstmalig wird im "Kneipp hof" eine Weindegustation geboten.
Für den kneipp hof ist klar, die Qualität muss stimmen. Sie darf nicht nur Marketingstrategie sein, sondern ein gewachsenes Fundament haben. Vielleicht ist es deshalb naheliegend, dass diese Weindegustation so gut in den Rahmen des kneipp hofs passt. Die Ansprüche an die Qualität, aber auch die Bescheidenheit der Menschen, die sie anbieten, sind gleichermassen wichtig.
Aus eigenen Reben, aus eigener Kelterei Nun lüften wir das Geheimnis, weshalb Felix Oehler, Arzt im kneipp hof, stets mit so strahlend braunem Teint seine Patienten begrüsst. In seiner Freizeit findet er mitten in den Reben von Hildegard Horat eine körperliche Herausforderung. Und diese Reben befinden sich im südlichen Teil Frankreichs, auf dem Weingut „La Grange de Quatre Sous“, dort wo die Sonne am intensivsten ist.
Hier, in Assignan, hat die Schweizer Winzerin Hildegard Horat ein Weingut aufgebaut, das seinesgleichen sucht. Sie baut ihre Trauben nicht nur an, sie keltert sie, zieht den Wein selber ab und vermarktet ihn. Jeder Schritt ihrer Weinproduktionskette liegt bei ihr. Rund 80 Prozent der Weine finden ihren Absatz in der Schweiz. Und dieser Wein ist zu einem Geheimtipp avanciert. Selbst das Schweizer Fernsehen und die „Schweizer Illustrierten“ sind auf die Horat-Weine aufmerksam geworden. In der Fachliteratur der besten Winzer fehlen auch die Horat-Weine nie.
Ihr Geheimnis Die Weinproduzentin pflegt eine strenge biologische Linie. Das heisst, so erklärt Felix Oehler, der Wein wird nach althergebrachter Tradition angebaut, weder Insektizide noch Herbizide werden verwendet. Und mechanisch, also von Hand, wird ausgejätet und gehackt. Die Reben werden nicht in so genannten Monokulturen angebaut, sondern draussen im Buschwald in kleinen Äckern angebaut, umgeben von natürlichen Nützlingen.
Diese strengen Richtlinien aber bewirken, dass anstelle von Maschinen und Düngemitteln Handarbeit gefragt ist. Nicht nur während der Ernte, sondern auch zur Pflege der Reben, werden viele Hände gebraucht. Mit dabei sind jeweils zur Erntezeit ist jeweils Felix Oehler und seine Frau Irma.
Der Wein und sein Aroma „Durch diese sorgsame Pflege hat der Wein eine sehr persönliche Note. Jedes Jahr ist er wieder neu im Aroma“, erzählt Felix Oehler. „Das macht die Weine so spannend und speziell. Der Rebensaft wird nicht geschönt und damit dem Gaumen angepasst, sondern behält seinen ursprünglichen Charakter.“
Auf dem Weingut „La Grange de Quatre Sous“ werden Weisswein, Rosé und Rotwein produziert. Trotz der Exklusivität ihrer Weine möchte Hildegard Horat auch den Laien erreichen. Lassen Sie sich ungezwungen in eine professionelle Degustation einführen. Lernen Sie diesen Wein und seine vielen Varianten kennen. In einer Bildschau lädt die Winzerin zu einem Blick hinter die Kulissen ein.