Do, 12.07.2007
Jahrgang 8, Nr. 2750
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Verkaufsleiter Marc Preisig führte die Gäste durch den Betrieb.
Aufmerksam verfolgen Anni und Hermann Fässler die Erklärungen.
Nachbearbeitung der Kunststoffteile während der Maschinenlaufzeit.
In Kleinserien werden Maschinenteile vormontiert.

Hohe Qualität verkauft sich gut
Das Forum CVP 60 Plus organisierte eine Betriebsbesichtigung in der Firma Cleanfix in Henau.

19.06.2007, Ernst Inauen
Dass innovative Schweizer Firmen auf dem internationalen Markt noch immer gute Chancen haben, beweist die Cleanfix Reinigungssysteme AG, Henau. Seit 30 Jahren entwickelt und produziert das Unternehmen Reinigungsmaschinen von hoher Qualität, die vor allem für Industrie, Gewerbe, Schulen und Spitäler bestimmt sind.

Das kantonale Forum CVP 60 Plus unterstützt die Interessen und Fähigkeiten von Seniorinnen und Senioren. Neben informativen und bildenden Vorträgen bietet sie Möglichkeiten für Besichtigungen von Betrieben und Anlagen von allgemeinem Interesse. Die Angebote können ungeachtet einer Parteizugehörigkeit von allen älteren Personen benutzt werden. Ziel der Frühjahrsexkursion war diesmal die Cleanfix Reinigungssysteme AG, die seit 30 Jahren in Henau domiziliert ist. Für den Kreis Wil-Untertoggenburg organisierte Othmar Seiler die Besichtigung.

Haus der Sauberkeit
Rund 20 interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger folgten der Einladung. Im Ausstellungsraum begrüsste Verkaufsleiter Marc Preisig die Besucher. Mit einem kurzen Film und ergänzenden Erklärungen stellte er die erfolgreiche Firmengeschichte vor. Firmengründer Christoph Loosli entschloss sich nach einer kurzen Zeit als Importeur von amerikanischen Teppichreinigungsmaschinen, solche Geräte selber zu bauen und zwar in besserer Qualität. Voller Ideen und mit innovativem Unternehmergeist baute er seinen Betrieb kontinuierlich aus. Der Betrieb in Henau bietet heute etwa 130 Arbeitsplätze. Mit zwölf Niederlassungen im Ausland betrage die Zahl der Angestellten etwa 290 Personen. Mit zirka 70 % Exportanteil nach 70 Ländern trage Cleanfix den guten Namen der Schweizer Qualität hinaus in die ganze Welt, bemerkte der Verkaufsleiter. Cleanfix habe übrigens im Jahr 2005 den Innovationspreis der swissregiobank erhalten.

Qualitätsbewusstsein
„Für den Unternehmer Christoph Loosli steht höchste Qualität an vorderster Stelle. Die Produktion ist auf ökologischen und ökonomischen Grundsätzen aufgebaut, abgestimmt auf die Kundenbedürfnisse“, umschrieb Marc Preisig die Firmenphilosophie. Deshalb sei auch das Angebot an verschiedenen Ausführungen gross, auf Kundenwünsche werde so weit wie möglich eingegangen.

Pro Jahr würden etwa zwei neue Produkte entwickelt. Die Produktion wird von der Konstruktion bis zur Endmontage und Spedition vollumfänglich im eigenen Betrieb abgewickelt. Durch den kürzlich erstellten grossen Erweiterungsbau deutete der Firmeninhaber an, dass er dem Produktionsstandort Henau treu bleibt. „Wir sind zwar in einem höheren Preissegment angesiedelt als die ausländische Konkurrenz, aber swiss made quality verkauft sich immer noch sehr gut, wie unsere steigenden Umsatzzahlen zeigen“, bemerkte Verkaufsleiter Preisig stolz.

Beeindruckend
Auf dem Rundgang durch die Fabrikations- und Montagehallen liessen sich die Gäste die Produktionsabläufe zeigen. Auf modernsten Spritzgussmaschinen werden sämtliche Kunststoffteile, Tanks und Gehäuse selber fabriziert. Bis ins Detail sind die Abläufe an den Arbeitsplätzen festgelegt. Auch an den Montagebändern ist die Vorgabezeit festgelegt. Zum Teil werden an den Maschinen die Bediener mit Vormontagearbeiten beschäftigt, um tote Wartezeiten zu überbrücken.

Im Zwei- oder Dreischichtbetrieb werden die Maschinenkapazitäten optimal ausgenutzt. Der Verkaufsleiter wies auf die hohen Kosten der Spritzgussformen hin. Deshalb seien Seriengrössen unter 1000 Stück des gleichen Typs nicht rentabel. Im Rotationsverfahren werden auf einer imposanten Anlage die Kunststofftanks für die Reinigungsflüssigkeit hergestellt. Die Nachbearbeitung erfolgt auf einer CNC- und Robotergesteuerten Maschine.

In alle Welt
Mit dem bewährten Kanbansystem für Kaufteile wie Schrauben und anderen kleinen Montageteilen können Unterbrüche in der Montage vermieden werden. Ein zweistöckiger Megalift enthält Bestandteile, welche computergesteuert abgerufen werden können. Alle Maschinen und Geräte werden vor der Auslieferung getestet.Im neuen Speditionsgebäude entdeckten die Besucher an den fertig verpackten Sendungen die weltweit verbreitete Kundschaft.

Im Schauraum konnten die verschiedenen Modelle in den Hausfarben schwarz und rot des vielfältigen Vertriebsprogramms näher betrachtet werden. Ein gwundriger Besucher durfte gar die grösste fahrbare Reinigungsmaschine besteigen und testen.


Hohlkörper aus Kunststoff werden im Rotationsverfahren hergestellt.
Im computergesteuerten Megalift sind Bestandteile gelagert.
Beeindruckte Besucher, darunter auch einige Frauen.
Testfahrt auf der wendigen Reinigungsmaschine Sauber.
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