TV/Radio: Region über einen Kanal erschliessen Der Wiler Stadtrat stellt sich gegen eine medienmässige Spaltung der Agglomeration Wil
28.02.2007, rk Der Stadtrat fordert das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) auf, im Rahmen der Aufteilung der Radio- und TV-Versorgungsgebiete auf eine medienmässige Spaltung der interkantonalen Agglomeration Wil zu verzichten. Gerade die Stadt Wil, wie dies auch die Pendlerbewegungen bestätigten, sei sowohl nach Zürich als auch nach St. Gallen ausgerichtet.
Stadt und Region Wil sollen möglichst über einen TV und Radiokanal erschlossen werden, ansonst die Drehscheibenfunktion der Stadt gestört werde.
Der Entwurf des BAKOM für die neuen Richtlinien betreffend die UKW-Radio beziehungsweise TV-Versorgungsgebiete teilt die Schweiz in 13 Gebiete auf. Für die Ostschweiz und damit auch für die Region Wil ist ein Versorgungsgebiet von Winterthur bis ins St. Galler Rheintal vorgesehen.
Der östliche Teil des Kantons Zürich mit Winterthur sowie der Kanton Thurgau sollen gemäss Antrag der Ostschweizer Regierungen indes doppelt abgedeckt werden und folglich in die Versorgungsregionen Zürich (Region 10) und Ostschweiz (11) zu liegen kommen.
Wil als Drehscheibe Dies fordert der Wiler Stadtrat nun auch für die interkantonale Agglomeration Wil und lehnt eine medienmässige Spaltung der Region entschieden ab. Zusätzlich einzubeziehen sei auch das Toggenburg, da sich dieses stark der Region Wil zugehörig fühle und dem aufgrund seiner vielfältigen touristischen Angebote ohnehin eine überregionale Bedeutung zukomme.
Begründet wird das Anliegen mit der wichtigen Drehscheibenfunktion Wils zwischen Winterthur und St. Gallen. Überdies sei namentlich die Stadt Wil, wie eine Auswertung der Pendlerströme klar belege, sowohl nach St. Gallen als auch nach Zürich ausgerichtet. - Zurzeit werden Stadt und Region Wil zum einen von Tele Top, zum anderen von Tele Ostschweiz abgedeckt, was insbesondere im Falle von Tele Top den Bezug der Äbtestadt zum Thurgau und zur Region Zürich unterstreicht.
Der Stadtrat teilt zwar grundsätzlich die Auffassung des Bundes, wonach pro Versorgungsregion nur eine Konzession zu vergeben sei. Gleichzeitig vertritt er die Meinung, dass Gebietsüberschneidungen dort zuzulassen sind, wo in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht starke Wechselbeziehungen zu zwei Versorgungsregionen bestehen.
Wirtschaftliche Verflechtungen Kein Verständnis kann der Stadtrat sodann für die Haltung der St. Galler Regierung aufbringen, die in ihrer Vernehmlassungsantwort zuhanden des BAKOM eine Ausdehnung der Versorgungsregion Ostschweiz um die vier Zürcher Bezirke Winterthur, Andelfingen, Pfäffikon und Hinwil glattwegs ablehnt. Das Argument, der östliche Teil des Kantons Zürich fühle sich kaum der Kernostschweiz zugehörig, mag seine Berechtigung haben, lässt jedoch die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den Agglomerationen Winterthur und Wil gänzlich ausser Acht.
Der Stadtrat ist klar der Meinung, dass sich die Versorgungsgebiete auch angesichts der heutigen Mobilität nicht an politischen Grenzen, sondern primär an den Wirtschaftsräumen und den vom Bund definierten Agglomerationen zu orientieren haben. _________________________________________________________________________________________ IN KÜRZE Dufourstrasse vorläufig wieder geöffnet Seit gut einer Woche ist die Dufourstrasse Richtung Osten auch für den motorisierten Individualverkehr wieder befahrbar.
Am 2. November 2006 hat das Stadtparlament die Öffnung der Dufourstrasse in Richtung Osten, von der Bronschhofer- bis zur Johann-Georg-Müllerstrasse, beschlossen. Die Massnahme versteht sich als Versuch. Über die endgültige Verkehrsführung soll erst nach Überprüfung der Verkehrsplanung im Rahmen des angelaufenen Projekts Stadtentwicklung, also frühestens im Jahre 2009, entschieden werden.
Keine Einsprachen Der Erlass der entsprechenden Verkehrsanordnung durch die Abteilung Verkehrstechnik der Kantonspolizei datiert vom 22. Januar 2007. Anschliessend, vom 29. Januar bis 16. Februar 2007, fand die öffentliche Auflage statt. Es gingen keine Einsprachen ein, sodass die Öffnung der Dufourstrasse auf den 20. Februar 2007 erfolgen konnte.
TBW-Stromsparmaus gegen Stromfresser Die Technischen Betriebe Wil (TBW) lancieren ein neues Gerät, um den unnötigen Standby-Verbrauch von Elektrogeräten zu verringern.
Auch im Wartezustand, also im so genannten „Standby-Modus“ verbrauchen elektrische Geräte wie Fernsehapparate, DVD-Geräte, Drucker, Hi-Fi-Anlagen usw. viel Strom. Meist zeigt ein farbiges Lämpchen diesen Verbrauch an. Eine Einschätzung der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (SAFE) zeigt, dass in einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt pro Jahr knapp 900 Kilowattstunden im Standby-Modus unnötig verpuffen.
Die Stromkosten für diesen Leerlauf betragen rund 180 Franken. Experten schätzen den Standby-Anteil heute auf 5 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Das entspricht der Jahresstromproduktion des Kernkraftwerks Mühleberg oder der doppelten Jahresproduktion der Wasserkraftwerke Cleuson-Dixence.
Stromsparmaus zum Spezialpreis Mit der Stromsparmaus kann der unnötige Stromverbrauch des Standby-Zustands bequem mit einem Klick abgestellt werden. Das Gerät eignet sich sowohl für den Einsatz im Büro als auch für den Heimgebrauch. Die Stromsparmaus kann derzeit zu einem Sonderpreis von 10 Franken statt 25 Franken direkt am Schalter der TBW an der Werkstrasse 1 bezogen werden.
Bereits beim Gerätekauf Strom sparen Strom kann aber auch bereits beim Gerätekauf gespart werden. Dabei sollten Produkte mit A-Label bevorzugt werden. Eine Zusammenstellung über Geräte mit tiefem Stromverbrauch findet sich unter www.topten.ch. Unter den Internetadressen www.tb-wil.ch, www.energiestadt.ch oder www.energie-schweiz.ch <http://www.energie-schweiz.ch> gibt es weitere Informationen und Tipps zum Thema Energiesparen.
Dienstjubiläen auf der Stadtverwaltung Am 1. Februar feierte Irène Häne, Co-Leiterin Stadtbibliothek, ihr 25-Jahr-Dienstjubiläum auf der Stadtverwaltung. 20 Jahre im Dienste der Stadt steht überdies Paula Braun, Hauswirtschaftliche Angestellte im Alterszentrum Sonnenhof.
Der Stadtrat dankt den beiden Jubilarinnen für ihren Einsatz und die langjährige Tätigkeit auf der Stadtverwaltung und wünscht ihnen für die berufliche und private Zukunft alles Gute.