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Christoph Kempter, Ortsparteipr�sident der CVP Zuzwil, sorgt sich um den Nachwuchs in der Partei.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Nicole Jung, 16.3.01

CVP diskutierte �ber den Schwangerschaftsabbruch
Die Zuzwiler CVP k�mpft mit Nachwuchsproblemen bei den Mitgliedern wie auch im Vorstand

Unter der Leitung von Ortsparteipr�sident Christoph Kempter fand am 16.M�rz im Restaurant Kreuz die Hauptversammlung der CVP Zuzwil statt. Zur Sprache kamen, neben den diesj�hrlich anfallenden Wahlen der Vorstandsmitglieder und des Pr�sidenten,  interne und externe Probleme. Intern handelt es sich um Nachwuchsprobleme, wie sie momentan in den meisten Ortsparteien zu finden sind. Weiter wurde aber auch �ber ein gesamtschweizerisches Politikum, den Schwangerschaftsabbruch, diskutiert.

Die Wahlen der Vorstandsmitglieder und des Pr�sidenten zeigten das Hauptproblem der Zuzwiler Ortspartei auf
Der Zuzwiler Ortsparteipr�sident wurde einstimmig wiedergew�hlt, sowie auch die Vorstandsmitglieder Hildegard Egli, Gemeinder�tin und Thomas H�mmerli, Schulrat. Verabschiedet haben sich dagegen Bruno Frick, ehemaliger Gemeinderat und seit 11 Jahren in der Parteileitung, und die beiden Vorstandsmitglieder August und Walter Brunner, beide schon seit 12 Jahren im Vorstand. Dass nur eine Person gefunden werden konnte die bereit war dem Vorstand beizutreten, der Gemeinderat Richard Flammer, zeigte das Hauptproblem der CVP Zuzwil auf. Ein Blick auf die Struktur innerhalb der Ortspartei wies ein Ebenbild der Struktur im Vorstand auf: 73 Prozent der Mitglieder sind �ber 50 Jahre alt.

Der erste Schritt zur Probleml�sung wurde aber getan, indem das Problem erkannt und unter den Mitgliedern diskutiert wurde. Klar wurde schnell, dass die Mitgliederwerbung nicht nur die Sache des Parteivorstandes, sondern aller Parteimitglieder sein solle. Christoph Kempter erz�hlte von den Aktivit�ten, wie versucht werde, um neue Mitglieder zu  werben, aber leider immer ohne Erfolg. Klischees �ber Parteimitgliedschaft wie �Vetternwirtschaft� und �dass man an die Parteimeinung gebunden sei�, verhindere manchen Neuzugang. Das fehlende Interesse der Jugendlichen an der Politik wurde dadurch erkl�rt, dass Jugendliche sich nicht gerne binden w�rden, und auch die Exponiertheit als Parteimitglied sei nicht erw�nscht. Fehlende Zeit f�r ein Amt in einer Partei sei manchmal auch ein Grund, sich nicht zu engagieren.

CVP ist gegen die �Fristenl�sung ohne unabh�ngige Beratung�
Im Anschluss an den gesch�ftlichen Teil der Veranstaltung hielten die Kantonsr�tinnen Therese Germann und Lieselotte Sch�bi ein Referat �ber das Thema Schwangerschaftsabbruch. Das Thema beinhaltet insbesondere Aktualit�t, da genau an diesem Abend, nachdem sich das Nationale Parlament f�r die Fristenl�sung entschieden hatte,  der Schweizerische Parteivorstand der CVP �ffentlich bekanntgab, dass er sich f�r das Referendum entschlossen hat. Therese Germann referierte eher f�r die Seite der Fristenl�sung, aber auch f�r das CVP-Modell, w�hrend Lieselotte Sch�bi f�r ein restriktiveres Modell als die Fristenl�sung pl�dierte. Germann stellte in den Vordergrund, dass nicht nur das ungeborene Leben, sondern auch das geborene Leben gesch�tzt werden soll. Nach ihrer Sicht soll in der heutigen familienfeindlichen Gesellschaft mehr f�r M�tter und Kinder unternommen werden, sei es in Form von Information und Beratung, oder auch Betreuungsm�glichkeiten f�r Kinder, w�hrend die Eltern arbeiten. 

Sch�bi dagegen pl�dierte, dass der Schutz des ungeborenen Lebens �ber alle anderen Grundrechte zu stellen sei, da das ungeborene Leben sich nicht selber wehren k�nne. Der Schutz eines Grundrechtes soll auch nicht den Handlungen eines Privaten �berlassen werden, sondern der Staat m�sse die Verantwortung daf�r �bernehmen. Die Fristsetzung von 12 Wochen sei dabei reine Willk�r, das sch�tzenswerte Leben entstehe schon in der ersten Sekunde.

Die nachfolgende Diskussion �ber das Thema zeigte auf, dass auch in der CVP geteilte Meinungen �ber das Thema herrschen. Auch �ber die Stellung der Schweizerischen CVP gegen�ber diesem Thema wurde  gesprochen. Dass sich die CVP nun mit extremen Vereinigungen wie �Schweizer Hilfe f�r Mutter und Kind� f�r das Referendum zusammenschliessen wolle,  gefiel den meisten Mitgliedern nicht besonders.

Alles in allem kann die Versammlung als gelungen betrachtet werden, bot sie doch Anlass, die internen und externen �Nachwuchsprobleme� einmal aus einem anderen Winkel zu betrachten.

 

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