In der neuesten Ausgabe der SP-Ziitig spricht sich Gemeinderat Philipp Donatsch gegen die AG-Gr�ndung f�r die Technischen Betriebe ausGemeinderat Philipp Donatsch von den Wiler Sozialdemokraten wehrt sich zwar nicht gegen die Liberalisierung der M�rkte und die Erweiterung des
Handlungsspielraumes f�r die TBW. Er findet die AG-Gr�ndung aber v�llig unn�tig und bezeichnet den Akt gar als leichtsinnig. Die Behauptung, die Form als �ffentlich-rechtliches Unternehmen sei keine Zukunft, beurteilt Donatsch als Angstmacherei.
Eine ganze Seite nimmt Gemeinderat Peter Donatsch in der SP-Ziitig in Anspruch, um die Blickpunkte aus Sicht der SP darzustellen.
Ein Plan der B�rgerlichen
Gemeinderat Philipp Donatsch sieht im neuen Elektrizit�tsgesetz
als wesentliche �nderung die Trennung von Stromhandel und Stromlieferung. Wenn beim Handel schrittweise der Markt ge�ffnet werde, stellten die Leitungsnetze ein nat�rliches Monopol dar. Jeder Netzbetreiber sei verpflichtet, gegen Geb�hr den Strom Dritter durch zu leiten, schreibt Donatsch. Der liberalisierte Strommarkt bewege sich also auch in Zukunft im Spannungsfeld vom Markt und �ffentlichen Interessen. Nach Donatsch versuchten nun die B�rgerlichen, die Gunst der Stunde zu nutzen und die
TBW zu privatisieren.
Beim Strom sei das weniger ein Problem. Die Konkurrenz unter den Anbietern verhindere die schlimmsten Ausw�chse. Ganz anders sei dies aber bei den Leitungsnetzen. Dort bestehe ein sogenannt nat�rliches Monopol. Dieses einer Aktiengesellschaft zu �bertragen, birgt nach Donatsch etliche unkalkulierbare Risiken in sich.
Die Vernachl�ssigung des Netzes
Weil Leitungsnetze langlebig seien, werde auf Kosten des Unterhalts die Rechnung der AG besch�nigt.
Aussenstehende k�nnten diese Situation kaum beurteilen und bemerkten den mangelnden Unterhalt zu sp�t.
Das Netz werde zu tief bewertet, weil nur kaufm�nnische Interessen zum Zug k�men und nicht der Wiederbeschaffungswert, was in etwa den Faktor 4 ausmache. Dies freue die Aktion�re ob der �berbewertung der Aktien.
Nach Donatsch geht auch die langfristige Planung verloren. Die Gesch�ftswelt von heute sei ohnehin nur noch auf kurzfristiges Handeln eingestellt. Die f�hre bald einmal zu
kalifornischen Situationen, wo der Strom knapp geworden sei.
Wenn die AG einmal pleite gehe, verliere die Stadt nicht nur das Aktienkapital, sondern auch das millionenschwere Darlehen. Weitergehend m�sse die Stadt auch noch das marode Netz �bernehmen.
Stromliberalisierung als Vorwand
Donatsch bezeichnet das Vorgehen zur Privatisierung der TBW als unn�tigen Akt. Die Stromliberalisierung werde als Vorwand benutzt, um gleich auch noch das Wasser auszulagern, ein Bereich bei dem
keine Markt�ffnung vorgesehen sei.
Die TBW k�nnten problemlos als �ffentlich-rechtliches Unternehmen bestehen, alles andere sei Angstmacherei, schreibt Donatsch. In einer Marktwirtschaft entscheide die Leistung �ber den Erfolg und nicht die Rechtsform des Unternehmens. Das Beispiel Gemeinschaftsantenne der TBW zeige dies deutlich, dass ein Gesch�ft trotzdem �usserst erfolgreich sein k�nne im freien Wettbewerb.