«Mit grossem Eifer haben Schülerinnen und Schüler gemeinsam zur Schulraum- Gestaltung beigetragen.»
Vielfältige Aufgaben fordern Zahlen und Fakten aus Oberuzwil, Bichwil und Niederglatt
01.03.2007, gk Die Gemeinderatskanzlei Oberuzwil publiziert diverse Zahlen, Statistiken und Berichte als Vorabdruck aus dem Geschäftsbericht 2006 der Einheitsgemeinde Oberuzwil. Diese Woche erscheint der zweite Teil. Fortsetzung folgt!
Die einzelnen Beiträge ergeben einen Überblick über die vielfältige Tätigkeit der verschiedenen Ressorts, Bereiche und Abteilungen der Gemeinde Oberuzwil.
Vormundschaft Einzelne Vertretungen konnten im Jahr 2006 aufgehoben werden. Dem gegenüber stehen jedoch einige Neuerrichtungen von Beistandschaften und Vormundschaften. Gesamthaft ist die Anzahl der vormundschaftlichen Mandate im Jahr 2006 weiter angestiegen. Per Ende 2006 wurden total 78 Massnahmen geführt, davon 50 für Erwachsene und 28 für Kinder.
Sozialhilfe Seit Anfang 2006 werden neue Sozialhilferichtlinien angewendet. Damit werden Personen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder Freiwilligenarbeit leisten, finanziell belohnt. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Anzahl der Sozialhilfebezüger leicht zugenommen. Per 31. Dezember 2006 wurden 104 Personen von der Sozialhilfe der Gemeinde Oberuzwil unterstützt (54 Fälle). Ein Jahr zuvor waren es 95 Personen (48 Fälle).
Trotz des leichten Anstiegs von Sozialhilfebezügern schliesst die Rechnung besser ab als erwartet. Grund dafür sind namhafte Rückzahlungen, insbesondere von Versicherungen. Bei der Alimentenbevorschussung ist ein Fall mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Im 2006 sind für 24 Kinder die Alimenten bevorschusst worden.
Lebensmittelkontrolle Das kantonale Lebensmittelinspektorat überprüft regelmässig die hygienischen Verhältnisse in den Gastwirtschaften und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben. Im 2006 wurde in den 53 kontrollpflichtigen Betrieben der Gemeinde Oberuzwil 31 Inspektionen und zwei Nachkontrollen durchgeführt. Es wurden 18 Proben erhoben, wovon keine beanstandet werden musste.
Steueramt Im Jahr 2006 wurden durch das Gemeindesteueramt Oberuzwil und das Kantonale Steueramt rund 85% der Steuererklärungen 2005 definitiv veranlagt. Hinzu kommen rund 19,5% definitive Veranlagungen der Steuererklärungen 2004 und noch rund 2% definitive Veranlagungen der Jahre 2002 und 2003. Somit sind aus den Steuerjahren 2002 bis 2004 nur noch einzelne Spezialfälle hängig.
Das Steueramt erledigte die noch pendenten Steuerveranlagungen 2005, welche in die Zuständigkeit der Gemeinde fallen, möglichst in den Monaten Januar/Februar 2007, also noch vor Ablauf der Einreichefrist für die Steuererklärungen 2006. Die restlichen pendenten Veranlagungen fallen in die Zuständigkeit des kantonalen Steuerkommissärs (Spezialfälle, Selbständigerwerbende) und werden nach Eingangsdatum laufend bearbeitet.
Primarschule Oberuzwil Rückläufige Schülerzahlen – dieses Schlagwort macht im Kanton St. Gallen die Runde. An der Primarschule Oberuzwil ist im Moment genau das Gegenteil der Fall. Auf Schuljahresbeginn im August 2006 mussten sogar zwei neue Klassen eröffnet werden. In den verschiedenen Klassen und Fachbereichen wurden auch im 2006 besondere Anlässe und Projekte durchgeführt.
Solche Gelegenheiten helfen den Kindern, Lerninhalte mit allen Sinnen zu erfahren. Die Oberuzwiler Kindergartenklassen präsentierten zum Beispiel zusammen mit dem Kindergarten Niederglatt im evangelischen Kirchgemeindehaus Oberuzwil eine Ausstellung zum Thema «Kunst».
Primarschule Niederglatt Am Projekt «Schulraumgestaltung» beteiligte sich die ganze Primarschule Niederglatt. Beim vom Lehrerteam mit Fachspezialisten ausgearbeiteten Projekt konnte im vergangenen Jahr die erste Etappe realisiert werden. Alle Kinder und Lehrerinnen legten bei der Gestaltung selbst Hand an – das Resultat darf sich sehen lassen.
Primarschule Bichwil Die Lehrpersonen der Primarschule Bichwil setzten sich auch im vergangen Jahr ein, den 145 Kindern einen lehr- und abwechslungsreichen Schulalltag zu gestalten. Abwechslungen ergaben sich durch die verschiedenen Projekte, die in der Schule oder in einzelnen Klassen durchgeführt wurden: Skilager in Obersaxen, Schüeli, Projektwoche «Schule auf dem Bauernhof», Wandertag, usw. Die aufwändige Weihnachtsdekoration im Advent und eine Sternwanderung mit Fackeln, Höhenfeuer und Punsch setzten ein stimmungsvolles Schlusszeichen für ein tolles und erlebnisreiches Jahr.
Oberstufenzentrum Schützengarten «Peer Review» – ein Meilenstein im Bereich Qualitätsentwicklung/Qualitätssicherung. Die Lehrerschaft evaluierte an einem Workshop Stärken und Schwächen der Schuleinheit. Die Schulleitung brachte organisatorische Abläufe, Leitbild, Konzepte und besondere Gegebenheiten zu Papier. Dies waren die Voraussetzungen für den Besuch von einem Team von sieben Schulleitern unter der Führung eines Bildungswissenschafters.
Diese Gruppe beurteilte die Schule nach verschiedenen Gesichtspunkten. Durch die Analyse von Dokumenten, durch Schul- und Unterrichtsbesuche, durch Beobachtungen und Befragungen wurden Rückmeldungen zu Handen der Lehrerschaft erarbeitet. Diese ergaben, dass die Schüler grösstenteils gerne das Oberstufenzentrum besuchen, weil sie sich von einer verständnisvollen Lehrerschaft geführt fühlen und die übersichtlichen Strukturen und Regeln anerkennen und akzeptieren können. Auch die Beurteilung durch die Eltern ist durchaus positiv. Geschätzt wird von ihnen vor allem die konstruktive Zusammenarbeit und das lernfreudige Umfeld.
Schulsozialarbeit läuft seit einem Jahr
Die Schulsozialarbeiterin, Franziska Triet, hat vor einem Jahr die Arbeit aufgenommen. Der Stellenaufbau ist abgeschlossen und die Beratungen haben stetig zugenommen. Es kann eine positive Bilanz gezogen werden.
Die Schulsozialarbeit wurde im Februar 2006 eingeführt. Hauptaufgabe der Schulsozialarbeiterin ist die lösungs- und ressourcenorientierte Beratung von Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Eltern. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in der Bewältigung des Lebensalltags und in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Positive Bilanz Die persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Kontexte, in denen Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, sind anspruchsvoller und konfliktreicher als früher. Mit dieser Herausforderung wird auch die Schule zunehmend konfrontiert. Die Schulsozialarbeit dient in erster Linie den Schülern, ist jedoch auch eine längerfristige Entlastung für Lehrkräfte in Bezug auf soziale Problemstellungen.
Die Schulsozialarbeit stellt in der Schule ein zusätzliches und eigenständiges Angebot dar. Um eine Gefährdung der Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu erkennen und anzugehen, muss die Schwelle möglichst niedrig sein, die Schulsozialarbeiterin aufzusuchen. Nach dem ersten Jahr kann eine positive Bilanz gezogen werden.