Ein erfrischender und farbenfroher Hofnarrenball der FGW sorgte am Freitagabend im Wiler Stadtsaal f�r ein rauschendes FestAuf den Milleniumshofnarren Stadtpfarrer Meinrad Gemperli folgte am 11. Hofnarrenball der ehemalige Tonhallenmeister Benno Ruckstuhl als Hofnarr 2001.
Der als ehemaliger N�rgeli totgeglaubte Fastn�chtler steigt noch einmal wie Ph�nix aus der Asche in die Hochburg der Wiler Fastnacht. Seine Narrenrede konnte n�rrischer nicht sein. Unerkannt stellte er sich selber vor, um erst am Ende seine Ernennung zum Hofnarr 2001 preiszugeben. Mit Glamur-Spr�chen verabschiedete sich der Hofnarr 2000, zusammen mit Armin Eugster und Erich Gehrer.
Eine erfrischende Szene boten die Familienklicke mit ihrem musikalischen Auftritt und ihren
rotschwarzen Gew�ndern. Die Schnitzelb�nkler �Chratzb�rschte� pr�sentierten bei ihrem grossartigen Auftritt bissge Verse f�r die Staren aus aller Welt, aus Politik, Sport und vielem mehr. Rund 200 G�ste durfte FGW-Pr�sident J�rg Sarbach im Wiler Stadtsaal begr�ssen.
Den Lebensl�sten nachzujagen
Die Fasnachtstage machen so manches auf heitere Art m�glich, was im �blichen Alltag undenkbar. Es d�rfen Sachen ans Licht kommen und die Satire hat �berall Platz. Dies war einmal mehr die
Pr�gung des Hofnarrenball, es wurde wie es die Narrenzeit erlaubt kein Blatt vor den Mund genommen. Die lokale Schau boten neben dem amtierenden Hofnarren 2000, Pfarrer Meinrad Gemperli, Armin Eugster und Erich Gehrer. Aber auch der Herold Erich Grob, zitierte so manchen bissigen Vers.
Dass das Wiler Spital mit seinem Mobbing-Skandal so ziemlich an vorderster Stelle stand, war verst�ndlich. Der �Klink-Sepp wurde dabei als heller Stern benamst, welcher den arrondierten Krankheitstempel
retten soll. Auch der Hofnarr pr�gte den Satz: �Josef lieber Josef mein...�, um den rettenden Engel des Wiler Spitals.
Dass sich der Hofnarr ob seinem Leserbrief zu den Wahlen gleich selber anklagte, konnte nur einem Pfarrer passieren. Auch der neue Stapi Bruno G�hwiler kam zu Ehren, indem er als Ein-Stern-General gleich als neuer Herrscher von Wil bezeichnet wurde. Aber auch die Stadtr�te wurden nicht verschont. Die Neue, Marlis Angehrn, wolle die Wiler Schulen um ihren eigenen Finger
spulen und Werner Oertle wurde ob seiner Flaniermeile, der neuen Fussg�ngerzone, ins Gespr�ch gebracht. F�r den Hofnarr fehlt daran am anderen Ende nur der Vatikan. Und gleich nachfolgend kam des Hoffnarren Idee, die Fussg�ngerzone sonnt�glich f�r Prozessionen zu benutzen. Gemperli machte sich als Hofnarr abschliessend alle Ehre, indem er dem n�rrischen Treiben viel Positives abgewinnen konnte. So schloss er seine Rede: �Ein gepflegter Fastnachtskater erspart jahrelang den Psychiater�.
Benno, der Hofnarr 2001
Die Tage sind nun vorbei, wo um die Nachfolge beim Hofnarr nachgedacht werden muss. Doch soviel Spannung um den neuen Namen hatte wohl niemand erwartet. Unerkannt setzte sich Benno Ruckstuhl ans Mikrophon als angeblich Beauftragter des Neunerrates, den neuen Hofnarren vorzustellen.
Benno�s herrliche Laudatio f�r den Neuen erm�glichte eine Schau, nach welchen Kriterien jeweils gesucht werde. Dass es keine �bl�den S�deri� und keine �lahmen
Pf�deri� sein d�rfen, stand von anfang an fest. Benno hatte seinen fastn�chtlichen Untergang als N�rgeli vor wohl 10 Jahren noch nicht ganz vergessen, umso erfreuter bem�hte er sich f�r diese Pr�sentation. Benno fand im Rathaus schon deren Narren, aber f�r den Hofnarr seien nicht zu gebrauchen. Auch aus dem Kreise der Richter seien nur bitterernste Gesichter zu finden und keine Frohnaturen. Auf den vielen Wiler Banken sei ob der monet�ren Emsigkeit auch kein geeigneter Geist zu finden
gewesen. Auch bei den Technischen Betrieben sei nichts zu finden gewesen, weil bei vielen �eine Schraube los�. So gab sich Benno zum Schluss als der neue Hofnarr zu erkennen und er wurde nach dem vielen Gel�chter �ber seine Spr�che mit viel Applaus bedacht.
Der gediegene Hofnarrenball im fastn�chtlich geschm�ckten Stadtsaal geh�rt damit der Vergangenheit an. Die G�ste wurden mit viel Humor und guter Speise verw�hnt. Dem offiziellen Teil folgten noch weitere Auftritte verschiedener
Guggenmusiken.