Sa, 03.03.2007
Jahrgang 8, Nr. 2619
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Moustapha Salifous Abschluss und alle anderen Wiler Versuche blieben ohne Erfolg.
Ein seltens Bild: Der FC Wohlen ist im Vorwärtsgang. Eine Torchance genügte zum Sieg.

Drei Punkte verschenkt
Der FC Wil kassierte gegen den FC Wohlen eine unglückliche 0:1-Heimniederlage.

25.02.2007, Simon Dudle/Martin Ammann
Nach dem 8:1-Exploit gegen Delémont vor gut einer Woche ist der FC Wil hart in der Realität gelandet. Gegen den FC Wohlen setzte es eine unnötige 0:1-Heimniederlage ab. Während das Bergholz-Team die Partie frühzeitig hätte entscheiden können, nutzten die Gäste ihre einzige Chance des Spiels kaltblütig zum ersten Sieg gegen die Wiler seit dem Abstieg derer aus der Super League.

Dass die Partie gegen Wohlen einen andren Charakter haben würde als jene gegen Delémont, schien klar. Seit René Van Eck bei den Aargauern am Ruder ist haben diese in fünf Spielen nur eine sehr unglückliche Niederlage gegen Kriens kassiert. Mit einem massierten 5-Mann-Mittelfeld machten die Wohlener auch den dem FC Wil das Leben schwer.

Die Fürstenländer – vorerst noch ohne Sokol Maliqi – bekundeten vor allem in der Starphase Mühe, das Heft in die Hand zu nehmen. Auf dem schwierig bespielbaren Boden hatte Ifet Taljevic per Freistoss eine Möglichkeit ausgelassen (12.), ein Schlenzer von Samel Sabanovic segelte knapp am linken Pfosten vorbei (27.) und erneut Taljevic sah seinen Abschluss von Wohlen-Hüter Swen König in den Corner gelenkt (29.).

Spätes Wohlener Glück
Nach der Pause hatten die Äbtestädter zwar erneut einige klare Chancen, trotzdem schien der Führungstreffer nicht zwingend zu sein. Am nächsten kamen ihm Kristian Nushi mit einem Rückzieher (50.), der eingewechselte Tomas Mica aus aussichtsreicher Position (69.) und Markus Gsell, der einen Vollspann-Schuss knapp über die Latte setzte (74.).

Die Gäste verteidigten sich äusserst geschickt und machten die Räume am eigenen Strafraum eng. Die Einheimischen hatten mit zunehmender Spieldauer mehr Mühe, sich Möglichkeiten zu erspielen. So kam es, wie es in solchen Spielen oft kommt. Ein unnötig verursachter Freistoss in der Nähe des eigenen Sechzehner konnte von der Wiler Defensive nur ungenügend geklärt werden, worauf der eingewechselte Antonio Aiello, der im Winter vom U21-Team der Grasshoppers nach Wohlen gewechselt hatte, einfach draufhielt. Und siehe da; drin das Ding (86.). Die Aargauer landeten den Lucky Punch und entführten drei glückliche Punkte aus der Ostschweiz.

Maliqi noch blass
Somit machten die Wohlener ihrem Trainer René Van Eck ein verspätetes Geburtstags-Geschenk. Am vergangenen Sonntag hatte dieser sein 41. Wiegenfest gefeiert und vom Wiler Trainer Uli Forte per SMS Glückwünsche erhalten mit dem Zusatz, dass der FC Wil trotzdem keine Präsente verteilen werde. Denkste! Das 0:1 war eine mehr als grosszügige Gabe.

„Bitter, bitter, bitter“, wusste Forte nach der Partie zu resümieren, und fügte an: „Wohlen ist in der ganzen zweiten Halbzeit nur einmal vor unser Tor gekommen.“ Mit dem Einstand von Rückkehrer Sokol Maliqi, der nach knapp 64 Minuten eingewechselte wurde und keinen grossen Einfluss auf das Spielgeschehen hatte, war Forte zufrieden: „Er konnte zuvor einige Zeit nur Kondition trainieren und absolvierte vor dem Spiel erst zwei Übungs-Einheiten mit uns. Er wird nun langsam in die Mannschaft wachsen.“ Eine Überheblichkeit nach dem 8:1 gegen Delémont wollte der Italiener bei seinen Akteuren nicht ausgemacht haben: „Die Mannschaft war willig, es fehlten einzig die Tore. Einmal mehr.“


FC Wil 1900 - FC Wohlen 0:1 (0:0)
Bergholz: 650 Zuschauer. – Sr: Balmer.

Tor: 86. Aiello 0:1.

FC Wil 1900: Taini; Zverotic, Schenkel, Longo, De Donno; A. Nushi (64. Mica), Salifou, Gsell (75. Silvio), K. Nushi; Taljevic; Sabanovic (64. Maliqi).

FC Wohlen: König; Schaub, Iten, Passerini, Schirinzi; Roduner (76. Grüter), Schulz, Veskovac (46. Aiello), Rapisarda, Digenti; Dugic (53. Jegge).

Bemerkungen: Wil ohne Dimita (verletzt), Laski und Samorey (nicht im Aufgebot). Wohlen ohne Bergamo, Hunziker (verletzt) und Gastaldi (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 34. Schulz (Foul), 42. De Donno (Foul), 81. Mica (Reklamieren).

Nicht nur in dieser Szene (Ifet Taljevic) zeigte der FC Wil viel brotlose Kunst.
Nach 90 Minuten waren die Spiler des FC Wil (hier Luigi De Donno) am Boden.
Dominique Longo hatte in der Abwehr wenig zu tun, musste aber als Verlierer vom Platz.
Der FC Wil spielte zwar gefällig, blieb jedoch oft zu wenig zwingend.
Samel Sabanovic hatte in der ersten Halbzeit eine gute Chance, vergab sie aber.
Beiden Mannschaften war keineswegs mangelnder Einsatzwille vorzuwerfen.
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