Der Beh�rdenempfang 2000 und der Laternenumzug galten auch dem Abschied von
Stadtammann Josef Hartmann mit grosser Beteiligung aus der Bev�lkerungDass politische Verantwortung viel auch mit dem Zusammenwirken untereinander zu tun hat, wird am traditionellen Beh�rdenempfang immer wieder deutlich. Es ist nicht nur das Markieren von Pr�senz, um sehen und gesehen zu werden. Der guten W�nsche zum Neuen Jahr werden in so grosser Zahl gewechselt, dass dahinter doch noch etwas mehr sein muss. Das Gelingen im Neuen Jahr wird n�mlich wiederum einiges an
aufbauendem Zusammenspiel unter den Mandatstr�gern erfordern. Das Licht dazu brachten die zahlreichen Laternentr�gerinnen und �Tr�ger mit ihren kunstvoll geschm�ckten Silvesterleuchten.
Die letzten Stunden des alten Jahres seitens der Wiler Politik waren dem Beh�rdenempfang im Gerichtshaus gewidmet. Der Empfang galt nat�rlicherweise nicht nur dem Neuen Jahr, sondern auch der Verabschiedung des alten Jahres. Wil hatte dazu besonderen Grund, da mit dem Neuen Jahr auch ein neuer
Stadtpr�sident mit Dr. Bruno G�hwiler Einzug h�lt. Der Beh�rdenempfang war weiter gepr�gt von hohem Besuch mit der Wiler Regierungsr�tin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Justiz- und Polizeidepartements.
Gesetz als sanftes Ruhekissen?
Es war an Andreas Hilber, dem Pr�sidenten des Verkehrsvereins Wil, den Beh�rdenempfang zu er�ffnen. Hilber lud die politischen Beh�rden ein, dass sie auch im kommenden Jahr ihre Verantwortung und Sorge f�r die Stadt wahrnehmen. Er konnte mit
Regierungsr�tin Karin Keller-Sutter den in grosser Zahl anwesenden Beh�rdemitgliedern eine kompetente Politikerin ank�ndigen, nachdem er seinerseits die besten W�nsche zum neuen Jahr weitergeben hatte. Der Beh�rdenempfang ist immer auch die Gelegenheit f�r die Kontaktnahme untereinander, um abseits vom politischen Gesch�ft in lockeren Gespr�chen Gedanken auszutauschen.
Die Regierungsr�tin Karin Keller nutzte in ihren Gedanken die Gelegenheit, das Sicherheitsbed�rfnis der Menschen gerade im
Jahres�bergang etwas n�her unter die Lupe zu nehmen. Wenn Horoskope und Wahrsagen in diesen Tagen Hochkonjunktur h�tten, werde den Menschen immer wieder deutlich, dass das Leben sich nur beschr�nkt kontrollieren lasse. Dies sei auch besser so. Keller erinnerte an die Debatte �ber die Gesetzesforderungen f�r Kampfhunde, wo der Ruf nach mehr Gesetz, der Ruf nach dem Staat wieder einmal lautstark erfolgt sei. Keller wollte die schlimmen Vorf�lle nicht bagatellisieren, liess aber durchblicken,
wie an diesem Beispiel das Gesetz gerne als sanftes Ruhekissen wahrgenommen werde. Das Gesetz k�nne heute und auch morgen nicht alle Problemf�lle verhindern, hinter der Sicherheit stehen Menschen und die Natur, ein Restrisiko bleibe.
Es braucht engagierte Menschen
Die Regierungsr�tin gab ihrer Sorge weiter Ausdruck, dass die heutige Gesellschaft immer mehr von Entsolidarisierung gepr�gt sei. Es brauche weiterhin und wieder vermehrt Menschen, welche hin- und nicht wegschauten,
wenn es Probleme zu l�sen gelte. Gleichzeitig k�nne auch in Wil festgestellt werden, dass wieder positive Impulse ausgesendet werden. Zahlreiche Errungenschaften wie die Fussg�ngerzone oder die Mittelschule Wil seien auch der Weitsicht der B�rgerschaft zu verdanken. Dahinter st�nden wiederkehrend Menschen verschiedenster Generationen, welche gemeinsam zum Gelingen beitragen. Die Regierungsr�tin schloss ihre Ausf�hrungen mit dem Hinweis auf das bevorstehende Jahr der Freiwilligenarbeit.
Politik und Beh�rdenarbeit stehe vielf�ltig mit freiwilligem Einsatz in Verbindung, was nicht selbstverst�ndlich hingenommen werden d�rfe.
Abschied von Josef Hartmann mit Applaus
Die wiederum in grosser Zahl anwesenden Silvesterlaternen mit ihrem Lichtermeer verwandelten die Wiler Altstadt f�r eine gute Stunde in eine andere Welt und lud die vielen Jugendlichen und Erwachsenen ein sich des Momentes zu besinnen. Mit der Begleitung der Stadtmusik und den Wiler Tambouren war der
Anlass auch akustisch betont. Die Gedanken zum abgelaufenen wie dem bevorstehenden Neuen Jahr wurden von Karl Ulmer vorgetragen. In seinen Gedanken waren auch Abschiedsworte an den scheidenden Stadtammann Josef Hartmann eingebettet. Sein Einsatz sei f�r die Stadt lohnend gewesen, den Gedanken �Undank ist der Welt Lohn� m�sse er nicht mit sich herumtragen.
Den Schlusspunkt setzte Josef Hartmann auf dem goldenen Boden beim Baronenhaus selber mit seinen Abschiedsworten. Er gab in seinem Dank
nochmals Ausdruck f�r die grosse Unterst�tzung, welche er in seinen acht Jahren als Stadtammann von zahlreichen Wilerinnen und Wilern habe erfahren d�rfen. Er w�nschte allen politischen Amtstr�gern, dass sie sich ehrlich f�r das Wohl der Stadt Wil einsetzten und wieder eine politische Kultur einsetzen k�nne, welche diesen Namen verdiene. Mit einem grossen Applaus verabschiedeten sich die St�dter von ihrem abtretenden Stadtammann.