Sie bereiteten die umfassenden Informations-unterlagen und die neuen Statuten vor, von links: Sandra Dürig, Alois Beer, Ursula Künzle, Josef Meier, Philipp Hengartner, Patricia Aeschbacher.
Der einsatzfreudige Vorstand des SVKT-Turnerinnenvereins, von links: Ursula Künzle, Kathrin Keller, Sandra Dürig, Patricia Aeschbacher, Brigitte Hinder.
Die SVKT-Turnerinnen diskutierten über Vor- und Nachteile einer Fusion An der Hauptversammlung des SVKT-Turnerinnenvereins Niederhelfenschwil informierte die Präsidentin über den geplantenZusammenschluss mit dem TSVN.
24.01.2007, Ernst Inauen Der SVKT-Turnerinnenverein Niederhelfenschwil traf sich zur 39. Hauptversammlung im Mehrzweckgebäude. Nach den Berichten der Riegenleiterinnen und der Präsidentin standen die Ehrungen und die Information über eine allfällige Fusion im Mittelpunkt.
Ueber 70 Turnerinnen und rund ein Dutzend Gäste des TSV und der Jugi-Kommission nahmen an der ordentlichen Jahresversammlung teil. Zum Tagesthema „Vital“ passten der an Vitaminen reiche Willkommensdrink, die Tischdekoration mit frischen Früchten und der Imbiss, der nach dem geschäftlichen Teil offeriert wurde.
Die Präsidentin Ursula Künzle führte souverän und sachlich durch die reich befrachteten Traktanden. Vor allem auch die durch eine gemischte Kommission aus beiden Vereinen sehr gut vorbereitete Fusionsinformation überzeugte die Mitglieder. Das kam denn auch in verschiedenen Voten zum Ausdruck, welche in der Diskussion zum brisanten Thema den Meinungsumschwung wiedergaben. Bei den bisherigen Anläufen für einen Zusammenschluss ergaben sich mehrheitlich ablehnende Resultate.
Neuer Anlauf Die Vorstände der beiden Vereine befürworten ein Zusammengehen. Sie bildeten eine sechsköpfige Kommission, der vom SVKT-Turnerinnenverein die Präsidentin Ursula Künzle, die Kassierin Patricia Aeschbacher und Sandra Dürig angehören. Vom TSV engagierten sich Präsident Josef Meier, Kassier Philipp Hengartner und Ehrenmitglied Alois Beer. Sie befassten sich in den letzten Monaten intensiv mit Fusionsgesprächen.
Analysiert wurden in einem vorbereitenden Workshop der Istzustand der Vereine und die Vor- und Nachteile einer Fusion. Der SVKT-Turnerinnenverein umfasst heute 6 Riegen mit über 90 Mitgliedern. Dem TSV gehören in fünf Riegen ebenfalls rund 90 Mitglieder an, und die eigenständige Jugendriege zählt zurzeit gegen 200 Kinder und Jugendliche.
Bereits seit Jahren werden Turnanlässe und andere Veranstaltungen gemeinsam durchgeführt. Auch die seit 2004 autonome Jugendriege wird durch eine gemeinsame Kommission geführt. Im vergangenen Jahr beschafften die beiden Vereine auch einheitliche Trainingsanzüge und gestalteten eine gemeinschaftliche Homepage.
Gemeinsame Zukunft Die beiden gesunden Vereine könnten nach Meinung der Verantwortlichen ohne grosse Nachteile als gleichberechtigte Partner einen Neustart auf solider Basis wagen. Ein Kompromiss bei den Jahresbeiträgen und der Leiterentschädigung müsste im Sinne der Gleichberechtigung allerdings eingegangen werden. Während beim SVKT die Reduktion der Beiträge allen Mitgliedern zugute kämen, müssten anderseits die Leiterentschädigungen deutlich reduziert werden.
Bisher war sie bei den Frauen wesentlich höher angesetzt als bei den männlichen Riegenleitern. Zu diesem Punkt äusserten sich in der Diskussion einige Mitglieder, welche bei einer Reduktion der Leiterinnenentschädigung eine Qualitätseinbusse befürchten. Gemäss einer Umfrage bei den Leiterinnen sei eine gewisse Bereitschaft zu einem Kompromiss zu erkennen, entgegnete die Vereinspräsidentin.
Bei einer allfälligen Neugründung wären rund 180 erwachsene Turnerinnen und Turner sowie etwa 200 Kinder und Jugendliche unter einem gemeinsamen Dach vereint. Einige Frauen bedauerten einen Verbandswechsel der SVKT-Turnerinnen zum Verband Sport Union Schweiz (SUS). Das SVKT-Ausbildungszentrum Chlotisberg habe die frauenspezifischen Bedingungen besser berücksichtigen können als ein auf Männer spezialisierte Institution. Nachdem es jedoch aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden musste, bietet sich das breite Ausbildungsangebot des wesentlich grösseren Verbandes SUS als Alternative an.
Vielseitige Aktivitäten In ihrem vierten Präsidialbericht rief Ursula Künzle die Aktivitäten und Höhepunkte des vergangenen Jahres in Erinnerung. Neben dem vielfältigen Angebot in den Riegen sei der Selbstverteidigungskurs des kompetenten Leiters Peter Germann bei den vierzehn Teilnehmerinnen sehr gut angekommen. Der zweimal durchgeführte Nordic Walking-Kurs war ebenso ein begehrter Programmpunkt wie der sehr gut besuchte Vereinsabend bei der Rosenberg-Feuerstelle. Er soll auch im laufenden Jahr wiederholt werden.
Die Präsidentin erwähnte im Weiteren, dass einige Austritte durch den Eintritt von fünfzehn neuen Mitgliedern mehr als kompensiert werden konnten. Erfreulicherweise konnten auch Leiterinnen-Rücktritte sofort wieder besetzt werden. Es bildete sich gar die neue Riege „Damen aktiv“, geleitet von Barbara Scherrer. Die Riegenleiterinnen ergänzten mit eigenen Berichten das Geschehen in ihren Gruppen. Besonders amüsant hörte sich der Reisebericht von Brigitte Brägger an, der über die Erlebnisse eines Wellness-Wochenendes aufklärte.
Die Mithilfe bei verschiedenen Anlässen in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit dem TSV brachte den Turnerinnen einen willkommenen Zustupf in die Vereinskasse. Zufrieden zeigten sich Ursula Künzle und OK-Chef Roman Isler über die erfolgreiche Turnshow zum Jubiläum des TSV. Am Verbandssportfest der Sport Union Schweiz beteiligten sich auch einige Turnerinnen mit Erfolg.
Ehrungen Mit besonderer Freude konnte Ursula Künzle die Ehrung von langjährigen Mitgliedern vornehmen. Während 35 Jahren prägte Theres Künzle als Technische Leiterin und später als Volleyball-Trainerin den Verein. In kompetenter und zielgerichteter Art vermittelte sie zahlreichen Turnerinnen und Volleyballerinnen die Freude an Sport und Spiel. Nun zieht sie sich von der Leitertätigkeit zurück. „Wenn Theres nicht schon seit langem Ehrenmitglied wäre, müsste ich sie heute dazu vorschlagen“, bemerkte die Präsidentin, als sie ihr ein prächtiges Blumenbukett und einen Gutschein überreichte.
Seit 35 Jahren turnen Margrit Schnider und seit 30 Jahren Ruth Hengartner im Helfenschwiler Verein, was ebenfalls ein kleines Geschenk wert war. Beiden wurde ebenfalls vor einigen Jahren aufgrund ihrer Verdienste als Funktionärinnen die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Auch alle Leiterinnen und die Kommissionsmitglieder erhielten ein Dankespräsent.
Die Vereinspräsidentin Ursula Künzle informierte sachlich und ausführlich über die Fusionsabsichten.
35 Jähre prägte Theres Künzle mit grossem Elan und Sachkompetenz in verschie-denen Funktonen den Verein. Das Ehrenmitglied wurde nach dem Rücktritt als Volleyball-Trainerin mit Blumen und einem Säntisgutschein verabschiedet.
Seit einem Jahr führt Patricia Aeschbacher die Vereinskasse. Sie gehört auch der Fusions Vorbereitungskommission an.
Für ihre langjährige Vereinstreue wurden Margrit Schnider, links (35 Jahre) und Ruth Hengartner (30 Jahre) geehrt.
Maria Allenspach setzt sich nicht nur im Verein als Riegenleiterin ein. Sie wurde im Verband Sport Union Schweiz als Kommissions-mitglied gewählt und betreut das Ressort Seniorensport.
Die neue Volleyball-Trainerin Beatrice Beerli berichtete über die Aktivitäten ihrer Riege.