Monetanien, um die Welt neu zu gestalten Das Musical der Oberb�rer Primarschulen fasziniert im freudigen und farbigen Auftritt der 300 Kinder wie
auch aus dem tieferen Hintergrund des Inhaltes.�ber die kommenden Tage stehen die Primarschulen Oberb�ren-Sonnental im Rampenlicht. Das Musical �Auf dem Weg nach Monetanien�, aufgef�hrt
im Mehrzwecksaal der Thurzelg, sorgt mit vier Auff�hrungen f�r ein eindr�ckliches Erlebnis. Das Erlebnis gilt nicht nur dem Publikum, auch die 300 Kinder d�rften vom Ereignis des grossen Auftrittes noch
lange zehren. Das St�ck fordert im tieferen Sinne, die Fantasien und Ideen der Menschen nicht durch immerw�hrendes Schuften ersticken zu lassen. Das Musical der Primarschulen
Oberb�ren-Sonnental kommt professionell daher, dies macht sich schon beim �beraus ansprechenden Programmheft bemerkbar. Professionelles Vorgehen war auch im Aufbau des Musicals selber gefragt, wenn 300
Kinder in die Auff�hrung eingebunden sein sollen. Professionalit�t zeigte sich weiter bei der B�hnentechnik, die vorhandene Zahl an Scheinwerfern wie auch weiterer Technik wurde f�r die Auff�hrung mehr als
verdoppelt. Das Publikum war schon im Vorfeld der Auff�hrung gut aufgehoben mit der gross angelegten Festwirtschaft im hinteren Teil der Halle. Die leistungsf�hige K�che war dann in der Pause noch einmal
gefordert, f�r die Kinder noch einmal dutzende von Pommes Frites-Portionen und Wurstbrote herzustellen. Aus der Begeisterung wuchs ein grosses Werk Regisseur Urs Sturzenegger zeigte in der
Vorbereitung ein gutes Gesp�r. Es war f�r ihn wohl wie ein Traum den er erf�llen wollte, mit 300 Kindern eine Produktion zu organisieren. Im Programmheft geht er in seinem R�ckblick auf die Vorbereitungen
noch einen Schritt weiter, dass es auch f�r die Kinder zu einem sinnvollen und ihren Interessen entsprechenden Auftritt kommen muss. Seine Begeisterung, zusammen mit dem Schulleiter Hansj�rg Bauer, konnte er
offensichtlich auch auf das restliche Lehrerteam �bertragen. Anteil am guten Gelingen seitens der Regie hat auch Marianna Gubler, die
Arbeitsteilung mit Urs Sturzenegger war ob der grossen Zahl Kinder wichtig. Die Premiere am Freitagabend �berstieg mit der pr�sentierten
Vielfalt bei den Auftritten wie den Vortr�gen der Kinder alle Erwartungen. Die Erwartungen waren wohl auch seitens des OK �bertroffen, schon vor der ersten Auff�hrung fast alle Pl�tze der vier Auff�hrungen
belegt zu haben. Monetanien, neu auferstehen lassen Eine ganze Schule hat sich f�r das Musical auf den Weg gemacht. Die im 1987 von der 5. Klasse aufgef�hrte Version musste umgearbeitet werden,
Urs Sturzenegger hatte die grosse Aufgabe, die Rollen nicht nur f�r eine Klasse, sondern f�r 300 Kinder zu korrigieren. Nach dem Auftakt im August 2005 im Zweierteam stand bis Dezember das OK mit den sechs
Lehrkr�ften, es konnte mit der Detailarbeit begonnen werden. Allein der Verlauf der Vorbereitung, dass auch die Eltern f�r die Kost�mherstellung eingebunden waren, macht das Musical aus menschlicher Sicht
wertvoll. Die Auff�hrung zeigte von Beginn weg St�rke. Das emsige Schaffen der Kinder in der ersten Szene gab dem Publikum vorerst R�tsel auf, was nun damit gemeint sei. Erst die Fortsetzung machte
deutlich, dass hier eine Welt von Gier nach Geld und Reichtum befallen, pr�sentiert wird, die Menschen werden zu immer mehr Leistung angetrieben. Draakor�s Regime wird allerdings wiederkehrend durch Fleya
gest�rt, welche mit ihren Fantasien und Ideen die Pl�ne der ewigen Herrschaft durchkreuzen will, sie wird vertrieben. Monetanien ist das Ziel, allerdings wissen die Untertanen selber nicht, was damit
eigentlich gemeint ist. Die Fantasie l�sst sich nicht besiegen Was dem Verlauf der Handlung entsprechend mit monotonen Bildern begann, erhielt mit dem Auftritt der �kleinen Menschen� aus der
Fantasiewelt eine farbige Wende. Der Auftritt der Kleinsten mit ihren Zwergenkost�men faszinierten in allen Teilen. Die Wirkung mit der Beteiligung der grossen Zahl Kinder liess nicht auf sich warten. Da
machte sich auch die Fantasie seitens der Organisatoren und den Kost�mschneiderinnen bemerkbar. Einsatzliebe war auf allen Ebenen gefragt, so auch dem begleitenden Chor, welcher den Gesangsauftritten erst
die F�lle gab. Musikalisch zeigten sich die f�nf Bandleader von ihrer besten Seite. Die �Kleinen Menschen� mussten im St�ck schmerzhaft erfahren, dass die �Grossen Menschen� der Unterwelt zu allem f�hig
sind, in der Gier nach Macht alles was st�rt zu beseitigen. Die Parallelen zur heutigen Zeit, wie Hansj�rg Bauer schreibt, k�nnen vom Publikum problemlos nachvollzogen werden. Wie die Entwicklung eine
gl�ckliche Wende nimmt, indem sich die �Grossen� mit den �Kleinen� vereinen, ergibt eine richtig r�hrende Situation. Es scheint f�r den Zuschauer, wie wenn die heile Welt doch noch einmal machbar w�re. Das
Schlussbild zeigte noch einmal 300 gl�ckliche Kinder, welche dank umsichtiger F�hrung eine �Meisterleistung� gezeigt haben. Dass auch Kinder f�r gr�ssere Sprechauftritte zu haben sind, machten die
Jugendlichen in den rund 15 Hauptrollen deutlich. Insbesondere die kleine Gnomin Fleya zeigte sich im Auftritt wie den aufw�ndigen Sprechvortr�gen in Hochform. Die grossartige Wirkung zeigte sich
allerdings letztlich im Zusammenspiel aller. Mit grossem Applaus bedankte sich das Publikum bei den Jugendlichen. Noch sind die Kinder bei den weiteren Auff�hrungen vom Sonntag 19. und Freitag, Samstag
24./25. November gefordert. F�r spontane Besucher sind auch an diesen Abenden einige Pl�tze frei gehalten. Ein Besuch d�rfte sich lohnend zeigen. |