Der
Ausstellungswechsel von Wildwechsel zur Ausstellung �Kleid er� ergibt eine Bildver�nderung f�r die Stadt, bis zum 13. Oktober ist �Barock� angesagtDie neueste Ausstellung im Wiler
Stadtmuseum informiert �ber Kleidermandat und Modediktat, es geht um einen R�ckblick in die Barockzeit. Mit der Vernissage am Samstagabend war auch gleichzeitig die Finissage der Ausstellung von
�Wildwechsel� der K�nstlergruppe �Ohmart41�. Die Pr�sentation im Hofkeller ergab eine eindr�ckliche R�ck- und Ausschau.
Es war ein einmaliger Kulturabend, welcher in den Gew�lben des
Hofkellers angesagt war. Eingeladen hatte Ohmart41, um noch einmal ihre Idee der Ausstellung �Wildwechsel� vorzustellen. Akzente ergaben sich mit der Er�ffnung der Ausstellung �Kleid er�, seitens der
Ortsb�rger mit Werner Warth als Hauptakteur.
Wildwechsel besch�ftigte
Die Obere Bahnhofstrasse war seit den ersten Septembertagen f�r zahlreiche Spazierg�nger des �ftern Stein des Anstosses. Die
verschiedenen Objekte der Ausstellung �Wildwechsel� waren nicht nur vielfach mitten im Weg, sondern auch r�tselhaft in ihrem Aufbau. Des R�tsels L�sung musste sich jeder Betrachter oftmals selber erarbeiten.
Dies war denn auch genau die Idee der K�nstler, die Leute zum Nachdenken zu bringen, ja vielleicht gar zu ver�rgern. Zur Finissage im Hof war noch einmal Gelegenheit gegeben, die K�nstler und ihre Werke noch
einmal vorgestellt zu bekommen. In dem Sinne hatte die Fussg�ngerzone und die Altstadt f�r ein paar Wochen ein ver�ndertes Kleid erhalten.
�Kleid er�: Der Auftakt zeigte viel Brillanz
Mit einer
gl�nzenden Modeschau er�ffnete das Stadtmuseum Wil mit Werner Warth die neueste Ausstellung �Kleid er�. Der R�ckblick in die Barock-Zeit im Vergleich zu heute, sollte aufzeigen, dass die damaligen
Kleidervorschriften keineswegs so weit entfernt sind wie die Vorgaben der heutigen Mode. Unter dem Motto: �Es ist halt Mode�, wird auch heute von vielen Leuten dem aktuellen Modetrend nachgelebt. Was fr�her
und heute Mode ist, bekamen die Besucher der Vernissage auf eindr�ckliche Art vorgestellt. Moderiert von den beiden Rechsteiners vom Theater Bilitz aus Sirnach fand eine am�sante Modeschau statt.
Unter
der Choreographie von Evelyn Rigotti pr�sentierte eine Frauengruppe einen eindr�cklichen Ausdruckstanz. Die T�nzerinnen nahmen das Kleid zum Anlass, in verschiedensten Variationen deren Wirkung zu ver�ndern.
Die Videoschau und auch der musikalische Background gaben der Pr�sentation sehr viel Professionalit�t und einen modernen Anstrich.
Stadtr�tin Barbara Gysi sinnierte in ihren Worten, was die beiden
Ausstellungen �Wildwechsel� und �Kleid er� gemeinsam haben k�nnten, wenn man die beiden am gleichen Abend behandeln will. Sie habe schnell festgestellt, dass beide f�r die Stadt einen Kleiderwechsel
darstellen. �Wildwechsel� habe das Stadtbild ver�ndert und die Ausstellung �Kleid er� dr�nge der Stadt nochmals ein Bild fr�herer Zeiten auf. Die Skulpturen am Eingang irritierten, beim n�heren Hinsehen habe
sie sich dar�ber freuen k�nnen.
Barock ist angesagt
Schon die Ausstellung pr�gt der Stadt ein neues Bild auf, indem die Stadtr�te in Barock-Kleider geh�llt, einen neuen Auftritt ergeben. Bereits
am Dienstag ist im Cinewil eine erste Veranstaltung dazu angesagt mit �Dangerous Liaisons�, gefolgt vom Barockkonzert in der Tonhalle Wil am Mittwoch 2. Oktober. Am 3. Oktober findet im Freisch�tz der
Barockabend statt, mit einer Reservation sind sie dabei. Am Mittowch 9. Oktober folgt abschliessend ein Vortrag mit dem Thema: �Mandat 1683� im Hof zu Wil. Dabei geht es um die Beantwortung der Frage �Was
ist ein Mandat, was steh im Mandat 1683�. Die Ergr�ndung der historischen und sozialen Hintergr�nde ist weiteres Thema des Abends.
Geschichtliches muss nicht langweilig sein
Die Art der
Pr�sentation der Wiler Vergangenheit im Stadtmuseum Wil verzeichnet wie seitens der Verantwortlichen angek�ndigt, einen deutlichen Wandel. Die Verwendung moderner Techniken f�r die Pr�sentation der Wiler
Geschichte wirkt einiges unterhaltsamer und vermag die Menschen von heute eher anzuziehen.
Das Befassen mit seiner Geschichte ist unbestritten f�r jede Generation wichtig, wenn nicht die gleichen Fehler
noch einmal geschehen sollen. Der Weg, die Leute f�r die Geschichte ansprechbar zu machen, ist aber nicht einfacher geworden. Es braucht viel Ideenreichtum dazu, wenn man dennoch der Geschichte ihr damaliges
Gesicht lassen will.