Was der Thurgauer Rothpald mit seiner Schenkung wohl nicht erahnte, dass man sich nach 1250 Jahren noch
immer an ihn erinnert, und es in der �btestadt Wil zu einem grossen Stadtfest f�hrtEin Jubil�um musste es sein, um in der neu gestalteten Fussg�ngerzone der Oberen Bahnhofstrasse ein
erstes Stadtfest organisieren zu k�nnen. Neben 28 Vereinen haben sich auch die Gesch�fte der Stadtstrasse engagiert, dem Fest einen besonderen Rahmen zu geben. Bei der Er�ffnung im Festzelt wies
Stadtpr�sident auf die vier Projekte hin, die Ausstellung der Wiler Geschichte am Stadtfest, den Aussichtsturm auf dem Hofberg, das Elektronische Lexikon Wils und das Stadtfest selber. Das Walten des
H�chsten Gottes wollten die Wiler nicht vergessen, die Geistlichkeit Wil kam am Festakt ebenso zu Wort.
Noch etwas wolkenverhangen startete das Stadtfest zur 1250 Jahrfeier Wil, je l�nger
der Tag aber dauerte, umso sch�ner zeigte sich die Wetterlage. Die St�dter belohnten die Organisatoren mit ihrem einem grossen Aufmarsch, schon zum Festakt am Vormittag kamen sie in Scharen herbeigelaufen.
�Wir zeigen Festfreude�
Stadtpr�sident Bruno G�hwiler er�ffnete den Festakt zur 1250 Jahrfeier mit dem Hinweis: �Wil begegnet sich�. Das Jubil�um sei aber gleichzeitig auch eine Begegnung unter den
weiteren Jubil�umsgemeinden Rickenbach, Rossr�ti und Z�berwangen. Dass die St�dter f�r ihr Jubil�um sich engagieren wollten, zeige sich in der Beteiligung von nicht weniger als 28 Vereinen. Das Fest soll ein
Begegnen der Generationen, der Geschlechter und Kulturen werden, es gelte auch offen zu sein f�r Neues.
Eine etwas tiefere Aufforderung setzte Stadtpfarrer Meinrad G�mperle an die Stadt Wil mit den Worten
aus dem Buche Moses: �Ein Segen sollst Du sein�. Diese Aufforderung Gottes an Abraham habe diesen vorerst auch unsicher gemacht. Gott habe ihm damals aber noch eine Zusage angef�gt mit �Ich werde dich
segnen�. Dieser Segen an diese Generation meine aber nicht die Einbildung, selber mit viel Gl�ck uns Sonnenschein ausgestattet zu sein, alles m�sse zum Wohl des andern ausgelegt werden.
Dass der Himmel
nicht zu kaufen sei, sondern mit dem Gebet erbittet werden m�sse, forderte der evangelische Seelsorger Christoph Casty in seinen Worten. Es gelte aus der Kraft Gottes heraus zu handeln. Ein Jedes sei
gefordert, nach den Worten zu handeln, worum er bittet.
Um die Geschichte nicht zu vergessen
Es liegt im Flair von Stadtarchivar Werner Warth, das Geschichtliche immer etwas in die Moderne zu
�bertragen und allgemein verst�ndlich darzustellen. Dies gelang ihm und seiner Gruppe mit Renato M�ller, Franziska Peterli und Marcel Koch ausserordentlich gut. Es gebe kein Foto von Rothpald, aber sie
h�tten versucht in einer Person zu verk�rpern. Warth stellte in seinen Worten fest, dass Rothpald wohl einige Fragen zu stellen h�tte, k�nnte er noch einmal hier hineinschauen. Die Ausstellung wird noch eine
l�ngere Zeit zug�nglich sein.
Mit einem Geschenk der Jubil�umsgemeinden um Wil herum wartete Leo Wipfli vom OK 1200 Jahre Rossr�ti auf. Die bereits bekannten Fahnen an den Eingangsstrassen des Ortes k�nnen
nun auch in Wil einen Platz finden. Nat�rlich musste der Wiler B�r auf der Fahne festgehalten sein. Wipfli lud die Wilerinnen und Wiler ein, anfangs September auch in Rossr�ti am Jubil�umsfest dabei zu sein.
Fest �ber alle Grenzen
Die zahlreichen St�nde und Beizli der Oberen Bahnhofstrasse entlang liess die Strasse wieder etwas enger daher kommen. Die �ber Erwarten grosse Besucherzahl sorgte
buchst�blich f�r Stosszeiten, wollte man die Strasse entlang gehen. Stosszeiten gab es auch bei den verschiedenen Speiseangeboten. Besonderheiten gabs fast �berall, Besonderheiten wurden aber auch zum
grossen Fest geschaffen mit dem eigenen Bier, dem eigenen Brot und der eigenen Wurst.