Gut gegessen - schlecht ernährt Am Uzwiler Ernährungsabend wurde klar betont, dass Bewegung und Ernährung Hauptfaktoren für unsere Gesundheit sind und was man dafür tun kann.
21.11.2007, Ueli Merz Zum Referat von Ralph Biedermann kamen viele Interessierte ins Hotel Ochsen Niederuzwil. Um sich gesund zu erhalten muss jeder selbst dafür sorgen, mit genügend Bewegung und besserer Ernährung.
Referent Ralph Biedermann und Mitorganisator Dr. Alois Gut aus Oberuzwil.
Empfehlungen zu genügend Bewegung: Weniger fahren, mehr gehen.
Die anwesenden Zuhörer sind motiviert und gesundheits-bewusst. Die Risikogruppen interessieren sich anscheinend weniger für ihre Gesundheit.
Angeregte Diskussion nach dem Vortrag beim Gemüsedipp mit Wasser: Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Jedermann weiss: Wir werden immer dicker. Die Folgen der Fettleibigkeit und Bewegungsmangels sind Rückenprobleme, Zuckerkrankheit und steigende Krankheitskosten. Wir sind selber schuld an dieser unheilvollen Veränderung. Wer etwas dagegen unternehmen will, kann dies mit relativ wenig Aufwand und viel Disziplin tun.
Genügend Bewegung Der Referent Ralph Biedermann gestand, selber vor zwei Jahren einen Rückenschaden erlebt zu haben, der ihn wieder auf den Pfad der sportlichen Tugend zurück führte. Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer kann der Körper nicht speichern, darum heisst es, sich andauernd um genügend Bewegung zu kümmern. Täglich 30Min. oder 3x10Min, sowie 20-60Min. Ausdauertraining und etwas Krafttraining sind optimal. Die Bewegung dient dem schwammartigen Gewebe, wozu Bandscheiben und Knochen zählen, zum Nahrungsaustausch. Ohne Bewegung werden sie porös. Die Muskulatur ist das grösste Stoffwechselorgan. Bewegung vermindert muskuläre Dysbalance und Haltungsschäden.
3 mal täglich 10 Minuten Wer nimmt sich dazu genügend Zeit? 2/3 bewegen sich zu wenig mit zunehmender Tendenz. Adiposotas und Diabetes mellitus, also Fettleibigkeit und Zuckerkrankheit sind daraus folgende Zivilisationskrankheiten, inklusive Herzinfarkt.
Genügend Rohkost Früher bewegten sich Menschen 16km täglich und ernährten sich hauptsächlich von roher, unverarbeiteter Naturkost in kleinen Portionen und tranken Wasser. Über unsere Ernährung weiss jeder selbst Bescheid. Vor allem viele Junge mögen kein Obst und Gemüse mehr oder es fehlt das Angebot. Empfohlen werden mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Bei einem 4-Personen Haushalt wären dies monatlich 90kg. Der Bedarf steigt zudem durch die sinkende Qualität vieler Nahrungsmittel durch Transport und Lagerung.
Die Bedeutung von Obst und Gemüse besteht darin, mit deren Antooxidantien das Immunsystem zu stärken, um die Stoffwechselprodukte freie Radikale und oxidativen Stress zu bekämpfen und auch den äusseren Einflüssen wie Luftverunreinigung, Chemikalien und Medikamente besser zu trotzen. Unter dem Stichwort "Anti Aging" geht es darum, gewisse Alterungsprozesse hinaus zu schieben.
Nahrungsergänzung Zum Glück gibt es Unterstützung für eine gesundere Ernährung. Nicht nur die ungesunde Ernährung kommt aus Amerika, sondern auch deren Bekämpfung. Die Nahrungsergänzung spielt in der rohkostarmen Ernährung eine zunehmende Rolle. Was bei unseren lieben Haustieren selbstverständlich ist, wird auch bei uns gefördert. Juice Plus+, so gut wie die Natur, heisst der Werbeslogan eines der meist untersuchten Produkte, welche die Hälfte des täglichen Bedarfs decken und trotzdem günstig seien, hergestellt aus getrocknetem Obst und Früchten.
Auswärts Kampf dem Junk Food Wer täglich auswärts arbeitet, hat es nicht einfach, sich gesund zu ernähren. Ein Glas Wasser ist einfach auf jedem Schreibtisch zu stellen. Kantinen grosser Firmen bieten immer häufiger gesunde Alternativen zu den üblichen Menüs. Wer die täglichen Gewohnheiten durchbrechen will, muss sich aber schon umgewöhnen. Wie sich der Umstieg von Schnipo auf bessere Nahrungsmittel und Nahrungsergänzung auswirkt, muss jedermann selbst testen. Wer es nicht versucht, kann sich auch nicht verändern. Die Diskussion nach dem Vortrag wurde rege genutzt. Mitorganisator Dr. Alois Gut aus Oberuzwil konnte viele Fragen beantworten und beruhigen, dass eine Überdosierung an Vitaminen durch zu viel Obst und Gemüse nicht möglich ist. Zum offerierten Apéro wurden feine Gemüsedipp und Wasser gereicht.