Das Architekten-Duo Hansruedi Wirth und Karlpeter Trunz zeigt seine Kreativität nicht nur in Projekten, auch das Büro im ehemaligen Kraftwerk Felsegg prägt deren Ideenreichtum.
Vor 20 Jahren starteten die beiden Architekten. Zu den ersten Projekten gehörte die Erweiterung der Gärtnerei Weber in Uzwil.
Schon bald wurden die Fühler auch ins Ausland ausgestreckt, in Spanien entstanden unter ihrer Planung Ferienhäuser.
Mit 23 Mio Bausumme gehört das Projekt Werkhof Schmerikon im 2002 zu den grössten Bauwerken des Architekturbüros.
„Kreativität ist das Markenzeichen“ Exakt am 5. Februar vor 20 Jahren startete das Architektenduo Karlpeter Trunz und Hansruedi Wirth an der Bachstrasse in Niederuzwil mit dem eigenen Architekturbüro, ein Rückblick.
05.02.2007, Niklaus Jung Gefeiert wurde am Montag beim Architekturbüro Trunz und Wirth in Henau das 20-jährige Bestehen mit einem Rückblick auf 20 Jahre Bauen, Beraten und Ausbilden. Beachtenswert am Wirken der beiden Architekten Karlpeter Trunz und Hansrudi Wirth ist aber vielmehr deren Vielseitigkeit und Ideenreichtum und die Tatsache, dass sie sich in einer mehrheitlich rezessiven Zeit zu einer beachteten Adresse emporgearbeitet haben.
20 Jahre Bauen, 20 Jahre Beraten und Wünsche erfüllen und auch 20 Jahre Ausbilden, mit diesen Leitsätzen eröffnete Karlpeter Trunz den geschichtlichen Abriss ihres Architekturbüros. Die beiden Architekten Karlpeter Trunz und Hansruedi Wirth blicken auf eine herausfordernde aber auch spannende Zeit zurück. Nicht weniger spannend sieht auch der Ausblick aus.
An der Medieninformation machte der Geschäftsleiter Karlpeter Trunz deutlich, dass sie auf erfüllte Jahre zurückblicken könnten, dass sie aber auch strube Zeiten erlebt hätten. In ihren 20 Jahren Wirken seit 1987 hätten sich auch rund 15 Jahre Rezession befunden, welche insbesondere die Baubranche getroffen habe. Dennoch hätten sie keine Kurzarbeit oder Entlassungen aussprechen müssen, mit alternativen Ideen hätten sie immer zu kreativen Aufträgen gefunden.
422 Objekte bearbeitet Während Karlpeter Trunz für das Baumanagement und die Geschäftsleitung verantwortlich zeichnet, steht sein Partner Hansruedi Wirth der Bauplanung vor. Seit 10 Jahren ist auch die Rosmarie Trunz im Sekretariat aktiv. Mit fünf Mitarbeitern starteten die beiden Architekten vor 20 Jahren, sie zählen sich mit ihren 7 bis 9 Mitarbeitern heute zu den mittleren Architekturbüros. Hansruedi Wirth betonte in seinen Ausführungen, dass in all den Jahren eine zufriedene Bauherrschaft, so auch nach Bauabschluss, im Vordergrund gestanden habe, so nach dem Motto „Der Kunde ist König“.
In den 20 Jahren durchliefen 422 Projekte das Büro, gezählt wurden die Aufträge mit einem Volumen über 5'000 Franken Honorarsumme. Zu den ersten Projekten gehörte die Erweiterung der Gärtnerei Weber in Oberuzwil. Trunz und Wirth zeichnete sich in den Jahren durch Vielseitigkeit aus, die Palette der Projekte führte vom Einfamilienhaus über gewerbliche Projekt bis zu Schulhausbauten. Zu den grössten Projekten gehört der Werkhof Schmerikon mit einer Bausumme von 23 Mio Franken aus dem Jahre 2002.
Verschiedene Baulandschaften geprägt Die beiden Architekten haben sich in ihren 20 Jahren zahlreichen Herausforderungen stellen müssen. Gerade die rezessiven Jahre haben aber auch zu kreativen Ideen geführt, welche dem Büro heute überaus nützlich sind. Gerade, weil man sich verschiedenen Bauvorhaben stellen musste, könnten sie heute von zahlreichen Erfahrungen profitieren, informierte Hansruedi Wirth. Sie hätten sich nicht nur in Sachen Bauplanung hervortun können, auch bei Überbauungsplänen seien ihre Ideen immer gut aufgenommen worden.
Gewerbebauten und Reihenhäuser standen in den Anfängen im Vordergrund. Aber schon bald streckte man die Fühler auch ins Ausland aus, in Spanien entstanden in Moraira unter ihrer Planung Ferienhäuser besonderer Bauart. Das PTT-Gebäude beim Bahnhof Uzwil entstand im 1990, gefolgt von der Überbauungsplanung Gupfen der Firma Bühler, wo erstmals die verdichtete Bauweise Einzug gehalten habe. Zu den ausgewählten Projekten der ersten Jahre gehörte auch die Sanierung des Oberuzwiler Bürgerheims. Aber auch Galerien gehören zur Projektpalette der Beiden, eine davon steht in Zürich. Trunz betonte auch die erfolgreiche Umsetzung von Projekten in Arbeitsgemeinschaften. Neue Erfahrungen brachte die Sanierung der Eishalle in Niederuzwil, wo auch technische Probleme zu bewältigen waren.
Schulhäuser verschiedenster Ansprüche Trunz und Wirth haben sich in diesen Jahren auch bei Bau und Sanierung von Schulhäusern einen Namen gemacht. Erste Herausforderung war die Sanierung der Schulanlage Oberberg in Henau, gefolgt vom Projekt Oberstufe Bronschhofen. Weiteres Schulprojekt war die Aufstockung der Oberstufe Oberuzwil mit Elementbauten. Aus dem Jahre 2004 stammt das letzte Schulprojekt, die Schule Steig in Wittenbach in einer Architektengemeinschaft.
Die grösste Herausforderung nannte Trunz den Bau des Werkhofes Schmerikon mit einer Bausumme von 23 Mio Franken. In Zusammenarbeit mit einem Büro in St. Gallen sei das Bauwerk in einer Bauzeit von nur 15 Monaten entstanden. Ihre Kreativität habe auch beim Tiefbau Anklang gefunden mit der Gestaltung des Kreisels in Oberuzwil.
Die Zukunft steht bei Trunz und Wirth nicht etwa in den Sternen. Auch im laufenden Jahr seien sie wieder an herausfordernden Projekten aktiv. Die Zukunft wollen die Beiden auch mit visionären Ideen gestalten. So prüfen sie derzeit eine Beteiligung an einem Grossprojekt in Dubai, die Fühler sind jedenfalls schon weit ausgestreckt. Der Moment des 20-Jährigen wurde denn auch zusammen mit den Mitarbeitern bei einem feinen Mittagessen im Hotel Uzwil gefeiert, die Motivation für Neues auf hohem Niveau zu halten.
Trunz und Wirth sind auch eine gute Adresse für Schulhäuser, im Bild die Oberstufe Bronschhofen Baujahr 2002.
Wenn Kreativität gefragt ist: Die Gestaltung des Kreisels in Oberuzwil gehört zu den Aushängeschildern der beiden Arichitekten.
Die Ideen sind den beiden Architekten noch nicht ausgegangen, im Visier hat man auch mögliche Projekte in Dubai.
20 Jahre Architekten Trunz und Wirth: Mit dem Personal wurde exakt zum Jahrestag im Hotel Uzwil gefeiert.