Wiler Polit-Prominenz beim Sauschiessen Das Sauschiessen der Stadtschützen Wil sorgte mit der Beteiligung der höchsten Wilerin für eine besondere Attraktion.
25.02.2007, pd Am vergangenen Samstag eröffnete die 300-Meter-Sektion der Wiler Stadtschützen mit dem «Sauschiessen» die neue Saison. Erneut erhielten sie an diesem Anlass hohen Besuch. Beim Absenden – die Schützen benennen dies seit Jahrhunderten die Preisverteilung – freute sich Schützenmeister Ruedi Leemann darüber, dass mit Esther Spinas (Grüne Prowil) die Parlamentspräsidentin und somit höchste Wilerin den Weg in die Schiessanlage Thurau gefunden hatte.
Treffsichere Politiker: Stadträtin Marlis Angehrn(CVP) und Stadtparlamentarier Franz Mächler (FDP) schiessen ihr Programm.
Die Kategoriensieger: Hermann Vollenweider (Armeewaffen), Alois Schönenberger (Sportwaffen) und Andreas Widmer (Gäste, von links).
Unter den 26 Schiessenden in der Kategorie «Gäste» befanden sich weitere Mitglieder des Parlamentes sowie Stadtpräsident Bruno Gähwiler in Begleitung von Stadträtin Marlis Angehrn und Stadtrat Andreas Widmer.
„Spinas vor Gähwiler“ Parlamentspräsidentin Spinas hatte am Samstag erstmals Kontakt mit dem Schiesssport, gab sich aber keine Blösse, wahrte die politischen Hierarchien und liess den Stadtpräsidenten in der Rangliste klar hinter sich. Den ersten Rang bei den Gästen sicherte sich aber Stadtrat Andreas Widmer, der 869 von 1000 möglichen Punkten erzielte und somit ein respektables Ergebnis vorlegte.
Auf den Plätzen zwei und drei folgten Peter Jäger und Hans Baumgartner. Wie Ruedi Leemann beim Absenden erklärte, wird beim «Sauschiessen» jeweils ein etwas eigenwilliger Modus gewählt. So wechseln sich in der Rangliste jeweils die Schützen mit dem höchsten Total mit jenen ab, die den besten einzelnen Schuss – die Schützen nennen ihn «Tiefschuss» – abgegeben haben. Somit haben insbesondere bei den Gästen alle Teilnehmenden mit etwas Glück die Chance auf eine gute Platzierung.
Anspruchsvolles Programm Härter gekämpft wird bei den aktiven Schützen aus dem Kreis der Stadtschützen Wil. Sie treten in den beiden Kategorien «Sportwaffen» und «Armeewaffen» gegeneinander an. Auf der anspruchsvollen Hunderterscheibe – es sind in allen Kategorien zehn Wertungsschüsse abzugeben – schenken sich die Teilnehmenden nichts.
In der Kategorie Sportwaffen holte sich Alois Schönenberger mit 915 Punkten den ersten Platz. Es folgte Karl Muheim mit einem Tiefschuss von 100 und Paul Hengartner mit einem Total von 905 Punkten. Bei den Armeewaffen holte sich Hermann Vollenweider mit 882 Punkten den Sieg. Es folgten Ruedi Leemann mit Tiefschuss 99 und Robert Weilenmann mit einem Total von 876 Punkten.
Im Zeichen des Schweins Am «Sauschiessen» dreht sich aber nicht alles um den Schiesssport. Wie der Name des Anlasses schon andeutet kommt auch der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz. So wird bei einem Stück Schweinefleisch vom Grill die Gelegenheit genutzt, den Dialog mit Behördenvertretern und weiteren Gästen zu pflegen.
Im Weiteren bezieht sich der Name auch auf die Preise, die man sich beim Schiessen holen kann: Es sind allesamt Produkte aus Schweinefleisch. Der Zusammenhang zwischen dem Namen des Anlasses und dem Wetter, das am Samstag herrschte, war aber eher unfreiwillig. Die Schützen hätten sich für ihre Gäste und für sich selbst sicherlich bessere Sichtverhältnisse und etwas weniger Wind gewünscht.