Am grossartigen 29. Fasnachtsumzug beteiligten sich rund 2000 Mitwirkende. Trotz regnerischem Wetter
liessen sich etwa 10'000 Zuschauer von den fantasievollen Sujets und den farbenpr�chtigen Auftritten der Guggenmusiken begeistern.Die Hochburg der Ostschweizer Fasnacht war vom Freitag-
bis Sonntagabend Treffpunkt f�r Tausende festfreudiger N�rrinnen und Narren. Der attraktive Fasnachtsumzug vom Sonntagnachmittag schloss sich w�rdig seinen Vorg�ngern an und war der H�hepunkt der n�rrischen
Tage.
P�nktlich um 14.03 Uhr k�ndigten drei laute B�llersch�sse den Start des 29. Lenggenwiler Fasnachtsumzugs an. Wenngleich das Wetter f�r einmal nicht den W�nschen der Organisatoren entsprach, war
der Zuschaueraufmarsch �berraschend gross. Auch die sporadischen Regeng�sse taten der Fasnachtsfreude kaum Abbruch. In dichten Reihen verfolgten am Strassenrand die Besuchermassen das farbenpr�chtige,
fr�hliche Spektakel. Bevorzugt waren die einheimischen Bewohner an der Hauptstrasse. Sie konnten das eindrucksvolle Geschehen von ihren Balkonen oder aus den Wohnzimmern bewundern und waren erst noch
vor dem Regen gesch�tzt.
Spektakel
Traditionsgem�ss f�hrte eine Einschellergruppe den Umzug an, gefolgt vom Jufale-Wagen des Lenggenwiler Fasnachtskomitees. F�r das Motto �Wikie und die starken
M�nner� wendeten einige Gruppen der Jungwacht Lenggenwil, welche 1978 die Fasnachtsanl�sse ins Leben rief und auch heute noch die Fasnachtsanl�sse tr�gt, zahlreiche Arbeitsstunden auf. Ihre fantasievoll
gestalteten Sujetwagen fanden denn auch anerkennende Beachtung.
Mehrheitlich aber w�hlten die �brigen Beteiligten andere, aktuelle Themen. Dabei ergaben sich bei einheimischen Gruppen einige
Motive aus der lokalen Politik, welche aufs Korn genommen wurden. So gaben beispielsweise der neue Auftritt der Gemeinde Niederhelfenschwil oder die Strassengestaltung Anlass f�r h�hnische Sujets. In
fasn�chtlich �berzeichneten Flugbl�ttern teilten die Initianten ihren Unmut und beissende Kritik mit. Die Jubla begab sich gar auf internationales Parkett und nahm ihrerseits den G8-Gipfel aufs Korn.
Fasnachtskomitees aus der Region benutzten den Anlass f�r Eigenwerbung. Dies gelang auch der Sektion Theater Lenggenwil bestens, indem sie mit einem attraktiven Dampfzug auf die kommende Theatersaison mit
dem St�ck �Hinter den sieben Gleisen� warb.
Konfettischlacht
Zahlreiche Hexengruppen sorgten auch diesmal f�r ausgelassenen Betrieb und Stimmung. Immer wieder mussten M�dchen und
Frauen dran glauben. Sie wurden erbarmungslos gepackt und ins Konfettibad getaucht. Ebenso fanden die zielsicheren Sch�tzen an den Konfettikanonen ihre Opfer. Da hatten die Reinigungsequipen, welche sofort
nach dem Umzug mit ihrer Aufr�umarbeit begannen, keine leichte Aufgabe, die Konfetti- und Abfallmassen auf den nassen Strassen und Pl�tzen zu entfernen..
Insgesamt beteiligten sich 61
Gruppierungen, davon nicht weniger als 22 Guggenmusikformationen. Mit ihren farbenfrohen Kost�men und kakophonischen Kl�ngen gaben sie dem fasn�chtlichen Grossanlass den besonderen Rahmen. Knapp zwei Stunden
lang kamen die Zuschauer in den Genuss von attraktiven Bildern und �berm�tigem Treiben auf der Dorfstrasse. In den Lokalit�ten des Mehrzweckgeb�udes konnten festfreudige Besuchende und die Beteiligten
anschliessend beim Guggentreffen und n�rrischem Ausklang das Fasnachtstreiben fortsetzen.
Guggenplausch und Lenggiball
Bereits am Freitagabend er�ffnete der Guggen-Wettplausch die Fasnacht
Lenngenwil. Zw�lf Ostschweizer Formationen massen sich im Wettbewerb, bei dem Auftreten, Kost�mierung, Originalit�t, Sound, Harmonie, Stimmung und Publikumserfolg z�hlten. Die Henauer Gugger wurden von den
prominenten Jurymitgliedern Esther Vollmeier, Susanne Huber, Remo Bernhardsgr�tterund Ramon Grang� als Sieger erkoren. Das Niveau der Darbietungen sei in den letzten Jahren enorm gestiegen, stellte Remo
Bernhardsgr�tter fest. Die Spitzenformationen w�rden heute das ganze Jahr trainieren und verf�gten �ber exzellente Musiker.
Die R�umlichkeiten des Mehrzweckgeb�udes f�llten sich auch am
Samstagabend beim beliebten Lenggiball. Im Ballsaal sorgte die Party-Band �Indigo� f�r mitreissende Musik und heisse Stimmung. F�nf Guggenmusigen heizten von Zeit zu Zeit die Stimmung zus�tzlich an. Das Duo
�Canios� unterhielt in der Altherrenstube, wo bis in die Morgenstunden gefeiert wurde.