Di, 06.03.2007
Jahrgang 8, Nr. 2622
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„Von der Bundespräsidentin berührt sein“
Der Besuch der amtierenden Bundespräsidentin Micheline Calmy Rey in Wil gilt dem Ermöglichen von Nähe zur Bevölkerung.

13.02.2007, Niklaus Jung
Am Mittwoch 21. Februar findet der bereits angekündigte Besuch der Bundespräsidentin Micheline Calmy Rey im Wiler Stadtsaal statt, die Ankunft der Bundespräsidentin ist auf 19 Uhr angesagt. Der Kontakt ist nicht medial aufgegleist, vielmehr will die Bundespräsidentin mit persönlichen Gesprächen Berührungsängste der Bevölkerung abbauen. So sind während der 90-minütigen Begegnung keinerlei Kameras im Saal, um die Spontaneität der Menschen nicht zu stören. Der anschliessende Apero gilt der allgemeinen Kontaktnahme für die Städter.



Die amtierende Bundespräsidentin Micheline Calmy Rey sucht den direkten Kontakt zur Bevölkerung, um den Zusammenhalt der Schweiz weiterhin garantieren zu können.
Für die Vorbereitungen des Besuches der Bundespräsidentin verantwortlich: v.l. Pressesprecher beim Bund Johann Aeschlimann, Stadtpräsident Bruno Gähwiler und Benedikt Wechsler, Dipl. Berater der Bundesrätin.
Die Vorbereitungen für den Besuch der Bundespräsidentin am 21. Februar sind angelaufen. Am Dienstagvormittag informierten sich der diplomatische Berater der Bundespräsidentin, Benedikt Wechsler, und Pressesprecher Johann Aeschlimann mit Stadtpräsident Bruno Gähwiler über die Örtlichkeiten im Stadtsaal und die Abläufe.

Stadtpräsident Bruno Gähwiler zeigte sich erfreut ob der Anfrage, im gewissen Sinne könne die Äbtestadt durchaus als Torwirkung für die Ostschweiz in Erscheinung treten. Benedikt Weibel und Johann Aeschlimann informierten die Medien über die Ziele der Kontakte seitens der Bundespräsidentin.

Wil als Premiere in der Deutschschweiz
Die Bundespräsidentin Micheline Calmy Rey will in ihrem Amtsjahr eine Reihe von direkten Begegnungen mit der Bevölkerung ermöglichen, welche dem Zusammenhalt der vielfältigen Schweiz dienlich sein können. Dort wo sich scheinbare Gegensätze von Stadt und Land, von Tradition und Innovation und von Religionen und Kulturen auftun, will die Bundespräsidentin die Lebensgemeinschaften in ihrem Wirken stützen.

Der Äbtestadt Wil fällt die Ehre der Premiere in der Deutschschweiz zu, der erste Anlass fand bereits am 1. Februar in Monthey im Wallis statt. Die Wahl fiel deshalb auf Wil, weil in dieser Stadt das erwähnte Profil hervorragend zum Ausdruck kommt, Wil auch deshalb, weil es noch zu den Kleinstädten gehört. Dass Micheline Calmy Rey die Nähe zum Kleinen sucht, beweist auch der nachfolgende Besuch im Emmental, wo eine kleine Gemeinde Ort der Kontaktnahme ist.

Der spontanen Kontaktnahme mit den Menschen schenkt die Bundespräsidentin höchste Aufmerksamkeit. Sie will sich keineswegs medienscheu geben, aber bei den direkten Gesprächen mit den Menschen will sie keine Kameras und auch keinen Medienrummel um sich haben. Die Leute sollen spontan reden können, ohne dauernd von Kameras und Blitzlichtern gestört zu werden.

Im Dialog mit der Bevölkerung
Bekanntlich ermöglicht das Amt des Bundespräsidenten oder Bundespräsidentin die Möglichkeit, gewisse politische Akzente zu setzen. Micheline Calmy Rey betonte schon an ihrer Neujahrsansprache, dass sie einen möglichst direkten und offenen Dialog mit der Bevölkerung in allen Landesteilen führen möchte. Zu oft weilten Magistraten an verschiedenste Orten für eine Rede, um dann wieder ohne nähere Kontaktnahme zu verschwinden.

Die Veranstaltung im Stadtsaal ist offen und allen interessierten Kreise zugänglich. Eingeladen sind natürlicherweise auch die St. Galler und Thurgauer Regierung wie auch politische Amtsträger der Stadt. Die St. Galler Regierung wird die Justizministerin Karin Keller-Sutter vertreten. Die Bevölkerung soll Fragen stellen können, ihren Unmut und auch ihre Sorgen äussern dürfen, aber auch Hoffnungen und Ideen sollen bei den Gesprächen Platz haben. Der Kontakt zur Aussenministerin soll nicht primär der Aussenpolitik gelten, aber auch, denn sie betreffe die Menschen im Zeitalter der Globalisierung immer öfters und direkter.

Seitens des Wiler Stadtrates geht die Einladung an die ganze Bevölkerung, sich an der Kontaktnahme im Stadtsaal zu beteiligen.

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