Sa, 03.03.2007
Jahrgang 8, Nr. 2619
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Frauenpower in der Leitung des Ressorts Gynäkologie & Geburtshilfe. V.l.: Dr. med. Cécile Leimgruber Schenk, Chefärztin Gynäkologie & Geburtshilfe; Claudia Stillhard, Leitende Hebamme; Doris Rathgeb, Leiterin Ressort Gynäkologie & Geburtshilfe.
Claudia Stillhard (links) und Margo Willi sind seit 20 Jahren als Hebammen im Spital Wil tätig.

Über 100 Jahre Berufserfahrung für Mutter und Kind
„Auch als Hebamme kommen mir immer wieder Mal Freudentränen, wenn das Kind da ist“.

23.02.2007, Heidi Zimmermann
Ein Team von 13 Hebammen ist in der geburtshilflichen Abteilung der Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT) im Spital Wil für die Betreuung von Mutter und Kind zuständig. Kumuliert verfügen diese Fachpersonen über weit mehr als 100 Jahre Berufserfahrung. Dieses Jahr feiern zwei Hebammen ihr 20 jähriges Jubiläum im Spital Wil.

Die moderne Ausstattung der Gebärzimmer ist eines von vielen Kriterien, welches für die werdenden Eltern bei der Auswahl der Gebärklinik eine Rolle spielt. Ein weiteres wichtiges Kriterium stellt zweifelsohne eine hohe medizinische Kompetenz verbunden mit grosser Berufserfahrung dar. Claudia Stillhard und Margo Willi arbeiten bereits seit 20 Jahren als Hebammen im Spital Wil und verfügen damit über einen grossen Erfahrungsschatz in der kompetenten Betreuung von Mutter und Kind.

Verantwortung tragen
Bei der Berufswahl haben - wenigstens punktuell - für beide Jubilarinnen die gleichen Gründe eine triftige Rolle gespielt. Beide wollten einen Beruf in dem „Verantwortung selbständig getragen werden kann“. Während Claudia Stillhard gleich nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit die Ausbildung zur Hebamme in Angriff nahm, kam die gebürtige Ungarin Margo Willi erst nach einer Ausbildung zur Arztgehilfin und einer erfolgreich abgeschlossenen KV-Lehre zum Beruf der Hebamme. Die Ausbildung schloss sie in Deutschland ab und packte nach einem 5-wöchigen Aufenthalt in Tanzania die Chance beim Schopf.

„Zurück in Deutschland sah ich ein Inserat in welchem qualifizierte Fachkräfte für das Hebammenteam im Spital Wil gesucht wurden. Zu der Zeit wollte ich unbedingt ins Ausland und bin nach einer erfolgreichen Bewerbung in der Schweiz - und damit im nahen Ausland - gelandet“, führt Margo Willi schmunzelnd aus. Wer hätte damals gedacht, dass sie für immer in der Schweiz bleibt und vor zwölf Jahren mit der Geburt ihrer Tochter Julia im Spital Wil ihre eigene Schweizer Familie gründet.

Menschen mögen
Auf die Frage was es heisst, Hebamme zu sein, muss Claudia Stillhart nicht lange überlegen: „ich mag Menschen und finde es spannend mit ihnen in Kontakt zu sein, gemeinsam Grenzerfahrungen zu machen und einen intensiven Moment zu erleben“. Auch nach über zwanzig Jahren im Beruf ist Claudia Stillhard noch genau so begeisterungsfähig und menschlich wie bei der ersten Geburt.

„Wenn das Kind da ist, kommen mir auch heute noch oft die Freudentränen“, fügt sie lächelnd hinzu. Und es sei auch berührend, wenn sie heute die Frauen bei der Geburt begleiten dürfe, welchen sie vor Jahren selbst auf die Welt geholfen habe.

Spürbare Veränderungen
Beide Hebammen sind sich darüber einig, dass sich seit ihrem Stellenantritt im Spital Wil vor 20 Jahren einiges verändert hat. Die Haltung der Gebärenden und der Gesellschaft seien einem konstanten Wandel unterlegen. Margo Willi bringt es auf den Punkt: „Der Beruf der Hebamme hat sich wie die Gesellschaft verändert“. „Früher“, so Claudia Stillhard, „ ist das Mitspracherecht der werdenden Mutter auf ein Minimum reduziert worden. Heute wird auf die Wünsche der Eltern eingegangen.“

Qualität und Teamarbeit
Im Jahr 2006 haben in der Klinik für Geburtshilfe der SRFT im Spital Wil 624 Babys, oder 174 mehr als im Vorjahr, das Licht der Welt erblickt. Im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung nicht nur eine grosse, sondern vor allem auch eine wichtige Zahl. „Eine grosse Zahl an Geburten bringt auch eine gewisse Routine im Sinne von Sicherheit, hoher Qualität und grossem Know-How“ informiert Claudia Stillhard.

„Das Team der Hebammen als auch die Zusammenarbeit mit den Ärzten funktioniert sehr gut. Es ist ein miteinander“. Und von diesen optimalen Rahmenbedingungen profitieren glücklicherweise nicht nur die Jubilarinnen, sondern auch die Gebärenden und ihre Babys.


Frauenpower gepaart mit grossem Fachwissen
Mit der Konzentration der Kliniken für Gynäkologie & Geburtshilfe der SRFT im Spital Wil wurde der Gebärtrakt mit zwei neuen, grosszügigen Gebärzimmern ergänzt und auf der Wochenbettstation erwartet die Mütter und ihre Babys ein umfangreich saniertes Säuglingszimmer mit einer modernen Pflegeinsel.

Die Leitung des Ressorts Gynäkologie & Geburtshilfe der Spitalregion Fürstenland Toggenburg liegt in den Händen eines engagierten Deierteams.

Mit Dr. med. Cécile Leimgruber Schenk obliegt einer erfahrenen Fachfrau die ärztliche Leitung des Ressorts Gynäkologie & Geburtshilfe. Seit Sommer 2000 ist sie als Chefärztin für Gynäkologie & Geburtshilfe im Spital Wil tätig und führt im Spital selbst auch eine Sprechstundenpraxis. Jubilarin Claudia Stillhard ist seit 20 Jahren im Spital Wil als Hebamme tätig und seit Oktober 1998 in ihrer Funktion als Leitende Hebamme für ihr Team von 13 Hebammen zuständig. Doris Rathgeb, selbst bereits seit 18 Jahren im Spital Wil engagiert, leitet seit Juli 2005 das Ressort Gynäkologie & Geburtshilfe der SRFT. Die ausgebildete Pflegefachfrau schloss im Oktober 2006 ihr Nachdiplomstudium MAS FHO in Health Service Management erfolgreich ab.

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