VR Präsident Heinz Jost von Clientis Ersparnisanstalt Oberuzwil konnte vor rund 200 Teilnehmern das dritte Finanzforum eröffnen.
AFG-Chef Edgar Oehler: "Jeden Tag sind Sie beim Einkaufen wohl Kunde eines Kunden von AFG".
Die AFG Arbonia-Forster Holding basiert auf fünf Divisionen.
Waren es beim Nettoerlös im 2002 noch etwas über 600 Mio, so sind es heute über 1,2 Mia Franken. Die 2 Mia-Grenze ist nach Oehler nur noch eine Frage der Zeit.
„Jeden Tag sind sie Kunde eines Kunden von AFG“ Bei Clientis Ersparnisanstalt Oberuzwil gastierte am 3. Finanzforum der unverkennbar erfolgreiche Unternehmer Edgar Oehler, Präsident der AFG Arbonia Forster Holding.
26.06.2007, Niklaus Jung Finanztalk war beim Finanzforum von Clientis Ersparnisanstalt Oberuzwil (EAO) im Uzwiler Gemeindesaal angesagt. Nicht nur von finanziellem, so auch von unternehmerischem Erfolg berichtete Gastreferent Dr. Edgar Oehler von der AFG Arbonia Gruppe. „New Economy“, zu diesem Thema referierte Dr. Stefan Jaeger, Mitglied der Geschäftsleitung der Wegelin Privat Bankiers und VR der Clientis EAO.
Bei den Finanzforen der Clientis Oberuzwil steht die Kontaktnahme mit den Kunden und der Region allgemein im Vordergrund, wie sich VR-Präsident Heinz Jost gegenüber InfoWILplus im Gespräch ausdrückte. Die Aktualitäten aus dem wirtschaftlichen Gefüge der Ostschweiz konnten mit dem Referat des Unternehmers Edgar Oehler nicht besser zur Sprache gebracht werden. Von wirtschaftlichem Wandel, New Economy, sprach im zweiten Teil VR Mitglied Stefan Jaeger. Rund 200 Personen aus der Region wollten die angekündigten Informationen nicht verpassen.
Einsatz über alles von zu Hause aus Der europaweit bekannte Unternehmer Edgar Oehler von der AFG Arbonia Forster Gruppe zeichnete in seinem Referat einen unternehmerischen Werdegang auf, wie er nur noch selten zu finden ist. Nach 24 Jahren in der Politik habe er noch einmal etwas bewegen wollen, in Bern wollte man ihn nicht mehr haben und im Nachhinein: „Es war gut so“, eröffnete Oehler seine Ausführungen. Er habe von zu Hause aus gelernt sich zu bewegen. Sein Vater sei Maler gewesen, er habe Gipser gelernt, ihre Zusammenarbeit habe sich immer optimal ergeben, beide hätten gewusst in welcher Saison ihre Arbeit gefragt sei.
Das Wissen, was der Konsument wünsche, worauf er anzusprechen sei, mache den Erfolg aus. In seinem Unternehmen habe er sich all jenen Dingen zugewendet, welche in der Kombination das Umfeld von Wohn- und Geschäftsräumen belegen. In fünf Divisionen agiert Oehler heute mit seinen 5'500 Mitarbeitern, von Fenster-Türen, über Küchen, Sanitär-Heizung, Stahl- und Oberflächentechnik.
Traumhafte Marktanteile Oehler konnte an Hand des erfolgreichen Geschäftsverlaufs belegen, dass sich sein fortschreitender Ausbau der Geschäftsfelder auf einer guten Basis bewegt. So sei er in Sachen Radiatorenherstellung heute zum grössten Hersteller aufgestiegen. Asco Swiss, eine Spezialfirma für Heiztechnik, habe er gar gekauft, ohne sie je gesehen zu haben. Die spezielle Technik habe ihn derart fasziniert, er habe nicht lange überlegen müssen. Die AFG Gruppe ist unterdessen in beinahe allen Ländern Europas mit Produktionen oder Verkaufsstellen vertreten.
In Sachen Küchen belegt AFG derzeit 20 Prozent Marktanteile, bei den Kühlschränken mache dies beinahe zwei Drittel aus. Bei Fenster und Türen via die Firma Ego-Kiefer mache der Marktanteil 37 Prozent aus.
Nanotechnologie bei der Oberflächenbehandlung Oehler selber verfügt über alle Geschäftsbereiche ein breites Wissen, wie sich in seinem Referat zeigte. In seiner Person kam auch das sonst kaum mehr anwesende Bild des unternehmerischen Patrons zum Ausdruck, welcher sich vor allem für den Ausbau und den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzt.
Dass er technisch an vorderster Front dabei ist, zeigte Oehler an Hand der Technologien bei der Oberflächenbehandlung auf. Die Nanobeschichtung ergebe eine reinigungsfreie Oberfläche, Nanochrom sei das heutige Label der Firma Hartchrom. Die Ertragslage zeigt ebenfalls Erfolg an Erfolg. Im 2003 habe er mit 146 Mio begonnen, im 2006 sei der Wert auf über 1,2 Mia angestiegen und werde im 07 wohl 1,4 Mia erreichen, die 2 Mia-Grenze sei in Sicht. Allein der Wareneinkauf habe im 07 über 600 Mio verschlungen und in den letzten fünf Jahren hätten sie mehr als 1 Mia Franken in Gebäude und Anlagen investiert.
Mit viel Applaus wurde das Referat des erfolgreichen Unternehmers Edgar Oehler mit seiner AFG Holding verdankt. VR Mitglied der Clientis EAO, Ernst Dobler, würdigte im Anschluss den Unternehmer Edgar Oehler als klare Bestätigung dessen, dass in der Ostschweiz noch erfolgreiche Firmen aufgebaut werden können. Oehler sei auch das lebendige Beispiel wie man Arbeitsplätze schaffen und auch auf längere Sicht erhalten könne.
New Economy gibt es doch Als zweiter Referent trat Dr. Stefan Jaeger, Mitglied der Geschäftsleitung bei Wegelin Privatbankiers und Verwaltungsrat bei Clientis Ersparnisanstalt Oberuzwil. Mit seinem Thema „Doch noch New Economy“ zeigte Jaeger auf, dass dem sensationellen Wachstum vor dem Jahr 2000 und dem Zusammenbruch an den Börsen im 2001 heute ein neuer wirtschaftlicher Aufbruch stattfinde.
Wenn früher junge Manager Firmen an den Markt gebracht hätten, durchbreche heute der Konsument die Kartelle, der Konsument sei international geworden, am Internet könne in der ganzen Welt eingekauft werden. Ob Socken, Viagra oder Casino, der Konsument werde täglich mit neuen Emails von Anbietern aus aller Welt beschossen. Der Staat werde bei diesem Geschäft schlichtweg umgangen.
Casino Kapitalismus Aber auch bezüglich Meinungsbildung und Partnersuche sei die Welt international geworden. Das Portal www.paarship.de könne bei der Partnersuche eine Erfolgsquote von über 40 Prozent aufweisen. Die Meinungen untereinander auszutauschen erfolge nicht mehr allein auf regionaler Basis. Die sogenannten Blog-seiten auf dem Internet ermöglichten den weltweiten Austausch von China bis ins Calancatal.
Jaeger zeichnete auch das Bild der arbeitsteiligen Welt. Produkte würden irgendwo auf der Welt hergestellt, um diese dann dort zu verkaufen, wo sich die Nachfrage zeigt. Mehr Wettbewerb sei die Devise, Unternehmen seien bekanntlich unterdessen auch erhältlich und nicht mehr allein nur Produkte. Wir lebten in einem so genannten Casino-Kapitalismus.
Abschliessend seiner Ausführungen kam Stafan Jaeger auch auf die aktuellen Aussichten an der Börse zu sprechen. Trotz zahlreichen Unkenrufen über baldige Börsentiefs könne auch aus der Sicht von Clientis Ersparnisanstalt Oberuzwil davon ausgegangen werden, dass das Hoch noch mehr als ein Jahr überdauern werde.
Mit einem Apero im Anschluss bedankte sich Clientis EAO bei den Gästen für Ihr Interesse.
Die AFG ist in ganz Europa, entweder mit Produktionsstätten oder Verkaufsstellen vertreten.
New Economy, darüber referierte im zweiten Teil Stefan Jaeger von Wegelin Privatfinanziers.
Mit einem "Betti-Chistli" bedankte sich die Clientis EAO bei den beiden Referenten.
Auch nach dem Anlass war Edgar Oehler gefragter Gesprächspartner. Ernst Dobler (rechts), VR-Mitglied bei der Ersparnisanstalt Oberuzwil, würdigte das Referat Oehlers als wirtschaftlichen Beitrag, dass in der Ostschweiz noch wirtschaftlich etwas zu bewegen ist.