Mi, 28.02.2007
Jahrgang 8, Nr. 2616
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RVM-Süd wartet mit Rekordzahlen auf
Mit einem modernen Fernwirk- und Leitsystem arbeitet die regionale Wasserversorgung, für alle Eventualitäten vorbereitet.

23.02.2007, Christof Lampart
Die Regionale Wasserversorgung Mittelthurgau-Süd (RVM) präsentiert sich in glänzender Verfassung. 33 Jahre nach Gründung des Zweckverbandes konnte nun das Netz fertig gebaut und mit einem neuen Fernwerk- und Leitsystem nach modernstem Standard versehen werden.

Verwaltungsratspräsident Andreas Widmer (rechts) überreicht Betriebswart Willi Meienberger das Zertifikat für die erfolgreich bestandene Reaudit-Prüfung für das
"Zertifikat für Wasserqualitäts- Sicherung".
Verwaltungsratspräsident Andreas Widmer, Wil, konnte an der Delegiertenversammlung vom Donnerstagnachmittag im Schloss Sonnenberg in Stettfurt mit positiven Meldungen aufwarten.

33 Jahre nach Gründung des Zweckverbandes konnte im vergangenen Jahr nicht nur das Netz fertig gebaut und abgerechnet werden, sondern es wurde auch mit einem hochmodernen Fernwirk- und Leitsystem ausgestattet. Die über 25 Jahre alten Komponenten wurden ausgewechselt. Damit habe, so Widmer, die Störungsanfälligkeit minimiert, werden können Ebenso biete das neue System auch die Basis für künftige Energieoptimierungen.

2006 war ein Rekordjahr
In seinem Bericht verwies Betriebswart Willi Meienberger auf das einwandfreie Funktionieren der Anlagen. Die Installationen des neue Leitsystems und einer Niederspannungsverteilanlage habe von ihm im letzten Jahr einen ausserordentlichen Einsatz verlangt, so Meienberger. Mengenmässig konnte ein Rekordergebnis von 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser verkauft werden .

Auch finanziell war es ein Rekordjahr, standen doch dem Ertrag von 650000 Franken lediglich Ausgaben von 611000 Franken gegenüber, womit ein Ertragsüberschuss von rund 39000 Franken resultierte. Der Betrag wurde von den Delegierten – insgesamt waren 22 Delegierte aus zehn von insgesamt zwölf Gemeinden anwesend – einstimmig der Betriebskosten-Ausgleichreserve zugewiesen. Das Budget 2006/2007, welches von einem Überschuss von 56000 Franken ausgeht, wurde einstimmig genehmigt.

Filterbrunnen werden ersetzt
Der Wasserstand beim Pumpwerk Gugel, der sich im extremen Trockensommer 2003 etwas zurückgebildet hatte, konnte sich noch nicht ganz auf den normalen Durchschnittsstand zurückbilden. „Wir liegen rund noch einen Meter darunter“, so Widmer. Tragisch sei dies jedoch nicht, da es schon früher Schwankungen von bis zu vier Metern gab. Die RVM könne somit weiterhin auf „ein ergiebiges Vorkommen zählen“. Gleichzeitig hat die RVM auch die Gugel-Ableitung erneuert.

Der Ersatz der Filterbrunnen werde nach über 30 Jahren Betriebszeit nun fällig und solle im kommenden Sommer angepackt werden. Auch bestand die RVM-Süd im September 2006 vier Jahre nach dem erfolgreichen Erlangen des Zertifikates für Wasserqualitätssicherung durch den Schweizerischen Branchenverband SVGW die Reaudit-Prüfung.

Keine Überraschungen gab es bei den ordnungsgemässen Wahlen. Der gesamte Verwaltungsrat um Präsident Andreas Widmer stellte sich für vier weitere Jahre zur Wiederwahl und wurde in offener Wahl und in globo einstimmig wieder gewählt.
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Die Kennzahlen der RVM-Süd
Der RVM-Süd geht es blendend. Ihr jüngsten Kennzahlen lauten wie folgt:
- 35 Kilometer Leitungsnetz
- Zwei Reservoirs mit 2300 m3
- Anlagenwert per Ende 2006: 30,1 Millionen Franken
- Neuestes Fernwirk- und Leitsystem
- Umsatz: 1,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser
- Auslastungsgrad von 19 Prozent
- Zertifizierte Qualität

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