So, 04.03.2007
Jahrgang 8, Nr. 2620
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Am späteren Nachmittag sorgten die "Chesselflicker" aus dem thurgauischen Halden für Lärm und Radau.
Witzig nahm Gemeindepräsident Lucas Keel in der Gestalt eines Frosches "seine" Gemeinde und das Weltgeschehen aufs Korn.

Die Schöne und das Biest
Die Kinder- und Musikfasnacht in der Aula des OZ Sproochbrugg wurde wiederum ein voller Erfolg. Grosse und kleine Masken vergnügten sich bei guter Stimmung.

19.02.2007, Vroni Krucker
Wie schon in den vergangenen 20 Jahren war der Kindermaskenball der Dorfgemeinschaft Niederhelfenschwil ein grosser Anziehungspunkt für Kinder und Eltern. Seit einigen Jahren übernimmt am Abend die Musig das Zepter und gibt ebenfalls die Bühne frei für Masken und andere Fasnachtsbegeisterte.

Bereits zum zweiten Mal fanden die Fasnachtsanlässe aus Sicherheitgründen nicht in der Turnhalle Niederhelfenschwil statt. Das Oberstufenzentrum Sproochbrugg wurde zur Fasnachtshochburg erklärt.

Die Schöne und das Biest
Dieser Titel passte besonders zur Kinderfasnacht. Da spazierten hübsche Prinzessinen, kleine Glückskäfer, Bären, Hasen oder verträumte Clowns ebenso durch den Saal wie gruselige Hexen oder bärbeissige Piraten. Fröhlich tanzte die Jungmannschaft zur fetzigen Musik des Duos „Canios“. Die Kleinsten sammelten eifrig Konfettis, um sie dann - stolz und verschmitzt - den Erwachsenen ins Gesicht zu werfen.

Die Verantwortlichen der Dorfgemeinschaft hatten wiederum für das Wohl der kleinen und grossen Gäste gesorgt. Viele Mamis und Papis sind immer anwesend, denn ohne deren Schutz würde sich manch ein „Fasnachtsbützli“ gar nicht in das bunte, laute Getriebel wagen. Laut wurde es vor allem, als die Guggenmusig „Chesselflicker“ aus Halden eintraf – da floh der eine oder andere Knirps ins Freie oder suchte Schutz auf Mamis Knien, während sich die Grösseren herrlich vergnügten und begeistert mitklatschten.

Spgahettiplausch
Um 18.00 Uhr übernahm die Musig Niederhelfenschwil das fasnächtliche Zepter und startete mit dem schmackhaften und beliebten Spaghettiplausch. Rasch herrschte Jubel, Trubel und Heiterkeit, denn viele feierten schon seit dem Nachmittagsanlass. Bald trafen Einzelmasken und Gruppen ein und machten viel Wirbel. Tolle Stimmung brachten die Zuzwiler „Sprötzchante“ und weitere Gugger mit ihrem ohrenbetäubenden Tuten und Trommeln.

Aktuelle Themen
Die Masken zeigten viele aktuelle Themen. Da sammelten zum Beispiel fleissige Bienen Geld für einen Notausgang in der Helfenschwiler Turnhalle, ohne den dort keine Feste mehr stattfinden dürfen. Die Dorf-Verschönerer schminkten anwesende Damen sehr gekonnt und verteilten Mini-Gemeindelogos. Zwerge schleppten gar einen kleinen Garten an, eine ganze Baumgruppe tauchte auf und Frösche boten sich ein Stelldichein.

Klar waren auch hier Hexen, Putzfrauen, Gespenster und weitere phantasievolle Figuren auf dem Parkett und verteilten grosszügig dubiose Häppchen und Tröpfchen für jede Art von „Wehes und Bebes“ – da ist jeweils schon ein bisschen Vorsicht geboten, kann man doch locker reingelegt werden. Die bevorstehende Fussball-EM gehörte klar zum Angebot, und eine knallgelbe Watschelente tanzte sich beinahe die tapsigen Füsse wund. Selbst ein weisses „Gmeindsblättli“ mit grünem Gras spazierte umher.

In den Trubel hinein erklang plötzlich die Stimme eines Frosches – alias Gemeindepräsident Lucas Keel. Mit witzigen Fersen nahm er „seine" Gemeinde ein bisschen auf die Schippe und brachte auch Aktuelles oder Wichtiges aus dem Weltgeschehen humorvoll aufs Tapet.


Kurt Krucker zeigt, was er ist - ein Musiker mit Leib und Seele.
Prinzessin, Zebra und Pirat tummeln sich auf dem mit Konfetti gepflasterten Parkett.
Besuch aus Afrika - männlich oder weiblich - das ist hier die grosse Frage.
Ein sehr schöner Clown begleitete ihren Gatten an den Maskenball - Birgitt Keel.
Der junge Gugger erwies sich als ausgezeichneter Bläser - dabei spielt er seine Zugposaue erst seit einigen Monaten.
Dem Häschen scheint der Trubel nicht so ganz geheuer -hoffentlich ist Mami in der Nähe.
Wie doch eine spezielle Brille das Aussehen verändern kann.
Der kleine Pirat klammert sich bei all dem Trubel doch ein wenig an Mammis Hand.
"Min Papi hät au immer en Helm a" erklärte der kleine Pistolenmann, dem es im Saal zu laut geworden war.
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