So funktioniert Post Logistik's bei der Aufgabe, um im Abgangszentrum verarbeitet zu werden...,
von den Zielzentren werden wieder die Distributionsbasen wie in Wil beliefert, wo es dann zu den Poststellen, bzw. den Paketkunden geht.
Iwan Knobel, Rickenbacher Gemeindeammann eröffnete den Gwerblerapero 2007 und wünschte sich ein Engagement der Gewerbler in einem Verein.
Aufmerksam verfoglen die Gwerbler den Entlad der Pakete und deren Umverteilung für die Feinverteilung.
Gewerbler interessieren sich für Paketverteilzentrum Die Gemeindeammänner von Rickenbach und Wilen Iwan Knobel und Kurt Enderlin luden am Montagabend die Unternehmensleiter der beiden Orte zum Gwerbler-Apero 2007 ins Paketverteilzentrum der Post ein.
20.02.2007, Niklaus Jung Rund 60 Gewerbler und deren Frauen aus Rickenbach und Wilen fanden sich am Montagabend in der „Distributionsbasis Wil“ der Post ein, um sich ein Bild über den Verlauf der Paketverteilung zu machen. Weil der örtliche Gewerbeverein (noch) fehlt, sind es die Gemeindeammänner, welche den jährlichen Apero organiseren. Das Postverteilzentrum auf dem Gelände von ehemals Eberle Mühlen, es steht noch auf Wiler Boden, ist eines der 50 Distributionsbasis der Post, pro Tag durchlaufen rund 3'700 Pakete die Basis.
Der Rickenbacher Gemeindeammann Iwan Knobel begrüsste die zahlreich erschienen Gewerbler aus den beiden Orten Rickenbach und Wilen. Bei soviel Interesse, so Knobel, müsste eigentlich ein Gewerbepräsident den Anlass eröffnen. Der gemeinsame Auftritt der Unternehmensleiter aus Rickenbach und Wilen könne vielleicht mit dem heutigen „Gewerbler-Apero 2007“ Anlass sein, die Gründung eines Gewerbevereins ins Auge zu fassen.
Anziehungspunkt dürfte auch der Besuch des Paketverteilzentrums gewesen sein, sich über die gestellten Aufgaben ein Bild machen zu können. Zeitlich war der Anlass so angelegt, einmal die Ankunft der Postpakete aus dem Verteilzentrum Frauenfeld beobachten zu können. Den Kontakt mit den Gewerblern nutzte einmal mehr auch der Thurgauer Gewerbepräsident Peter Schütz.
70 Andockmanöver pro Tag Der Leiter der Paketverteilbasis, Robert Adler, informierte zusammen mit Hanspeter Amacher über die Aufgabenstellung der regionalen Distributionsbasis der Post an der Flawilerstrasse. Sie gehört zu den rund 50 regionalen Verteilstellen der Post, bedient werden diese von drei Postzentren, Frauenfeld, Urdorf und Härkingen. In der Basis bei Rickenbach sind 37 Personen beschäftigt, daraus werden 55 Poststellen und 70 Grosskunden bedient. Pro Tag finden 70 Andockmanöver statt.
Dass in der Basis Wil ein wichtiger Beitrag zur Grundversorgung geschieht, machte Adler an Hand verschiedener Zahlen deutlich. Die bediente Region geht vom Hinterthurgau, bis ins oberste Toggenburg, pro Tag würden rund 3'500 Pakete versandt. Von Frauenfeld werden die Pakete mittels vier Lastwagen mit Anhänger angeliefert, 120 Post-Gitterwagen seien der Inhalt. Pro Jahr werden von der Basis Wil 900'000 Pakete zugestellt, die Annahme von Paketen falle mit 370'000 deutlich niedriger aus. Adler wies auf die allgemeine Päcklifreudigkeit der Schweizer hin, mit 17 Päckli pro Person und Jahr nähmen sie eine Spitzenposition ein.
Service public garantieren Das Thema „service public“ nahm im Anschluss der Thurgauer Gewerbepräsident Peter Schütz aus anderer Sicht auf. Am Beispiel der Energieversorgung machte Schütz deutlich, dass die Marktfreigabe nicht für alle vorteilhaft sei. Wenn man das Thema Grundversorgung ausblende, würden gerade kleine Orte mit hohen Kosten belastet, es brauche die Solidarität. Am Beispiel der Telecom-Liberalisierung sei daraus ein Mehrnutzen geworden, aber kaum Minderkosten. Der Ruf nach mehr Markt, müsse gleichzeitig mit dem Funktionieren der Grundversorgung in Einklang gebracht werden.
Peter Schütz wies auch auf Wettbewerbsverzerrungen hin. Er lobte den Vorstoss von Bundesrat Merz, die Mehrwertsteuer zu vereinheitlichen. Es müsse als störend empfunden werden, wenn das belegte Brot im Restaurant einem anderen Steuersatz unterliege, als dasjenige im Laden der Bäckerei. Kritisch beurteilte Schütz weiter das Vorgehen der Stadt St. Gallen, den drahtlosen Internetzugang auf dem Stadt-Gebiet als Grundversorgung zu garantieren. Damit würden zahlreiche Private unnötig konkurrenziert.
Den Abschluss und den Dank an die Gewerbler besorgte der Wilener Gemeindeammann Kurt Enderlin. Beim nachfolgenden Apero konnten sich die Gewerbler spontan austauschen. Den Zusammenhalt zu stärken, dürfte dabei sicher auch Thema gewesen sein. Wer weiss, vielleicht wird der Gewerbeverein Rickenbach-Wilen schon bald Tatsache.
Der Entlad der Pakete aus Frauenfeld per LKW konnte um 18.45 Uhr beobachtet werden.
Wägeli an Wägeli reiht sich aus den drei LKW aus Frauenfeld.
Für einen schützenden "service public" setzte sich Peter Schütz, Kant. Gewerbepräsident, ein.
Mit einem Naturalienkistli bedankte sich der Wilener Gemeindeammann, Kurt Enderli, bei den verantwortlichen der Post.