Die Entwicklung der Einfachen Steuer zeigt seit über 10 Jahren immer nach oben.
Die Steuerkraft pro Kopf kann in Zuzwil immer gut Schritt halten mit dem Kantonsdurchschnitt, im 2006 konnte gar der Abstand vergrössert werden.
Zuzwil baut Spitzenposition beim Steuerfuss aus Wenn die Bürgerschaft dem Vorschlag des Gemeinderates zustimmt, sinkt der Steuerfuss in Zuzwil auf neu 118 Prozent.
23.02.2007, Niklaus Jung Mit dem Antrag, den Steuerfuss um 4 Prozent zu senken, auch der Grundsteuersatz soll von 0,6 auf 0,4 Promille sinken, baut die Gemeinde Zuzwil ihre Spitzenposition beim Steuerfuss regional erneut aus. Die Zustimmung der Bürgerschaft dürfte kaum ausbleiben, zumal das Budget 07 trotz reduziertem Steuereingang auf Wachstum ausgelegt ist. Dass die Finanzlage gesund ist, belegen auch die vorgesehenen Investitionen von 2,34 Mio Franken. Die Rechnung 06 schliesst mit 651'000 Franken Überschuss ab, das Budget 07 sieht ein Minus von 183'700 vor, bei einem Gesamtaufwand von 22,8 Mio Franken.
Mit dem erneut sinkenden Steuerfuss dürfte die Attraktivität der Gemeinde Zuzwil noch anziehen. Allerdings führt die Senkung des Steuerfusses auch dazu, dass die Gemeinde einen Betrag in der Höhe von 58'000 Franken an den Kanton abliefern muss, zumindest bis zum Zeitpunkt der Einführung des neuen Finanzausgleiches.
An der Medieninformation machte Gemeindepräsident Roland Hardegger deutlich, dass die laufend guten Abschlüsse und die hohe Eigenkapitalbasis die Steuerfusssenkung nachhaltig möglich machen.
Hochstand beim Rechnungsabschluss Der Rechnungsabschluss 2006 liegt erneut auf hohem Niveau und konnte gegenüber 2005 noch gesteigert werden. Die guten Ergebnisse führen nun dazu, dass die Verschuldung der politischen Gemeinde auf Null sinkt und gar etwas Vermögen möglich wird. Eine Verschuldung von 2,8 Mio Franken liegt hingegen bei der EW Rechnung vor, ausgelöst durch grössere Investitionen. Gesamthaft wurden im Rechnungsjahr 2006 1,4 Mio Franken investiert.
Den Mehrertrag bei der Rechnung 2006 begründete Gemeindepräsident Roland Hardegger hauptsächlich mit höheren Erträgen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern, aber auch Einsparungen auf der Aufwandseite. Der Zuwachs bei der einfachen Steuer war auf 4 Prozent budgetiert, die Rechnung ergibt nun 5,8 Prozent. Die Entwicklung bei der Einfachen Steuer wie auch bei der Steuerkraft pro Kopf zeigt seit 1995 nur steigende Tendenz, einen happigen Sprung nach oben machen die Gesellschaftssteuern.
4 Prozent weniger Steuern Der Gemeindepräsident informierte beim Budget über den Gesamtaufwand von 22,8 Mio, es ist ein Aufwandüberschuss von 183'700 Franken vorgesehen. Begründet ist das Minus hauptsächlich bei den tieferen Steuersätzen und dem steigenden Aufwand bei der Schule mit 350'000 Franken. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern rechnet Hardegger mit einer Steigerung von 3 Prozent der einfachen Steuer.
Es ist das erklärte Ziel des Gemeinderates, so Hardegger, eine Steuerfussstabilität zu erreichen. Die erste Senkung von 3 Prozent im 2004 habe sich gut verkraften lassen. Nach nun dreijähriger Beobachtung sei die Zeit reif geworden für eine erneute Steuerfusssenkung. Mit der gesunden Finanzlage und einem Eigenkapital von über 4 Mio Franken könne mit 4 Prozent Steuerfusssenkung ein positives Signal gesetzt werden. Gesenkt wird auch der Grundsteuersatz von bisher 0,6 auf neu 0,4 Promille. Die letzt genannte Reduktion kommt auch rund 350 auswärtigen Liegenschaftsbesitzern zu gute.
Steigendes Investitionsvolumen Für 2007 sieht das Budget Investitionen von 2,1 Mio vor (Vorjahr 1,4). Darin sind neben kleineren Krediten auch das Gutachten der Sanierung Unterdorfstrasse Züberwangen mit 472'000 Franken. In der Investitionsrechung 2007 befindet sich auch die Sanierung der Ausserdorfstrasse in Zuzwil mit dem Ersatz der Brücke über den Dorfbach mit total 515'000 Franken. Die Sanierung der Laufbahn bei der Schulanlage Zuzwil erfordert weitere 110'000 Franken. In separater Rechnung werden bei der Abwasserentsorgung 124'500 und beim Elektrizitätswerk nochmals 729'000 Franken investiert.
Die Schule braucht mehr Geld Zur Rechnung informierte Schulpräsident Thomas Rubli über das Plus von 19'000 Franken, die Besserstellung betrage gar 56'000 gegenüber dem Budget. Der Mehrbedarf von rund 300'000 Franken im Budget 2007 mache bei einem Gesamtaufwand von 9,15 Mio Franken 3,98 Prozent aus. Die Mehraufwände kämen von Sachinvestitionen, steigenden Zinskosten aus dem Schulhausbau Züberwangen und den steigenden Schulgeldern in der Sproochbrugg und dem Kathi in Wil. Im Finanzplan ist der Bau einer Turnhalle im Raum 2012 vorgesehen. Generell hielt Rubli fest, dass die Schule in den nächsten Jahren teurer werde, ob den steigenden Schülerzahlen.
Betreffend Schülerzahlen wies Rubli auf die Tatsache hin, dass die tiefe Geburtenrate in Züberwangen in den nächsten Jahren aus heutiger Sicht deutlich tiefere Schülerzahlen ergeben werde. Gesamthaft werde dieser Rückgang durch Zuzwil mehr als kompensiert. Keine neuen Fakten gebe es bezüglich Oberstufenregelung mit der Sproochbrugg, es müsse zuerst Klarheit herrschen wie der Finanzausgleich aussehe.
Die Vorversammlung für die Gemeinderechnung findet am 20. März im Pfarreiheim Züberwangen statt, die Bürgerversammlung ist auf Freitag 30. März in der Zuzwiler Turnhalle angesetzt
Information: Neubau Dorfbachbrücke und Sanierung Ausserdorfstrasse Kommenden Dienstag 27. Februar findet um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Turnhalle 2 eine Information zum Neubau der Dorfbachbrücke und der Sanierung der Ausserdorfstrasse statt. Die Bachbrücke soll neu eine Verbesserung für Fussgänger bringen und die Ausserdorfstrasse wird mit der definitiv vorgesehenen Verkehrsberuhigung vorgestellt.
Aus der Steuerstatistik
Die Gemeinde Zuzwil zählt rund 2‘500 Steuerpflichtige. 58 % weisen ein steuerbares Einkommen von weniger als 50‘000 Franken im Jahr aus. Diese Steuerpflichtigen leisten einen Anteil von 16 % an den Steuereinnahmen der Gemeinde. Weitere 30 % der Steuerpflichtigen haben ein steuerbares Einkommen zwischen 50‘000 und 100‘000 Franken im Jahr und zahlen insgesamt 37 % des Steueraufkommens der Gemeinde. 12 % der Steuerpflichtigen versteuern ein Einkommen von mehr als 100‘000 Franken. Sie bezahlen insgesamt 47 % der Steuergelder der Gemeinde.
Steuersätze regional Betrachtet man die Steuerfusssituation regional, wird die Gemeinde Zuzwil mit neu 118 Prozent regional die Spitzenposition erneut ausbauen, die letzte Steuerfusssenkung von 3 Prozent stammt aus dem Jahre 2004. Der Abstand zum nächsten Konkurrenten, der Stadt Wil, beträgt bereits 11 Prozent (129), gefolgt von Oberbüren mit 137 Prozent. Eine Steuerfusssenkung sieht derzeit lediglich noch Oberuzwil mit neu 156 Prozent vor.
Schulpräsident Thomas Rubli und Gemeindepräsident Roland Hardegger zeichnen für die guten Perspektiven verantwortlich.
Zuzwil soll aus dem Zweckverband Pflegeheim Wil aussteigen. Die Planung für eine Erweiterung des Wohnheims Lindenbaum von heute 21 auf neu 36 Plätze wird aber frühestens im 2008 beginnen.