So, 04.03.2007
Jahrgang 8, Nr. 2620
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Digital-TV wird am Tag der Kommunikation, dem 21. April, mit einem attraktiveren Angebot vorangetrieben, ohne dabei analoge Sender abzuschalten. v.l. Geschäftsführer TBW Markus Bär, Stefan Huber, Chef Kommunikation, Stadtrat Andreas Widmer und rechts Peter Wolgensinger, Netzbetreuung.
TBW lancieren preisgünstigeres Digital-TV
Bei den Technischen Betrieben Wil (TBW) bleiben die analogen Sender im Netz, mit einem attraktiven Preisangebot soll der Wechsel auf Digital-TV sanft schmackhaft gemacht werden.

02.03.2007, nj/pd
Bei den Technischen Betrieben reagiert man auf Kundenreaktionen, betreffend möglicher Abschaltung von analogen Sendern. Das Verteilnetz, so an der Medieninformation von Freitag, sei mit einer Bandbreite ausgerüstet, das neben den 150 digitalen Sendern noch weitere 50 Sender aufnehmen könne, ohne auch nur einen Analog-Sender abschalten zu müssen. Die Umstellung auf die digitale Technologie wollen die TBW ihren Kunden sanft mit neuen, attraktiven Angeboten schmackhaft machen. Diese werden am „Tag der Kommunikation“ vom 21. April 2007 lanciert.

Die Digital-Box ist sozusagen "Lieb Kind" von Stadtrat Andreas Widmer, darin liege ein technischer Meilenstein von hoher Qualitätssteigerung.
Für ein optimal funktionierendes Netz und Beratung zuständig: Peter Wolgensinger von den TBW informierte über die erweiterten Funktionen beim Digital-TV.
Beim Kabelnetz der Technischen Betriebe Wil, welches auch grosse Teile der Regionen Toggenburg, Fürstenland und Hinterthurgau versorgt, ist man noch für mehrere Jahre gerüstet, das Bedürfnis für neue Sender auf Digitalbasis zu befriedigen.

Wenn zwar keine Analog-Sender abgeschaltet werden, so will man aber auch keine neuen Sender mehr auf Analog-Basis einrichten, führte Stadtrat Andreas Widmer zum Vorgehen aus. Geschäftsführer Markus Bär: „Über das günstige Preisgefüge beim Digital-TV soll der Wechsel auf die neue Technologie angeregt werden“.

Umbruch im Fernmeldewesen
Seit dem Start der damaligen ‚Ortsgemeinschaftsantenne’ im Dezember 1973 habe sich das Wiler Kabelnetz rasant entwickelt. Nicht nur das Senderangebot habe massiv zugenommen, so Stadtrat Widmer, sondern neu werden neben Radio- und TV-Signalen auch weitere Daten über das gleiche Netz übertragen. Die Trennung von Sprach- und Datennetzen werde verschwinden; da die verschiedenen Anwendungen wie Telekommunikation, Informations- Technologie, Medien, Entertainment usw. werden bald verschmelzen.

Bereits heute könne man nebst den klassischen Radio- und TV-Programmen auch Internet, digitale Programme sowie Telefonie aus der gleichen Dose beziehen. „Triple-Play“ heisst diese Strategie, welche die TBW erfolgreich weiterverfolgen. Die Kunden bekommen damit alle Kommunikationssignale aus einer Hand und können letztlich sogar auf den bestehenden Telefon-Festnetzanschluss verzichten.

Standortvorteil
Stefan Huber, Chef Kommunikation, informierte, dass die Qualität des Telekommunikationsangebots zunehmend auch als Standortvorteil zu werten sei. Informations- und Kommunikationstechnologien seien im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben ein Hauptträger des Produktivitätsfortschrittes. Die Dichte an Breitbandanschlüssen werde weiterhin stark steigen, die Glasfaserdichte zunehmen.

Dank der vorausschauenden und steten Erneuerung ist nach Huber das Wiler Kabelnetz auf einem hohen technischen Stand. Im Gegensatz zu vielen anderen Netzen verfüge es über eine Bandbreite von 860 Megaherz gegenüber den andernorts oft üblichen 600 MHz. Dies ermögliche, neue Signale wie Internet, Telefonie oder digitales Fernsehen aufzuschalten, ohne vorderhand bestehende analoge Programme abschalten zu müssen. Die Kunden des Wiler Kabelnetzes müssten diesbezüglich also nichts befürchten. Ein Umstieg auf direkten Satellitenempfang sei wegen der zunehmenden Verschlüsselung nicht zu empfehlen.

Technologiewandel ist nicht aufzuhalten
Den Umstieg auf die digitale Technologie bezeichnete Stadtrat Andreas Widmer als ähnliche Entwicklung, wie der damalige Wechsel von Schwarz-Weiss auf Farb-TV, der Wandel sei nicht zu stoppen. Die Vorteile von digitalem Fernsehen seien dabei eklatant: Es stehe eine wesentlich grössere Programmpalette in vielen Sprachen zur Verfügung und diese werde erst noch in höherer Qualität übermittelt.

Letzteres sei insbesondere für die grossformatigen Flachbildschirme wichtig. Dazu kämen weitere Bequemlichkeiten wie der elektronische Programmführer oder digitale Rekorder.

Umstieg mit neuem Preissystem fördern
Die TBW wollen ihre Kunden nicht mit analogen Programmabschaltungen vergraulen, sondern ihnen im Gegenteil den Wechsel zur digitalen Technik mit neuen attraktiven Angeboten schmackhaft machen. Obwohl der Preis für das Wiler Kabelnetz mit Fr. 13.40 (Fr. 16.70 inkl. MwSt. und Urhebergebühren) pro Monat bereits ausserordentlich tief gehalten ist, besteht für die zusätzliche Nutzung der digitalen Angebote noch eine gewisse Hemmschwelle.

Um die bereits stattliche Zahl von 1'700 Kunden weiter zu steigern, wollen die TBW deshalb ein neues Preissystem einführen. Lanciert werden die neuen Angebote am „Tag der Kommunikation“ vom 21. April 2007. An diesem Anlass kann man einen Blick werfen in die sonst unzugänglichen Räume der Kopfstation des Kabelnetzes und man kann sich aus erster Hand neutral über den Kauf von TV-Geräten der neuesten Generation beraten lassen.

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