Einen besonderen H�hepunkt setzte die Gemeinde Jonschwil bei der dritten Etappe des St. Galler Jubil�ums-Quer mit einem Gemeindefest auf dem WildbergDas St. Galler Kantonsjubil�um galt am Wochenende der dritten Etappe �Quer durch St. Gallen� durch die Gemeinde Jonschwil. Gemeindepr�sident Stefan Frei setzte mit seinem OK alles daran, die
D�rfler mit einem Fest �berraschen zu k�nnen. Das Abschlussfest fand auf dem h�chsten Punkt von Jonschwil, n�mlich auf dem Wildberg statt. Das grosse Fest entwickelte sich denn auch zum H�hepunkt des
Jubil�umsereignisses in der Gemeinde.
Nahtlos angereiht folgte am Sonntagmorgen um 8 Uhr bei der Schwarzenbacherbr�cke der Start zur dritten Etappe des �Quer durch St. Gallen�. Per Extrabus
wurden die Wanderfreudigen aus Schwarzenbach und Jonschwil zum Startpunkt gefahren, wo dann Gemeindepr�sident vorbildlich die nicht sehr leichte B�rde des Liktorenb�ndels auf sich nahm. Neben den
Marschfreudigen startete auch eine Bikergruppe unter der Leitung von Gemeinderat Roland Vettiger. Buchst�blich sch�nstes �Postkartenwetter� war den Organisatoren von Jonschwil beschert.
Unterwegs mit Gott
Die Wanderung durch die Sch�nheiten der Gemeinde Jonschwil sollte gleich von Anfang an unterhaltsam sein. So folgte bereits nach wenigen hundert Metern beim Bahnhof Schwarzenbach
der erste Halt, wo Kaffee und Gipfeli der neuen Thurgauer-Bahn �Turbo AG� bereit standen. Bekanntlich f�hrt die Turbo AG ebenso auf der Strecke Wil-Gossau, derzeit aber noch mit Wagenmaterial der SBB. Die
neuen Wagen der Turbo AG sind bei der Waggonbau Stadler in Bussnang bereits im Aufbau.
Hinter dem B�rensberg folgte um 10 Uhr ein ansprechender �kumenischer Gottesdienst. Die beiden Seelsorger Peter
Lenziger und Leo Tanner seitens der Evangelischen und Katholiken nahmen in ihren Gedanken die Themen �Weg und Unterwegs sein� auf. Leo Tanner machte deutlich, dass �Unterwegs sein� eine typische Pr�gung des
menschlichen Lebens sei. Unterwegs sein geh�re auch zum christlichen Glauben, wo wir mit Gott den Lebensweg gehen. Peter Lenzinger verglich das �Quer durch St. Gallen� mit Auszug der Israeliten aus �gypten
aus dem Alten Testament. Die Sichtrohre aus dem �Quer� k�nnten vergleichsweise die Verbindung mit Gott sein, wie die Israeliten damals in st�ndiger Verbindung mit Gott waren. Allerdings habe die
W�stenwanderung der Israeliten 40 Jahre gedauert und nicht nur 2 bis 3 Stunden.
Der Weg der Christen-Gemeinde
Leo Tanner nahm in seinen Worten die Sinngebung des Liktorenb�ndels auf. Es erinnere
an das gemeinsame Recht und das gemeinsame Gericht im Kanton St. Gallen. Gott habe in der W�ste schon damals in gleicher Weise 10 Gebote oder Weisungen gegeben. Sie sollten wie heute Orientierung und
Respekt darstellen. Die 10 Gebote seien auch heute dazu da, damit die menschlichen Beziehungen gelingen k�nnten.
Der Gemeindepr�sident Stefan Frei gab in seinen Gedanken zu verstehen, dass der Weg der
Gemeinde auch in Gemeindeprojekten stattfinde. Sie hinterlassen ebenso Wegspuren, indem sie die Dorfgemeinschaft zusammenhalten und pr�gten. Auch f�r Jonschwil gelte, dass der Weg als Ziel zu betrachten sei.
Jonschwil war nicht immer so ber�hmt
Auf dem Wildberg konnte dann das grosse Jonschwiler Quer-Fest steigen. Ein gediegenes Festzelt erwartete die Besucher. Der Feuerwehrverein sorgte f�r eine
tadellose Festwirtschaft. Gemeindepr�sident Stefan Frei konnte hohen Besuch begr�ssen mit Regierungsr�tin Karin Keller-Sutter. Er hatte auch allen Grund, da die Wiler Regierungsr�tin Jonschwiler B�rgerin
ist. Aber nicht nur Karin Keller ist Jonschwiler B�rgerin, auch Kathrin Hilber hat ihre Wurzeln in Jonschwil.
Ihre Grussworte nutzte die Regierungsr�tin Keller dazu etwas in der Jonschwiler
Geschichte zu bl�ttern und sie wurde auch f�ndig. Jonschwil habe n�mlich in den Jahren 1803 eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Die franz�sischen Truppen h�tten im R�ssli Schwarzenbach gehaust und die
D�rfler an den Rand des Ruins gebracht, weil sie die Soldaten auf eigene Rechnung verpflegen mussten. Die Jonschwiler h�tten sich dann auf ihre Art erfolgreich geehrt, was ihnen allerdings schlechteste Noten
eingetragen habe. Es k�nne in den B�chern nachgelesen werden, dass Jonschwil als widersetzlichste und ungehorsamste Gemeinde bezeichnet worden sei.
St. Gallen braucht Selbstbewusstsein
Die Regierungsr�tin bezeichnete in der Fortsetzung die Entscheidung Napoleons f�r eine Neuordnung der Schweiz als entscheidenden Akt f�r eine ruhigere Zeit, und die Abwendung von B�rgerkriegen. F�r den
Kanton St. Gallen sei dies ein grosser Gewinn gewesen, obwohl seitens Napoleon dahinter auch taktische �berlegungen den Schritt begr�ndeten. Der Kanton St. Gallen sei heute wiederum auf dem Weg zu einem
neuen Selbstbewusstsein, um sich im Lande behaupten zu k�nnen. Die eigenen Interessen auf den Tisch zu bringen, zeige immer mehr Erfolg, was sich an den Beispielen Bundesgericht f�r den Kanton, Postzentren
und �ffentlicher Verkehr gleich mehrfach best�tige. Es gelte aber auch Dankbarkeit zu zeigen, dass wir trotz schwierigen Zeiten in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben k�nnten, schloss Karin Keller ihre
Grussworte.
Mit Blumen ehrte sie abschliessend den Initianten des �Quer durch St. Gallen� Ulrich Harder. Ehre erhielt die Regierungsr�tin mit einem Bild von Jonschwil aus der Hand des Gemeindepr�sidenten.
Der L�tisburger Gemeindepr�sident Hanspeter Eisenring �bernahm anschliessend das Liktorenb�ndel. Allerdings musste er es noch ein St�ck �ber Jonschwiler Gebiet tragen, da die Grenze eigentlich bei Oberrindal
gewesen w�re. Mit rassigen Melodien der Jonschwiler Bl�ser klang das Fest aus. Das Jonschwiler Ch�fer-Lied durfte dabei wie auch die St. Galler Hymne nicht fehlen.