So, 11.11.2007
Jahrgang 8, Nr. 2872
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Präsident Benno Ruckstuhl leitete die Versammlung.
75 Mitglieder folgten den Ausführungen.
Der neue Vorstand: vlnr. Benno Ruckstuhl, Präsident, Willi Helg, Kassier, Irmgard Mäder, Vize, Käthy Marfurt, Aktuarin.
Stadtpräsident Dr. Bruno Gähwiler informierte über die 2. Bauetappe Hof zu Wil.

Die etwas andere Hauptversammlung der Kunst- und Museumsfreunde Wil und Umgebung.
Nach den üblichen Traktanden der HV kamen die Mitglieder in den Genuss des ältesten Tanzes der Menschheit.

06.11.2007, Gerhard Kasper
Die 31. HV der Kunst- und Museumsfreunde Wil ging wie gewohnt rasch und konfliktlos über die Bühne; was Marianne Bachmann, alias Khadiishe, anschliessend vortrug und -tanzte, war ein eindrückliches Kulturerlebnis.

Für einmal fand die jährliche Hauptversammlung nicht wie üblich im Hof zu Wil statt, sondern im Kleinen Saal der Tonhalle. Der Grund ist sicher im „kulturellen Teil“ zu suchen, der im Anschluss an die Versammlung die Mitglieder begeisterte.

Geschäftlicher Teil
Dank der zusammen mit der Einladung verschickten Jahresberichte, der Rechnung und Bilanz, konnten die ersten Punkte der Traktandenliste zügig und ohne Diskussion abgehandelt werden.
Ein Antrag auf Erhöhung der Mitgliederbeiträge um 25% hatte keine Chance; in Anbetracht der gesunden Finanzlage des Vereins folgten die Mitglieder grossmehrheitlich dem Antrag des Vorstandes, die Beiträge auf der bisherigen Höhe zu belassen.

Die Mitgliederzahl hat sich gegenüber dem letzten Jahr um 16 verringert; den 6 Neueintritten stehen 22 Austritte wegen Alter, Tod oder Wegzug gegenüber. Der Verein hat zur Zeit 578 Mitglieder.

Für die kommende Amtsdauer von drei Jahren stellten sich alle Bisherigen wieder zur Verfügung: Benno Ruckstuhl, Präsident, Irmgard Mäder, Vize, Käthy Marfurt, Aktuarin, Willi Helg, Kassier; als Beisitzer Alfons M. Bischof, Alex Dillinger, Peter Haug, Ruedi Schär, Werner Warth – eine erfreuliche Tatsache, sind alle doch für den Verein zur Hauptsache ehrenamtlich tätig.

Für die Aktion „Hof-Orden“ sind bis dato 4'235 Franken eingegangen. Durch Verdoppelung aus der Vereinskasse reicht der Betrag nahe an die 10'000-er Marke. Diese Grenze zu übersteigen ist das Ziel; das Geld wird der Stiftung Hof überwiesen.
Stadtpräsident Dr. Bruno Gähwiler nutzte der Gelegenheit, um über die 2. Bauetappe der Hofrenovierung zu sprechen und lobte das Engagement der Mitglieder der Kulturvereinigung: „Jeder von Ihnen gespendete Franken ist ein Zweifränkler!“

Kultureller Teil
Was vor wenigen Jahren bei den Kunst- und Museumsfreunden als kultureller Beitrag undenkbar gewesen wäre, überraschte nach der HV die Mitglieder:
Marianne Bachmann, alias Khadiishe, entführte in die faszinierende Welt orientalischer Tänze.
Ursprünglich Primarlehrerin, bildete sie sich in Jazztanz, Flamenco und Afro-Dance aus. Dann entdeckte sie die uralte Kunst des Orientalischen Tanzes, den sie in allen Variationen intensiv studierte und lernte.

Wie sehr Khadiishe von Kultur und Eigenheiten des Orientalischen Tanzes durchdrungen ist, zeigte sich in ihren Ausführungen. Begeistert und einprägsam schilderte sie die Geschichte und Entwicklung dieser Kunstform und korrigierte auf charmante Art manche Vorurteile oder falsche Vorstellungen. Am überzeugendsten jedoch waren die tänzerischen Darbietungen, mit denen sie ihre Ausführung anschaulich umsetzte.
Auf einen überraschendem Tanz zu einem Stück von Mozart (!) folgte ein temporeicher Zigeunertanz; beim anschliessenden Schwerttanz balancierte die Künstlerin zwei Schwerter auf dem Scheitel – eine wahrhaft akrobatische und äusserst ambitionierte Leistung. Mit einem Trommelsolo mit viel Shimmy (feines, äusserst schwieriges Zittern im Bauch-Hüft-Bereich) beschloss Khadiishe ihr faszinierendes Programm.


Akrobatisch-sensibler Schwerttanz.
Marianne Bachmann, alias Khadiishe, referierte über Orientalische Tanzkunst.
Leidenschaft, Temperamtent und Anmut.
Graziöse und subtile Tanzfiguren
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